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February 20 2014

February 10 2014

Four short links: 10 February 2014

  1. Bruce Sterling at transmediale 2014 (YouTube) — “if it works, it’s already obsolete.” Sterling does a great job of capturing the current time: spies in your Internet, lost trust with the BigCos, the impermanence of status quo, the need to create. (via BoingBoing)
  2. No-one Should Fork Android (Ars Technica) — this article is bang on. Google Mobile Services (the Play functionality) is closed-source, what makes Android more than a bare-metal OS, and is where G is focusing its development. Google’s Android team treats openness like a bug and routes around it.
  3. Data Pipelines (Hakkalabs) — interesting overview of the data pipelines of Stripe, Tapad, Etsy, and Square.
  4. Visualising Salesforce Data in Minecraft — would almost make me look forward to using Salesforce. Almost.

January 18 2014

Geburtstagszug: Wie der BGH den Design-Schutz erweitert

Der Bundesgerichtshof hat sich von der Auffassung verabschiedet, dass für das Design von Gebrauchsgegenständen in Mode, Grafik oder Industrie hohe Anforderungen an den Urheberrechtsschutz bestehen. Die Entscheidung wirft die Frage auf, ob nun zu befürchten ist, dass die Kreativität solcher Branchen durch einen massiven Anstieg von Urheberrechten erstickt wird.

Die fragliche Entscheidung ist mit „Geburtstagszug“ betitelt (Urteil vom 13. November 2013, Az. I ZR 143/12). Inhaltlich ging es um den Urheberrechtsschutz an einem Kinderspielzeug aus Holz und um die Frage, ob die Designerin, die für ihre Arbeit mit einem Hungerlohn abgespeist wurde, sich auf die urheberrechtlichen Ansprüche auf eine angemessene Vergütung berufen und angesichts des großen Erfolgs ihrer Produkte Honorar nachfordern kann.

Änderung jahrelanger Rechtsprechung

Der Bundesgerichtshof hat dies bejaht und im gleichen Zuge seine jahrzehntelang vertretene Rechtsauffassung aufgegeben. Für angewandte Kunst seien fortan keine erhöhten Anforderungen an den Urheberrechtschutz mehr zu stellen, meint der BGH. Nach der bisherigen Rechtsprechung waren Werke der angewandten Kunst urheberrechtlich nur geschützt, wenn sie Durchschnittsgestaltungen „deutlich überragen“. Dies hatte Auswirkungen auf diejenigen Branchen, in denen Gebrauchsgegenstände gehandelt werden, also zum Beispiel für Möbel, Accessoires, Web- und Werbedesign, Autos oder Mode.

Für solche Designs bestand nach der bisherigen Rechtsprechung in aller Regel nur die Möglichkeit eines Geschmacksmusterschutzes. Dieser unterscheidet sich vom Urheberrecht unter anderem durch seine deutlich verkürzte Schutzdauer sowie dadurch, dass vollwertige Geschmacksmusterrechte nur nach Registrierung – ähnlich einer Marke – entstehen. Kurzum: Das Geschmacksmusterrecht ist ein sehr viel schwächeres und damit ein weit weniger einschneidendes Recht als das Urheberrecht. Angesichts der Dynamik der Märkte, auf denen Gebrauchsdesign gehandelt wird, liegt die Annahme nahe, dass sich der Mangel an Urheberrechten hier eher positiv ausgewirkt hat.

Der Hauptgrund für die bislang zurückhaltende Gewähr von Urheberrechten für Gebrauchsdesign lag in der Existenz des Geschmacksmusterschutzes. Das Geschmacksmusterrecht wurde traditionell als „kleines Urheberrecht“ bezeichnet. Man ging davon aus, dass es sich vom eigentlichen Urheberrecht vor allem durch graduelle Unterschiede unterscheide, dabei aber besser an die Anforderungen an einen Designschutz angepasst sei. Ein zu weit gehender Urheberrechtsschutz – so die Auffassung – würde diesen Vorrang des spezielleren Rechts und die bewussten Einschränkungen des Geschmacksmusterrechts unterlaufen und somit im Zweifel zu überbordenden Schutzrechten führen.

BGH: Geschmacksmuster heute kein „kleines Urheberrecht“ mehr

Der BGH meint nun in seiner Geburtstagszug-Entscheidung, dass diese Haltung keinen Bestand mehr haben kann. Für den Urheberrechtsschutz an Werken der angewandten Kunst könnten heute keine erhöhten Schutzanforderungen mehr gelten. Interessant ist, wie der 1. Zivilsenat dies begründet.

Ein wesentliches Argument dafür, die erhöhten Schutzanforderungen bei Gebrauchsdesign aufzugeben, könnte man dem europäischen Urheberrecht entnehmen. Teile der Rechtsliteratur argumentieren schon seit längerem, dass die bei manchen Werkarten erhöhten Anforderungen an die Schöpfungshöhe – eine Besonderheit des deutschen Urheberrechts – gegen EU-Recht verstoßen. Die EU habe mittlerweile durch die Urheberrechtsrichtlinien einen „europäischen Werkbegriff“ etabliert, der keine erhöhten Schutzanforderungen bei bestimmten Werkarten mehr zulasse. Anders ausgedrückt: Das EU-Recht gebe vor, dass die urheberrechtliche Schöpfungshöhe bei allen Werkarten gering sei.

Der BGH setzt sich mit diesem Argument ausführlich auseinander (Rz. 26 ff.) und spricht sich letztlich ausdrücklich gegen die Existenz eines allgemeinen europäischen Werkbegriffs aus. Vorgaben für die Schutzfähigkeit mache der europäische acquis communautaire lediglich für Lichtbilder, Computerprogramme und Datenbanken. Allein die für diese Werkarten geltenden speziellen Richtlinien enthielten Vorgaben zum Werkbegriff, nicht aber die allgemeinen – für die anderen Werkarten einschlägigen –  Urheberrechtsrichtlinien, wie vor allem die „InfoSoc“-Richtlinie aus dem Jahr 2001. Bei Musik, Filmen oder eben auch Werken der angewandten Kunst bleibe die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen Urheberrechtsschutz gewährt wird, nach wie vor den Mitgliedstaaten selbst überlassen.

Bemerkenswert ist hieran, dass der Bundesgerichtshof die Rechtsfrage nicht dem EuGH zur Entscheidung vorlegt. Immerhin ist durchaus fraglich, ob diese Auffassung mit früheren Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs übereinstimmt, in denen auf die Frage der Schutzfähigkeit eingegangen wurde, wie etwa in der Infopaq-Entscheidung. Der BGH erwähnt diese zwar, meint aber, der EuGH hätte keine gegenteiligen Aussagen gemacht.

Begründung: Absenkung der Schöpfungshöhe wegen Veränderung des deutschen Geschmacksmusterrechts

Der BGH begründet seine Entscheidung zur Absenkung der Schöpfungshöhe bei Gebrauchskunst stattdessen mit einer Änderung des deutschen Geschmacksmusterrechts durch eine Gesetzesreform im Jahr 2004. Hierdurch seien Anforderungen und Schutzrichtung des Geschmacksmusterrechts so verändert worden, dass nunmehr zwischen Urheber- und Geschmacksmusterrecht kein Stufenverhältnis mehr bestehe (Rz. 34).

Mit anderen Worten: Das neue Geschmacksmusterrecht sei kein „kleines Urheberrecht“ mehr, sondern ein eigenständiges gewerbliches Schutzrecht, das sich nicht graduell, sondern grundsätzlich vom Urheberrecht unterscheide (Rz. 35). Während das Geschmacksmuster lediglich voraussetze, dass sich eine neue Gestaltung vom bestehenden „Formenschatz“, also den vorher existierenden Gestaltungen dieser Art, unterscheide (Eigenart), sei für das Urheberrecht eine Art künstlerischer Überschuss erforderlich (Individualität).

Urheberrecht und Geschmacksmusterrecht seien daher – so der BGH – heute wesensverschieden. Sie schließen sich nach Auffassung des Gerichts nicht (mehr) gegenseitig aus, sondern können auch nebeneinander bestehen (Rz. 39). Der BGH drückt dies so aus:

Eine Gestaltung kann aufgrund ihrer Unterschiedlichkeit zum vorbekannten Formenschatz einem Geschmacksmusterschutz zugänglich sein, ohne die für einen Urheberrechtsschutz erforderliche Gestaltungshöhe zu erreichen.

Folgen: Mehr geschützte Designs, weniger Gestaltungsfreiheit auf den Märkten?

Fraglich ist, wie sich die Entscheidung des BGH praktisch auswirkt. Würde sie dazu führen, dass nunmehr massenhaft Designs – zum Beispiel in der Mode – dem automatisch entstehenden und sehr weit gehendem sowie langwierigen Urheberrechtschutz unterfallen, würde hierdurch gerade bei „Gebrauchskunst“ ein großes Problem entstehen. Es liegt auf der Hand, dass die Möglichkeiten, einen Stuhl, ein Kleid oder einen Gürtel zu gestalten, begrenzt sind.

Wenn die Gestaltung solcher Gebrauchsgegenstände zu weit gehend urheberrechtlich geschützt würden, würden die Möglichkeiten von kreativen Innovationen und damit der freie Markt erheblich eingeschränkt. Dies wiederum hätte massiven Einfluss auf die jeweiligen Wirtschaften, wie zum Beispiel die Automobil- oder die Modebranche. Gerade letztere ist gerade deshalb so vielfältig, weil hier weitgehende schöpferische Freiheit herrscht, die nicht übermäßig durch den Monopoleffekt von Immaterialgüterrechten beschnitten wird.

BGH: Keine nennenswerte Zunahme geschützter Designs

Der BGH versucht diesem Einwand durch zwei Argumente vorzubeugen:

Zunächst wird ausgeführt (Rz. 41), dass es für den Urheberrechtschutz auch weiterhin nicht ausreiche, dass eine neue Gestaltung sich lediglich von bislang bestehenden unterscheide. Für den Urheberrechtsschutz sei vielmehr erforderlich, dass ein Gebrauchsgegenstand über seine „von der Funktion vorgegebene Form hinaus künstlerisch gestaltet ist und diese Gestaltung eine Gestaltungshöhe erreicht, die Urheberrechtsschutz rechtfertigt.“ Vereinfacht ausgedrückt: Dass ein Gegenstand irgendwie besonders gestaltet oder konstruiert ist, reicht nicht. Er muss vielmehr einen gewissen künstlerischen Überschuss aufweisen, wobei es für dessen Einschätzung auf die für „Kunst empfänglichen und mit Kunstanschauungen einigermaßen vertrauten Kreise“ ankommt.

Als zweites Argument (Rz. 41) gegen die potenzielle massive Ausweitung von Designschutzrechten bringt der BGH vor, dass der Schutzbereich von Urheberrechten an Gebrauchskunst auch zukünftig in der Regel eher klein sei. Auch hierbei handelt es sich um ein kompliziertes urheberrechtliches Argument. Man könnte es so ausdrücken: Alle allgemeinen Designelemente und solche, die nicht auf einer eigenen künstlerischen Leistung des Urhebers basieren, sind weiterhin frei. Einzig durch das Urheberrecht geschützt ist der individuelle künstlerische Überschuss, den der Schöpfer seiner Gebrauchskunst mitgegeben hat. Entsprechend gering ist der Schutz gegenüber später entstehenden Gestaltungen. Weisen sie auch nur geringe – ästhetische – Unterschiede auf, können sie genutzt und vertrieben wären, ohne dass in das Urheberrecht an dem älteren Werk eingegriffen würde.

Eigene Einschätzung

Das Urteil des BGH tangiert einige sehr generelle Fragen des Urheberrechts und dessen Verhältnis zu gewerblichen Schutzrechten. Von allgemeiner Bedeutung für die aktuelle Rechtslage ist zunächst die – nunmehr bis auf weiteres in Deutschland verbindlich geltende – Auffassung, dass es keinen europäischen Werkbegriff gibt und das deutsche Verständnis von der Schöpfungshöhe an sich Bestand haben wird. Dem Argument, dass beispielsweise an den Schutz von kurzen Sachtexten wegen europarechtlicher Vorgaben keine erhöhten Anforderungen gestellt werden dürfen, ist damit der Boden entzogen.

Von grundsätzlicherer Bedeutung ist die im Urteil angesprochene Frage, ob eine Regulierung überbordender Urheberrechte und den damit entstehenden negativen Einflüsse auf Innovation, Märkte und öffentliche Interessen besser über die Schutzanforderungen oder den Schutzumfang begegnet werden kann. Der BGH spricht sich hier für letzteres aus. Im Ergebnis bedeutet das Urteil, dass es vorzugswürdig ist, Urheberrechte zunächst großzügig zu gewähren und dafür deren Schutzumfang eher kurz zu halten. Die Folge ist, dass quantitativ viele Gestaltungen unter monopolartige Ausschließlichkeitsrechte gestellt werden. Um negativen Folgen entgegen zu wirken, ist der Schutz qualitativ schwach ausgeprägt.

Kritiker dieses Ansatzes argumentieren dagegen, dass die Absenkung der Schöpfungshöhe eine der wesentlichen Ursachen für den Legitimationsverlust des Urheberrechts sei, weil sie zu extensivem Schutz auch für banale kreative Leistungen führe. Das beschädige die Akzeptanz des „geistigen Eigentums“ an sich.

Ungebrochene Expansion von Schutzrechten

Meines Erachtens geht diese Diskussion letztlich an dem eigentlichen Problem vorbei. Die Ursache für die ungezügelte Expansion des Urheberrechts liegt in der auch international noch immer vorherrschenden Grundeinstellung in Judikative und Legislative, dass es ökonomisch und gesamtgesellschaftlich von Vorteil sei, großzügig und weitgehend Urheberrechte zu gewähren. Wäre diese Einstellung anders, wäre die Frage, ob man überbordenden Schutzrechten besser über eine Anhebung der Schutzvoraussetzungen oder über eine Absenkung des Schutzumfangs Herr wird, zweitrangig. Beides ist möglich.

Wie effizient der eine oder andere Ansatz ist, hängt von seiner Ausgestaltung aus. Ein Beispiel: Würde klargestellt, dass das Urheberrecht nur für die „hohe Kunst“ gelten soll, wäre es weniger problematisch, dass es teils weit über hundert Jahre lang gilt. Anders herum: Wenn alle Werke, die keine „hohe Kunst“ darstellen, zwar urheberrechtlich geschützt wären, der Schutz aber nur nach Registrierung entstehen und auch nur für ein Jahr gewährt würde, wären die meisten Probleme ebenfalls gelöst. Welchem Ansatz der Vorrang zu gewähren ist, sollte danach entschieden werden, welches Mittel mehr Rechtssicherheit verspricht.

Was ich allerdings als zunehmendes Problem sehe, sind kumulierende Schutzrechte. Gleichzeitig Geschmacksmuster und Urheberrechte für das gleiche Design zu vergeben, führt zu albtraumhaften Zuständen im Hinblick auf die Rechtssicherheit. Gleiches gilt für das Nebeneinander an Marken- oder Titelschutz- und Urheberrechten. Wer einmal versucht hat herauszufinden, ob man einen Roman von Karl May – der urheberrechtlich betrachtet gemeinfrei ist – angesichts des zeitlich unbegrenzten Titelschutzrechts unter seinem Originaltitel wiederveröffentlichen darf, wird wissen, wovon die Rede ist.

January 15 2014

Four short links: 16 January 2014

  1. MapGive — State Dept launches OSM contributing tool “to help humanitarian efforts”.
  2. Principles for Making Things for The Web — excellent!
  3. Traffic Studies are Simulations (Computerworld) — simulations are an important software genre, oft ignored. (via Slashdot)
  4. CodePilotan Xcode plugin which lets you woosh through your code and save a lot of your time. See also the main site.

January 13 2014

Four short links: 14 January 2014

  1. LayoutIt — drag-and-drop design using Bootstrap components. These tools are proliferating, as the standard design frameworks like Bootstrap make them possible. There’s unsustainable complexity in building web sites today, which means something will give: the web will lose to something, the technology forming the web will iterate, or the tools for the web will improve.
  2. How Silicon Valley Became The Man — I’m fascinated by the sudden spike in anti-corporate tension in SF. This interview gives me some useful vocabulary: New Communalists and the New Left. And two more books to read …
  3. USB Rubber Ducky — USB dongle that pretends to be a keyboard and types out your text REALLY fast. (via Root a Mac in 10s or Less)
  4. Simple Git Workflow is Simple — Atlassian producing videos on how to use git, good starting point for new code drones.

January 10 2014

Four short links: 10 January 2014

  1. Software in 2014 (Tim Bray) — a good state of the world, much of which I agree with. Client-side: Things are bad. You have to build everything three times: Web, iOS, Android. We’re talent-starved, this is egregious waste, and it’s really hurting us.
  2. Making Systems That Don’t Suck (Dominus) — every software engineer should have to read this. Every one.
  3. IBM Struggles to Turn Watson Into Big Business (WSJ) — cognition services harder to onboard than seemed. It smells suspiciously like expert systems from the 1980s, but with more complex analytics on the inside. Analytic skill isn’t the problem for these applications, though, it’s the pain of getting domain knowledge into the system in the first place. This is where G’s web crawl and massive structured general knowledge is going to be a key accelerant.
  4. Reading This May Harm Your Computer (SSRN) — Internet users face large numbers of security warnings, which they mostly ignore. To improve risk communication, warnings must be fewer but better. We report an experiment on whether compliance can be increased by using some of the social-psychological techniques the scammers themselves use, namely appeal to authority, social compliance, concrete threats and vague threats. We also investigated whether users turned off browser malware warnings (or would have, had they known how).

December 27 2013

Four short links: 27 December 2013

  1. Intel XDKIf you can write code in HTML5, CSS3 and JavaScript*, you can use the Intel® XDK to build an HTML5 web app or a hybrid app for all of the major app stores. It’s a .exe. What more do I need to say? FFS.
  2. Behind the Scenes of a Dashboard Design — the design decisions that go into displaying complex info.
  3. Superconductora web framework for creating data visualizations that scale to real-time interactions with up to 1,000,000 data points. It compiles to WebCL, WebGL, and web workers. (via Ben Lorica)
  4. BIDMach: Large-scale Learning with Zero Memory Allocation (PDF) — GPU-accelerated machine learning. In this paper we describe a caching approach that allows code with complex matrix (graph) expressions at massive scale, i.e. multi-terabyte data, with zero memory allocation after the initial setup. (via Siah)

December 20 2013

Four short links: 20 December 2013

  1. A History of the Future in 100 Objects — is out! It’s design fiction, describing the future of technology in faux Wired-like product writeups. Amazon already beating the timeline.
  2. Projects and Priorities Without Managers (Ryan Carson) — love what he’s doing with Treehouse. Very Googley. The more I read about these low-touch systems, the more obviously important self-reporting is. It is vital that everyone posts daily updates on what they’re working on or this whole idea will fall down.
  3. Intellectual Ventures Patent Collection — astonishing collection, ready to be sliced and diced in Cambia’s Lens tool. See the accompanying blog post for charts, graphs, and explanation of where the data came from.
  4. Smokio Electronic Cigarette — the quantified cigarette (not yet announced) for measuring your (electronic) cigarette consumption and uploading the data (natch) to your smartphone. Soon your cigarette will have an IPv6 address, a bluetooth connection, and firmware to be pwned.

December 12 2013

Four short links: 12 December 2013

  1. iBeacons — Bluetooth LE enabling tighter coupling of physical world with digital. I’m enamoured with the interaction possibilities: The latest Apple TV software brought a fantastically clever workaround. You just tap your iPhone to the Apple TV itself, and it passes your Wi-Fi and iTunes credentials over and sets everything up instantaneously.
  2. Better and Better Keyboards (Jesse Vincent) — It suffered from the same problem as every other 3D-printed keyboard I’d made to date – When I showed it to someone, they got really excited about the fact that I had a 3D printer. In contrast, whenever I showed someone one of the layered acrylic prototype keyboards I’d built, they got excited about the keyboard.
  3. Bamboo.io — open source modular web service for dataset storage and retrieval.
  4. state.jsOpen source JavaScript state machine supporting most UML 2 features.

December 10 2013

Podcast: news that reaches beyond the screen

Reporters, editors and designers are looking for new ways to interact with readers and with the physical world–drawing data in through sensors and expressing it through new immersive formats.

In this episode of the Radar podcast, recorded at News Foo Camp in Phoenix on November 10, Jenn and I talk with three people who are working on new modes of interaction:

Along the way:

For more on the intersection of software and the physical world, be sure to check out Solid, O’Reilly’s new conference program about the collision of real and virtual.

Subscribe to the O’Reilly Radar Podcast through iTunesSoundCloud, or directly through our podcast’s RSS feed.

November 25 2013

Four Short Links: 25 November 2013

  1. Drone Journalism“The newspaper was for still images,” said Mr. Whyld, who builds his own drones, “but the Internet is for this.” is the money shot from a NY Times piece (not linked to directly, as is paywalled)
  2. Best UX Patterns for Mobile Web Apps (Luke Wroblewski) — advice from Google Chrome Dev Summit.
  3. You Don’t Know JS (Github) — book in progress, funded by a Kickstarter.
  4. SparkA Chrome app based development environment with a reusable library of GUI widgets.

November 21 2013

Four short links: 21 November 2013

  1. Network Connectivity Optional (Luke Wroblewski) — we need progressive enhancement: assume people are offline, then enhance if they are actually online.
  2. Whoosh fast, featureful full-text indexing and searching library implemented in pure Python
  3. Flanker (GitHub) — open source address and MIME parsing library in Python. (via Mailgun Blog)
  4. Stream Adventure (Github) — interactive exercises to help you understand node streams.

November 07 2013

Four short links: 7 November 2013

  1. Learn to Search — cheeky but spot-on help for people running conferences.
  2. Offline Firstno, the mobile connectivity/bandwidth issue isn’t just going to solve itself on a global level anywhere in the near future. THIS!
  3. 10 Things You Should Know About AWS — lots of specialist tips for hardcore AWS users.
  4. The League of Moveable Type — AWESOME FONTS. Me gusta.

November 04 2013

Four short links: 4 November 2013

  1. A Game Designer’s Guide to Google Glass (Gamasutra) — nice insight that Glass is shovelware-resistant because input is so different and output so limited. (via Beta Knowledge)
  2. Be Polite, Pertinent, and Pretty (Slideshare) — design principles from Dopplr. (via Matt Jones’s memorial to Dopplr)
  3. Replicant — free software Android. (via Wired)
  4. Femme Fatale Dupes IT Guys at Government Agency (Sophos) — story of how a fake LinkedIn profile for a pretty woman reflects as poorly on security practice as on gender politics.

October 24 2013

Four short links: 24 October 2013

  1. Visually Programming Arduino — good for little minds.
  2. Rapid Hardware Iteration at Scale (Forbes) — It’s part of the unique way that Xiaomi operates, closely analyzing the user feedback it gets on its smartphones and following the suggestions it likes for the next batch of 100,000 phones. It releases them every Tuesday at noon Beijing time.
  3. Machine Learning of Hierarchical Clustering to Segment 2D and 3D Images (PLoS One) — We propose an active learning approach for performing hierarchical agglomerative segmentation from superpixels. Our method combines multiple features at all scales of the agglomerative process, works for data with an arbitrary number of dimensions, and scales to very large datasets.
  4. Kratuan Open Source client-side analysis framework to create simple yet powerful renditions of data. It allows you to dynamically adjust your view of the data to highlight issues, opportunities and correlations in the data.

October 21 2013

Four short links: 21 October 2013

  1. Google’s Iron Grip on Android (Ars Technica) — While Google will never go the entire way and completely close Android, the company seems to be doing everything it can to give itself leverage over the existing open source project. And the company’s main method here is to bring more and more apps under the closed source “Google” umbrella.
  2. How to Live Without Being Tracked (Fast Company) — this seems appropriate: she assumes that every phone call she makes and every email she sends will be searchable by the general public at some point in the future. Full of surprises, like To identify tires, which can come in handy if they’re recalled, tire manufacturers insert an RFID tag with a unique code that can be read from about 20 feet away by an RFID reader..
  3. method.acComplete 50 challenges. Each challenge is a small, design related task. They cover theory and practice of one specific design subject. Challenges are progressively more difficult, and completing them gives you access to more intricate challenges.
  4. IBM Watson’s Cancer Moonshot (Venture Beat) — IBM is ready to make a big a bet on Watson, as it did in the 1970s when it invested in the emergence of the mainframe. Watson heralds the emergence of “thinking machines,” which learn by doing and already trump today’s knowledge retrieval machines. I for one welcome the opportunity to be a false negative.

October 14 2013

Four short links: 17 October 2013

  1. PencilAn open-source GUI prototyping tool that’s available for ALL platforms.
  2. lmctfyopen source version of Google’s container stack, which provides Linux application containers.
  3. ASCII WWDC — searchable full-text transcriptions of WWDC sessions.
  4. Cryptogeddon — an online infosec wargame.

October 04 2013

Arrêtez de me faire m'enregistrer ! - Medium

Arrêtez de me faire m’enregistrer ! - Medium
https://medium.com/design-startups/3c390ea15d1

Lee Munroe en a marre ! 99% des sites/applications/services vous demandent désormais de vous enregistre le plus souvent avant même de vous avoir montré le moindre début de produit ! On vous demande votre mail, un profil, votre photo, de confirmer votre email, d’inviter des amis voir votre carte de crédit avant toute utilisation... C’est un peu comme si vous deviez aller dans un magasin de vêtement sans vitrine et que pour entrer il fallait donner votre carte d’identité et votre carte de crédit... (...)

#design #identite #confiance

September 23 2013

Four short links: 23 September 2013

  1. Together.js — Mozilla-produced library for in-page collaboration.
  2. This Complex and Tragic Event Supports My Own View (Vaughan Bell) — pretty much every tactic he describes, you will see deployed daily.
  3. Natalie Silvanovich — a security engineer who has extracted and decompiled the code (running on a 6502!) in the heart of a Tamagotchi, and documenting it. Formidable!
  4. Science Fiction to Science Fabrication — MIT course: This class ties science fiction with speculative/critical design as a means to encourage the ethical and thoughtful design of new technologies. (via Beta Knowledge)
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Schweinderl