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November 05 2013

Deutsche Digitale Bibliothek jetzt mit API

Seit knapp einem Jahr steht die Deutsche Digitale Bibliothek als Betaversion online, seit Montag nun bietet sie auch eine API an. Über die Schnittstelle können Entwickler Daten aus dem Katalog der DDB auslesen und für weitere Anwendungen verwenden.

Was in der Welt der Softwareprojekte und Plattformen kaum erwähnenswert wäre – die pure Existenz einer Schnittstelle –, ist bei Bibliotheken und anderen Kultureinrichtungen noch eine Besonderheit. Wie auch bei offenen Daten in Politik und Verwaltung gilt: Wertvolle Metadaten „einfach so” und maschinenlesbar herauszugeben, stellt nicht nur technische und rechtliche Fragen. Es steht auch für einen Kulturwandel: Da könnte ja jeder kommen und die Daten verwenden. Bei der Deutschen Digitalen Bibliothek kann jetzt jeder kommen.

Metadaten unter CC-Zero-Widmung

Weitergenutzt werden können die Metadaten der DDB unter den Bedingungen der Creative-Commons-Zero-Widmung, was einem Verzicht auf alle Rechte entspricht. Zwar ist ein einzelnes Datum für sich nicht schutzfähig, mit der „CC0”-Widmung stellt die DDB aber klar, dass auch die Datenbank nicht eigens geschützt werden soll.

Allerdings stehen nicht alle Metadaten der DDB unter CC0, nur die entsprechend lizenzierten sind über die API ansprechbar. Hintergrund: Ausgenommen wurden diejenigen Datensätze, die neben Erschließungsinformationen auch Beschreibungen von Werken und Objekten enthalten. Da solche Beschreibungen urheberrechtlich geschützt sein können, fehlen diese Datensätze vorerst. Auf Nachfrage erklärt die DDB, dass auch diese Datensätze zugänglich gemacht werden sollen, indem Erschließungs- und Beschreibungsinformationen getrennt werden.

Bibliotheken und Museen mit APIs

Wie sich die Daten nutzen lassen, zeigen andere Projekte von Bibliotheken und Kultureinrichtungen. Naheliegend ist es etwa, die Daten in weitere Kataloge aufzunehmen oder mit Geodaten und Karten zu kombinieren – der Idee nach nichts anderes als die Erweiterung des klassischen Bibliothekskatalogs, der zeigt, was sich wo finden lässt. Die aus einem Wettbewerb resultierende (und noch rudimentäre) DPLA Map der Digital Public Library of America zum Beispiel zeigt an, was sich an Werken mit Bezug auf den eigenen Standort in der digitalen Bibliothek findet:

dplamap-berlin

Wo die Metadaten mit den Inhalten selbst kombiniert werden können, sind Anwendungen wie „Vistory” vom Rijksmuseum Amsterdam möglich. Das Programm zeigt unter anderem an, welche historischen Filmszenen in der Nähe gedreht wurden:

Der experimentelle Dienst Serendipomatic wiederum analysiert ganze Texte und durchsucht darauf basierend die Bestände der Europeana, der Digital Public Library of America und des Commons-Pools bei Flickr. Die Idee ist, mit den im Text enthaltenen Stichworten Zufallsfunde zu ermöglichen, die man sonst übersehen hätte.

Was mit den Daten der DDB möglich ist, muss sich noch zeigen. Man kann jedenfalls gespannt sein. Die DDB-API kann nach formloser Anmeldung bei der DDB genutzt werden und ist im dortigen Entwickler-Wiki näher dokumentiert.

October 08 2013

iRights auf der Frankfurter Buchmesse

FBM Datum dt CMYK 150x150Bei der morgen beginnenden Buchmesse in Frankfurt/Main ist iRights in zwei Podiumsdiskussionen vertreten, zur Zukunft der „Deutschen Digitalen Bibliothek“ sowie zu „digitalen Vermittlungsformen für Kulturinstitutionen“.

Auf Einladung des Bibliotheken-Fachmagazins „b.i.t. online“ sowie von „Fachbuchjournal“ und „Library Essentials“ diskutieren am morgigen Mittwoch (9. Oktober) sechs Experten die Zukunft der „Deutschen Digitalen Bibliothek“. Sie fragen und besprechen, was bei diesem bundesdeutschen Kultur-Großprojekt noch geht, ob „Stillstand oder Fortschritt“ herrscht. Auf dem dafür in Halle 4.2 am Stand P 99 eingerichteten „b.i.t. Sofa“ sitzt auch Paul Klimpel, Leiter des iRights.Labs Kultur, zudem Bernhard von Becker (Beck Verlag), Frank Frischmuth (Deutsche Digitale Bibliothek“, Steffen Meier (Eugen Ulmer Verlag) Uwe Müller (Deutsche Nationalbibliothek), Moderator ist Rafael Ball, Direktor der Universitätsbibliothek Regensburg und Chefredakteur von b.i.t. online.

Die Deutsche Digitale Bibliothek wurde 2007 ins Leben gerufen und ist ein gemeinsames Vorhaben von Bund, Ländern und Gemeinden. Ziel ist, jedermann freien Zugang zum (digitalisierten) kulturellen und wissenschaftlichen Erbe Deutschlands zu eröffnen. Mit generellen Herausforderungen einer solchen „digitalen Gedächtniskultur“ befasst sich Paul Klimpel seit längerem intensiv. Jüngst stellte er sein Buch „Was bleibt – Nachhaltigkeit der Kultur in der digitalen Welt“ vor, das bei iRights.media als E-Book und in gedruckter Form erschienen ist.

Die Diskussion beginnt am 9.10. um 12 Uhr in Halle 4.2, Stand P 99.

Ebenfalls morgen veranstaltet die Willi Baumeister Stiftung eine Podiumsdiskussion zum Oberthema „Kunst und Digitalisierung“, an der iRights.Media-Verlagsleiter Phillip Otto teilnimmt. Für ihn und Felicitas Baumeister (Willi Baumeister Stiftung), Jens Redmer (Google) sowie Jörg Dörnemann (epubli) geht es auf dem Podium um konkrete Erfahrungen mit digitaler Kunstvermittlung, neuen Verlagslösungen und Lizenzmodellen. Moderatorin der Veranstaltung ist Julia Schmitz vom KUNST Magazin, nach der Diskussion gibt es Gelegenheit für Fragen aus dem Publikum.

Anlass der Diskussionsrunde ist die Veröffentlichung der Monografie „Willi Baumeister: Schöpfer aus dem Unbekannten“ der Kunsthistorikerin Brigitte Pedde, die vor der Podiumsrunde eine Einführung in das Werk gibt. Das Kunstbuch erscheint als digitales Werk und im „Open Access“. Das meint hier, sämtliche Abbildungen sind in hoher Auflösung frei im Internet verfügbar, auch Schulen und Universitäten können kostenlos auf Baumeisters Werk zugreifen und die Materialien für ihre Arbeit verwenden.

Die etwa einstündige Podiumsrunde findet am 9. Oktober um 18 Uhr im Lesezelt der Frankfurter Buchmesse statt.

December 03 2012

Wochenrückblick: Leistungsschutzrecht, Elektronischer Semesterapparat, Deutsche Digitale Bibliothek

Der Bundestag diskutiert das Presse-Leistungsschutzrecht, der „Intranet-Paragraf” 52a im Urheberrecht wurde verlängert und die Deutsche Digitale Bibliothek geht online.

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November 28 2012

Deutsche Digitale Bibliothek geht online

Fünf Jahre hat der Aufbau gedauert. Seit heute ist die  Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) mit einer Testversion im Netz.

Die DDB  verknüpft 5.6 Millionen Datensätze aus 90 Bibliotheken, Museen, Archiven, Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen. Darunter finden sich zum Beispiel Jugend-Fotos von Bundestrainer Joachim Löw, Symphonien von Mozart und Verhandlungsprotokolle des deutschen Reichstags. Die Beta-Version findet sich unter: http://beta.deutsche-digitale-bibliothek.de/.

Bis zu 30.000 Einrichtungen sollen schließlich vernetzt werden. Der Regelbetrieb startet 2013. Die DDB ist eingebunden in die europäische digitale Bibliothek Europeana. Bund, Länder und Kommunen finanzieren die DDB gemeinsam. Für den Aufbau der Infrastruktur stehen 8 Millionen Euro zur Verfügung, für den Betrieb zunächst 2,6 Millionen Euro jährlich.

May 06 2011

April 28 2011

Siegmund Ehrmann: Kulturelles Erbe in der digitalen Welt sichern

Aus meiner Perspektive ist ein sehr drängendes Problem die Sicherung unseres kulturellen Erbes in der digitalen Welt.

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