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January 31 2014

In eigener Sache: Was passiert, wenn wir die Kontrolle verloren haben?

Michael Seemann alias @mspro schreibt bis zum Sommer 2014 das Buch “Das neue Spiel – Nach dem Kontrollverlust”. Das Thema ist spannend, will er doch neue Perspektiven zur Frage von Plattformneutralität und Strategien des gesellschaftlichen Umgangs mit dem digitalen Umbruch und seinen Folgen beleuchten. Seemann finanziert das Projekt dabei über die Crowdfunding-Plattform Startnext. Unser Verlag iRights.Media wird eine E-Book-Fassung des Werkes produzieren.

Im Untertitel zum Projekt spitzt Seemann zu:

Wir haben die Kontrolle verloren. Daten, von denen wir nicht wussten, dass es sie gibt, finden Wege, die nicht vorgesehen waren und sagen Dinge aus, auf die wir nie gekommen wären. Wir wurden in ein neues Spiel geworfen und niemand hat uns die Regeln verraten.

Und:

Der Kontrollverlust ist das Scheitern an falschen Erwartungen. Unser Handeln basiert immer noch auf der Erwartung einer Kontrolle, die es längst nicht mehr gibt. Daten, von denen wir nicht wussten, dass es sie gibt, finden Wege, die wir nicht für möglich hielten und sagen Dinge aus, auf die wir nie gekommen wären. Mit anderen Worten: Wir wurden in ein neues Spiel geworfen und niemand hat uns die Regeln verraten.

Dass das Thema ankommt, zeigt die massive Unterstützung die Seemann bei seiner Crowdfunding-Kampagne erfährt. Nach wenigen Tagen war die Finanzierungsschwelle von 8.000 Euro erreicht, aktuell haben die Nutzer bereits über 17.000 Euro in das Projekt investiert. Heute endet die Frist. Seemann hat inzwischen mehrere Upgrades für das Buch versprochen. So soll es ein Hörbuch geben, geplant ist – wenn die Schwelle von 20.000 Euro erreicht wird – auch eine englischsprachige Fassung der wichtigsten Thesen des Buches. Der Erfolg lässt sich bereits in Zahlen messen: “Es ist jetzt schon das dritterfolgreichste Crowdfunding-Buchprojekt in deutscher Sprache”, so Seemann.

Hier kann man einen ersten Blick in das Inhaltsverzeichnis werfen. Ein Thema liegt Seemann dabei besonders am Herzen, die Frage nach neuen Regeln für Plattformen, er nennt es “Plattformneutralität” In einem Interview mit Carta.info führt er dazu aus:

Mein Vorschlag der Plattformneutralität orientiert sich an der Idee der Netzneutralität. Als erstes muss es einen diskriminierungsfreien Zugang zu Plattformen geben, denn wenn sich dort vermehrt Gesellschaft abspielt, kann ein Ausschluss ein Ausschluss aus wichtigen gesellschaftlichen Zusammenhängen sein. Das ist gar nicht so einfach, weil Plattformen speziellen ökonomischen Gesetzen unterworfen sind, wie ich im Buch ausführen werde.
Darüber hinaus ist das Konzept der Plattformneutralität ebenso gut auf andere politische Bereiche übertragbar. Der ständig lauter werdende Ruf nach einem bedingungslosen Grundeinkommen ist z.B. ein plattformneutraler Gedanke.

Wer die Entstehung dieses Buches unterstützen will, kann dies heute via Startnext noch tun. Neben verschiedenen Unterstützungsmöglichkeiten offeriert Seemann auch gewidmete Nudeln.

Unser Verlag iRights.Media begleitet Seemann bei diesem Projekt und wird auf jeden Fall zumindest die elektronische Fassung des Buches als E-Book produzieren und zur Frankfurter Buchmesse im Herbst 2014 veröffentlichen.

August 16 2013

*The vanishing cost of guessing*

The vanishing cost of guessing

http://radar.oreilly.com/2013/08/the-vanishing-cost-of-guessing.html

[C]ritics charge that big data will make us stick to constantly optimizing what we already know, rather than thinking out of the box and truly innovating. We’ll rely on machines for evolutionary improvements, rather than revolutionary disruption. An abundance of data means we can find facts to support our preconceived notions, polarizing us politically and dividing us into “filter bubbles” of like-minded intolerance. And it’s easy to mistake correlation for causality, leading us to deny someone medical coverage or refuse them employment because of a pattern over which they have no control, taking us back to the racism and injustice of Apartheid or Redlining.

// via soup.io where the complete article is available - here

#données - #prédiction #prévention #anticipation #corrélation - #coût #préjugé

#Daten #Vorhersage #Vorsorge #Analyse #Zusammenhang - #Kosten #Vorurteil - #gelenkte #Wahrnehmung

#big_data #data - #prediction #preventing #analysis - #cost #prejudice #bias #preconception

January 27 2012

To Know, but Not Understand: David Weinberger on Science and Big Data at Farnam Street

"An edited excerpt from David Weinberger’s new book, Too Big to Know, explains how the massive amounts of data necessary to deal with complex phenomena exceed any single brain’s ability to grasp, yet networked science rolls on."

 

// oAnth - original URL -- farnamstreetblog.com 2012-01-15 

cf. also with book review -- ethanzuckerman.com 2012-01-26



January 24 2011

02mydafsoup-01
[...]

Mit der Zeit werde man das Verfahren auch auf andere Dokumente wie PDF-Dateien und auch ganze Websites ausweiten, kündigte der Saarbrücker Informatik-Professor Michael Backes an. Der Entwickler vermarktet den Dienst über die eigens gegründete Firma x-pire! GmbH. Sowohl zum Hochladen als auch zum Betrachten der Bilder braucht man eine Erweiterung für den Browser Firefox. Zum Anschauen ist sie kostenlos, eine Lizenz zum Verschlüsseln der Bilder kostet nach Angaben von Montag rund zwei Euro im Monat.

[...]
"Digitaler Radiergummi" startet - zunächst für Bilder | Magnus.de - 20110124

January 13 2011

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Internet - Sinn und Unsinn eines digitalen Radiergummis | Deutschlandradio Wissen 20110113 - Audio

Gespräch mit Jürgen Kuri von der Computerzeitschrift c't

<p>Bei wort "impossible" wurde die erste silbe "im" mit einem radiergummi entfernt
Vergessen im Netz - geht das? (morberg/flickr.com/cc/by-nc)

Brauchen Daten im Netz ein Verfallsdatum?

Verbraucherschutz-Ministerin Ilse Aigner hat sich am Dienstag mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verbraucher- und Datenschutz getroffen. Ihre Idee: Internetnutzer sollen ihre Daten künftig mit einem Verfallsdatum versehen können.

Doch wie sinnvoll ist ein solcher "Radiergummi fürs Netz"? Darüber sprechen wir mit Jürgen Kuri von der Computerzeitschrift c't. Für ihn liegt die Chance des Internets gerade darin, nichts zu vergessen. Die grundsätzliche Frage laute: Wie halten wir es mit der digitalen Geschichte – der individuellen wie der kollektiven? Und nicht zuletzt gebe es gegen derartige "Vergessens-Versuche" immer auch technische Bedenken.

Mehr bei DRadio Wissen:

Datenschutz - Digitaler Radiergummi - Webschau mit Martina Schulte (11.01.2011)

Internet - Radiergummi digital - Beitrag von Peter Welchering (12.01.2011)

February 21 2010

02mydafsoup-01
[...]

Depuis un an que je piste les exemples de data journalism, je constate que les initiatives françaises sont bien rachitiques et que j’atterris le plus souvent sur des sites anglo-saxons. Avec le nytimes.com, le washingtonpost.com et le guardian.co.uk en pionniers du genre. Les études de cas ci-dessous illustrent assez bien l’état du journalisme de données français par rapport à ce qui se fait aux Etats-Unis, en Grande-Bretagne ou même en Espagne.

[...]
— continuez à lire: "7 études de cas en data journalism et visualisation de données" 20100221 dans Database Journalism


February 20 2010

Live: iRights heute bei Radio Fritz

iRights.info-Redakteurin Valie Djordjevic ist heute zu Gast in der Sendung Trackback von Radio Fritz. Sie erzählt etwas zum brandaktuellen Thema “Datenschutz in sozialen Netzwerken”. Die Sendung geht heute von 18-20 Uhr. Valie Djordjevic ist gegen 19.10 Uhr an der Reihe und hat vor kurzem auch den Text “Meine Daten gehören mir” bei iRights veröffentlicht. Der Text enthält viele Praxistips wie Nutzer von sozialen Netzwerken ihre Daten am besten schützen können.

Die weiteren Themen in der Sendung sind: Piraten – klassisches Parteigehabe? Der Bundespressesprecher der Piratenpartei Simon Lange zu den Vorgängen rund um das Piratenforum; Lebensgefährlich? Chris Guse spielt Chatroulette und hat dort Lisa, Milena und Mario getroffen; CCCSU? Julius erzählt, was wirklich zwischen CCC und CSU läuft; Blogger privat hoch21 von nach21.

Im Live-Stream kann man die Sendung hier hören.
***

January 25 2010

Wollt ihr die totale IT?

  

Neulich sickerte durch, dass die Videoströme aus den unbemannten Flugdrohnen, die über Afghanistan und den pakistanischen Stammengebieten einherschweben, von unbefugter Seite angezapft werden. Ein weiterer bemerkenswerter Hinweis in dem Zusammenhang ist dabei etwas in den Hintergrund getreten: die Unmanned Aerial Vehicles (UAV) sammeln wesentlich mehr Informationen, als die Geheimdienste auswerten können. Einem Bericht der New York Times zufolge haben die Drohnen im vergangenen Jahr bereits dreimal mehr Material aufgezeichnet als noch 2007. Die gesamten Aufnahmen am Stück anzusehen, würde rund 24 Jahre dauern.

 

Je mehr Maschen ein Netz hat…
(Foto: cortneymartin82, Flickr/CC) →

  

Besonders heikel ist, dass die fliegenden Augen nicht nur aufklären sollen, sondern auch Hellfire-Raketen auf Gegner am Boen abschießen. Natürlich gibt es Auswerter-Teams, die den Livestreams aus den UAVs folgen und verdächtige oder interessante Stellen zu einer detaillierteren Nachsichtung markieren. Aber “die Dienste haben immer noch Probleme damit, aus der Datenfülle schlau zu werden.” Das Bildvolumen wird weiter zunehmen, da immer mehr Drohnen eingesetzt werden, die teilweise auch bereits mit mehreren Kameras ausgestattet sind. Fieberhaft wird nach Techniken gesucht, mit denen das Bildmaterial schneller und effektiver gesichtet und kontextualisiert werden kann.

Mehr Technologie! Seit Jahren rufen Sicherheitstechnokraten nach maschineller Hochrüstung, ob beim Militär, bei Geheimdiensten oder in der Öffentlichkeit (meist gleichfalls in Form von Videoüberwachung und bilderkennender Software).

Im Sommer 2005 mußte Glenn Fine, damals Generalinspektor des US-Justizministeriums, dem Senat einen unangenehmen Report vorstellen: Beim FBI hatte sich im Jahr davor der unaufgearbeitete Rückstau von Informationen mit möglichem terroristischen Zusammenhang verdoppelt. Es handelte sich nicht um Informationen erster Priorität, aber das FBI konnte nicht sicher sein, dass die rund 8300 Stunden unübersetzten Abhör-Materials nicht doch irgendwelche Hinweise enthielten, die der Terrorismusbekämpfung dienen könnten.

Im Jahr 2003 waren PowerPoint-Präsentationen als Auslöser von Daten-Tsunamis in Mißkredit geraten: Beim US-Militär liebt man PowerPoint-Präsentationen, und während des Afghanistan-Einsatzes verursachten die oft gigantischen Dateien Staus im Netz. Captain John Wisecup, der einen Verband von Zerstörern im Golf befehligte, verbot als erster das Mailen von PowerPoint-Präsentationen auf seine Schiffe. “Wir haben uns für schlichten, schwarzweissen Text entschieden”, so Wisecup damals.

Die großen Systeme ähneln sich in ihrer digitalen Ineffizienz – in dem Glauben, dass es möglich sei, durch totale Informationsauswertung auch totales Wissen und damit die totale Absicherung vor, beispielsweise, einer Gefahr durch Terroristen zu erreichen. Der Mann, der neulich beinahe ein Flugzeug während der Landung in Detroit in die Luft gejagt hätte, war ohne spektakuläre Tricks durch die Suchraster der Sicherheitsdienste gelangt. Und er war nicht der erste, dem das gelungen ist.

Letztlich führt die massenhafte Produktion von Daten aus vermeintlichen Sicherheitsgründen in eine Endlosschleife – oder in eine Datensammlung, die so gewaltig ist, dass niemand mehr in der Lage sein wird, sie noch sinnvoll zu sichten. Der Begriff “Datenverarbeitung” führt auf verhängnisvolle Weise in die Irre, denn die Maschinen erzeugen vor allem Daten. Ob man es schafft, diese dann auch zu “verarbeiten”, ist, siehe oben, eine offene Frage. Mit Netzen, Rastern und Matritzen ist es wie mit Damenstrümpfen: je mehr Maschen ein Netz hat, desto mehr Löcher hat es auch, automatisch.

   

(Erstveröffentlicht im Blog der Technology Review)


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