Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

September 10 2013

Play fullscreen
Obama's Syria Strike Driven By Oil Interests, Not Concern Over Gas Attacks
Nafeez Ahmed: US and its regional partners have long term interest in region's oil and are using gas attacks as pretext for military action.
Views: 103
15 ratings
Time: 11:44 More in News & Politics

September 09 2013

“World is Happy for Assad to Continue Killing Syrians”

Syrian protesters carry banners calling for international action against the assad regime in kafranbel, idlib, in northern syria. image by majid almustafa. copyright demotix august 30, 2013

Syrian protesters carry banners calling for international action against the Assad regime in Kafranbel, Idlib, in northern Syria. Image by Majid Almustafa. Copyright Demotix August 30, 2013

This post is part of our special coverage Surviving in Syria

Syria just announced that it was ready to put its chemical weapons stockpile under international control – and then destroy them, under a new deal chalked by Russia. Activists say the tactic will buy Syrian president Bashar Al Assad time to continue killing people with all other types of weapons at his disposal.

The deal aims to avert a US strike against Syria, which is being accused of using chemical weapons against Syrian people. According to figures by the United Nations, at least 100,000 people have been killed and more than 2 million have been forced to flee the country since anti-Assad protests started in March, 2011.

Syrian activist Shakeeb Al-Jabri exclaims:

Mauritanian activist Naser Weddady notes:

And BSyria adds:

While Ghazal says that reigning in Assad's use of chemical warfare means that all other weapons are acceptable [ar]:

And now that they have accepted monitoring chemical weapons, it means that we will go back to airforce, artillery and barrels. It isn't a problem how many people die. They will condemn. The most important is that chemical weapons are not used.

In a series of tweets, BBC News Middle East Bureaux chief Richard Colebourn suggests that Russia and Syria may have – obviously – coordinated their action.

He adds:

The move is also posing many questions. Zeina Khodr, Al Jazeera English correspondent, tweets:

While Syrian blogger Anas Maarawi says:

Where did they come up with handing over chemical weapons? The regime is ready to hand over its mother, father and sister in return for retaining power

This post is part of our special coverage Syria Protests

Md. Rep. Chris Van Hollen speaks from 1988 Iraq gas experience in backing Syrian strike - The…

Md. Rep. Chris Van Hollen speaks from 1988 Iraq gas experience in backing Syrian strike - The Washington Post

http://www.washingtonpost.com/local/md-rep-chris-van-hollen-speaks-from-1988-iraq-gas-experience-in-backing-syrian-strike/2013/09/07/1544cb92-174c-11e3-804b-d3a1a3a18f2c_story.html?hpid=z2

“I have always found it cruelly ironic that the United States and the world did nothing when Saddam Hussein actually used chemical weapons against his people, and then wrongly went to war more than 15 years later when Saddam Hussein did not even have any chemical weapons,” Van Hollen said.

Today, Van Hollen wants to make sure Syrian dictator Bashar al-Assad doesn’t escape punishment as Saddam did in 1988. He is helping to lead the effort to round up congressional support to authorize President Obama to carry out air and missile strikes to deter Syria — and others — from using poison gas again.

(...)

Even Nazi dictator Adolf Hitler refrained from using chemical weapons on the battlefield.

“I’m well aware of the argument that this was a bloody civil war in which over 100,000 people have already been killed. Some people ask, ‘What’s the difference?’ ” Van Hollen said.

“But there is a reason that the international community for almost 90 years has banned the use of poison gas. That’s because it’s a weapon of mass destruction that kills indiscriminately,” he said.

He noted that last month’s gas attack killed more people at one time than any other assaults during the Syrian fighting.

(...)

“I strongly believe that if the United States and the international community had taken some action [in 1988], then it would have reined in Saddam Hussein early on, that the failure to act emboldened Saddam Hussein to take reckless action, including the invasion of Kuwait,” Van Hollen said.

#WMD #gas #ADM #Syrie #Irak #Saddam

Menschenrechte versus Völkerrecht?

Mit der Charta der Vereinten Nationen [PDF - 405 KB] versuchten die Staaten am Ende des Zweiten Weltkriegs eine internationale Ordnung zu schaffen, die für immer “die Welt vor der Geißel des Krieges bewahren“ sollte (Präambel). Als wichtigste Grundsätze hierfür gelten zwei Artikel. Nach Artikel 2 Ziff. 4 und Artikel 2 Ziff. 7 der Charta ist Gewalt gegen Staaten also grundsätzlich tabu. Ebenso auch jede Androhung von Gewalt gegen einen Staat. Einzig Art. 51 belässt den Staaten im Falle eines bewaffneten Angriffs „das naturgegebene Recht zur individuellen oder kollektiven Selbstverteidigung.“ Medien und Politik starren nun allerdings immer öfter auf Kapitel VII der Charta, das in der Tat – auch – militärische Zwangsmaßnahmen des Sicherheitsrats (und also explizit nicht etwa einer „Koalition der Willigen“, es sei denn, diese ist vom Sicherheitsrat autorisiert) bei „Bedrohung oder Bruch des Friedens und bei Angriffshandlungen“ zulässt, wenn Maßnahmen zur „Friedlichen Beilegung von Streitigkeiten“ (Kap. VI der Charta) ausgeschöpft sind.
Seit der ersten vom Sicherheitsrat legitimierten „humanitären Intervention“ im Irak im Jahre 1991 wurde das „Interventions-Notwendigkeits-Verständnis“ weiterentwickelt und als Konzept einer „Schutzverantwortung“ in die völkerrechtliche Debatte eingeführt, ohne allerdings bisher von der Vollversammlung der VN beschlossen worden zu sein.
Gerade wenn es um „humanitäre Interventionen“ geht, sind die beiden wichtigsten Frage daher immer: Wie verlässlich sind die Informationen, von wem kommen sie? Und: wer verfolgt welche Interessen? Darüber wird jedoch in aller Regel nicht gesprochen. Von Werner Ruf[*] und Jens Wernicke[**].

Mit der Charta der Vereinten Nationen [PDF - 405 KB] versuchten die Staaten am Ende des Zweiten Weltkriegs eine internationale Ordnung zu schaffen, die für immer “die Welt vor der Geißel des Krieges bewahren“ sollte (Präambel). Als wichtigste Grundsätze hierfür gelten zwei Artikel. Nämlich Artikel 2 Ziff. 4 der Charta, in dem es heißt:

„Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt.“

Und Artikel 2 Ziff. 7. Hier heißt es:

„Aus dieser Charta kann eine Befugnis der Vereinten Nationen zum Eingreifen in Angelegenheiten, die ihrem Wesen nach zur inneren Zuständigkeit eines Staates gehören, oder eine Verpflichtung der Mitglieder, solche Angelegenheiten einer Regelung auf Grund dieser Charta zu unterwerfen, nicht abgeleitet werden; die Anwendung von Zwangsmaßnahmen nach Kapitel VII wird durch diesen Grundsatz nicht berührt.“

Prinzipielle Ächtung des Krieges

Gewalt gegen Staaten ist also grundsätzlich tabu. Ebenso auch jede Androhung von Gewalt gegen einen Staat. Mit dieser Ächtung des Krieges als Mittel der Politik endete die seit Thomas von Aquin (1225 bis 1274) in den internationalen Beziehungen herrschende Lehre vom „Gerechten Krieg“. Einzig Art. 51 belässt den Staaten im Falle eines bewaffneten Angriffs „das naturgegebene Recht zur individuellen oder kollektiven Selbstverteidigung.“ Doch selbst dieser Bestimmung folgt ein Halbsatz, der bei Verweisen auf den Artikel 51 meist verschwiegen wird: „bis der Sicherheitsrat die zur Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit erforderlichen Maßnahmen getroffen hat.“ Dies heißt, sobald sich der Sicherheitsrat mit dem Konflikt befasst, erlischt auch das Recht auf Selbstverteidigung. Die Verpflichtung zur Herstellung der Ordnung geht auf den Sicherheitsrat über.

Wolfgang Gehrke, Bundestagsabgeordneter der Linkspartei, hat also vollkommen Recht, wenn er verlauten lässt:

„Eine Militärintervention der USA gegen Syrien wäre politisch verheerend, moralisch falsch und völkerrechtswidrig. Bereits mit der Androhung des Angriffs verstößt Präsident Obama gegen das Völkerrecht, das Bestrafung, Vergeltung oder Abschreckung als Grundlage für Militärinterventionen nicht kennt.“

Medien und Politik starren nun allerdings immer öfter auf Kapitel VII der Charta, das in der Tat – auch – militärische Zwangsmaßnahmen des Sicherheitsrats (und also explizit nicht etwa einer „Koalition der Willigen“, es sei denn, diese ist vom Sicherheitsrat autorisiert) bei „Bedrohung oder Bruch des Friedens und bei Angriffshandlungen“ zulässt. Übersehen oder übergangen wird hierbei jedoch, dass die Vereinten Nationen in Kap. VI der Charta ein ganzes Arsenal von Maßnahmen zur „Friedlichen Beilegung von Streitigkeiten“ besitzen. Diese sollen (und könnten) zunächst ausgelotet werden, bevor zu gewaltförmigen Maßnahmen gegriffen wird.

Soweit zumindest die Theorie und das Völkerrecht. Denn auch im Zeitalter der Bipolarität gab es immer wieder mehr oder weniger zumindest indirekte Interventionen in die Angelegenheiten anderer Staaten wie beispielsweise die Unterstützung der nicaraguanischen Contras durch die USA oder die so genannte Breschnew-Doktrin von der „eingeschränkten Souveränität der sozialistischen Staaten“, die die Intervention der Warschauer Vertragsstaaten legitimieren sollte.

„Humanitäre Intervention“

Die erste vom Sicherheitsrat legitimierte „humanitäre Intervention“ findet sich jedoch erst im Augenblick des Austritts der ehemaligen Sowjetunion aus der Weltgeschichte, in jener Resolution 688 des UN-Sicherheitsrats vom 5. April 1991, die den Irak dazu verurteilte, „internationalen humanitären Organisationen sofortigen Zugang zu allen hilfsbedürftigen Personen in allen Teilen des Landes“ zu gewähren.

Damit wurde erstmals Art. 2.7 außer Kraft gesetzt, denn hier wurde die Ermächtigung gegeben, in die inneren Angelegenheiten eines Mitgliedsstaates einzugreifen. USA, Frankreich und Großbritannien verfügten denn auch – allerdings einseitig und ohne Beschluss des Sicherheitsrats – sogenannte Flugverbotszonen mit der fadenscheinigen Begründung, dies sei für die Sicherung des Zugangs der Hilfsorganisationen notwendig.

Seither hat das „Recht hat auf humanitäre Intervention“ eine steile Karriere hinter sich gebracht. Höhepunkte der Argumentation für ein solches Recht waren bisher der Völkermord in Ruanda und der von der UN nicht autorisierte Krieg gegen (Rest-)Jugoslawien. Heute wissen wir, dass Frankreich an der Vorbereitung der Schlächtereien in Ruanda erheblichen Anteil hatte[1] und dass jenes „Massaker von Racak“ im Kosovo, das zum Auslöser des Krieges gemacht wurde, nichts anderes als eine gezielte Inszenierung zur Kriegslegitimation war. Dies hat der deutsche General Heinz Loquai, der als OSZE-Beobachter vor Ort war, in zwei Büchern eindrücklich beschrieben. Erinnern müssen wir uns aber auch an jene Horrorszenarien, die irakische Soldaten zeigten, wie sie in Kuweit Babys aus ihren Brutkästen rissen und zertrampelten – und die nichts anderes als die üble Inszenierung einer PR-Firma waren, um vor dem US-Kongress, in der die Tochter des kuweitischen Botschafters als Kronzeugin und Krankenschwester auftrat, Kriegszustimmung zu erheischen. Die Show wirkte und der Kongress stimmte dem Krieg gegen Saddam Hussein – „dem neuen Hitler“, wie er damals oft genannt wurde – zu.

Responsibility to Protect

Inzwischen wurde das „Interventions-Notwendigkeits-Verständnis“ weiterentwickelt und als Konzept einer „Schutzverantwortung“ (Responsibility to Protect, kurz R2P) in die völkerrechtliche Debatte eingeführt. Dieses unter Vorsitz des kanadischen Außenministers entwickelte Konzept wurde von der Vollversammlung der Vereinten Nationen behandelt, aber nicht – wie von interessierte Seite immer wieder behauptet wird – beschlossen, sondern an den Sicherheitsrat überwiesen, der sich bisher jedoch noch nicht explizit darauf berufen hat. Selbst in seiner Resolution 1973, die die Flugverbotszonen über Libyen verfügte, hat er sich nicht ausdrücklich auf dieses Konzept berufen, auch wenn er eine zentrale Formel des Konzepts in die Begründung für die Erlaubnis der Gewaltanwendung gegen Libyen übernahm, nämlich die Berufung auf eine „Schutzverantwortung“, die dann eintrete, wenn „Staaten nicht in der Lage oder willens sind, die eigene Bevölkerung zu schützen“.

Dass dann die Interventionsmächte Frankreich und England nicht etwa nur eine „Flugverbotszone“ einrichteten, sondern sofort libysche Truppen am Boden bombardierten, dass in den Medien gierig z.B. die Behauptung des qatarischen Sender al-jazeera aufgegriffen wurde, Gaddhafi habe an seine Truppen Potenzmittel verteilt, damit sie Massenvergewaltigungen begehen sollten. All das diente französischen und britischen Interessen, die in der aktiven und durchaus erfolgreichen Afrika-Politik Gaddhafis ihre neokolonialen Positionen gefährdet sahen. Deshalb mutierte die „Einrichtung einer Flugverbotszone“ auch sofort zu einem Angriffskrieg gegen Libyen. Das Mandat des Sicherheitsrates wurde jedenfalls weit überschritten.

Das ging sogar so weit, dass die inzwischen längst widerlegten Behauptungen vom Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs Moreno Ocampo in den internationalen Haftbefehl gegen Gaddhafi übernommen wurden. Wie viele Zivilisten dann in den Bombenkriegen gegen Jugoslawien oder Libyen umgebracht wurden – im letzteren Falle soll sich die Zahl der Opfer auf bis zu 100.000[2] belaufen – interessiert inzwischen aber kaum noch jemand.

Wenn es um humanitäre Interventionen geht, sind die beiden wichtigsten Frage daher immer: Wie verlässlich sind die Informationen, von wem kommen sie? Und: wer verfolgt welche Interessen? Darüber wird jedoch in aller Regel nicht gesprochen. Warum sind die Schlächtereien im Ost-Kongo, bei denen in den letzten Jahren weit mehr als 100.000 Menschen grausam zu Tode kamen, kein Thema. Warum wurden Hussein und Gaddhafi, die langjährigen Freunde des Westens, plötzlich zu den schlimmsten Diktatoren der Welt, gegen die es das Menschenrecht zu verteidigen galt? Nicht vielleicht doch, weil es dort auch um „unser“ Erdöl und „unser“ Coltan oder um geostrategische Interessen ging? Warum wurde der Einsatz von weißem Phophor in Falludja (Irak) sowie im Gaza-Streifen nicht als Kriegsverbrechen benannt? Was war mit dem Einsatz von Napalm und Agent Orange in Vietnam, unter dessen das Erbgut verändernden Folgen die Menschen dort heute noch leiden?

Internationale Interessen und öffentliche Desinformation

In der Hysterie der Debatte und der Produktion von (Des-)Informationen zu Syrien herrscht inzwischen längst die Formel „Der Diktator ermordet sein Volk“ vor. Niemand stellt sich die Frage, warum er das denn wollen, und welchen Sinn das – auch für diesen Diktator – denn überhaupt machen sollte. Richtig ist zwar, dass die Revolten in Syrien nach demselben Schema begannen wie in den übrigen arabischen Ländern. Die Menschen forderten Würde: Brot, sauberes Wasser, menschenwürdige Behausungen – und Freiheit. Die Repressionen des Regimes hieraufhin war fürchterlich (ganz wie der in Bahrein von den Saudis niedergewalzte Aufstand, der bezeichnenderweise weder bei al jazeera noch in den westlichen Medien Beachtung fand). Erwiesen ist jedoch auch, dass spätestens seit Mai 2011 Saudi-Arabien und Qatar die Aufständischen in Syrien mit Geld und teils schweren Waffen versorgen.[3] Nach Angaben des UN-Sondergesandten für Syrien, Lakhdar Brahime, befinden sich derzeit „nicht weniger als 30.000 bis 40.000 ausländische Kämpfer“ in Syrien.[4]

Tatsächlich geht es hier um eine Vielzahl verschiedener Interessen: Die Türkei hegt neo-osmanische Träume von einer Herrschafts- oder Einflusserweiterung, vor allem aber stellen die Kurden eine Herausforderung dar, die im Irak eine quasi-staatliche Autonomie erhalten und im Norden Syriens eine Selbstverwaltung aufgebaut haben. Russland verfügt im syrischen Tartous über den einzigen Kriegshafen außerhalb des Gebiets der ehemaligen Sowjetunion. Eine zentrale Rolle spielt überdies der Iran, der mit dem herrschenden syrischen Regime eng verbunden ist: Der Sturz Assads wäre ein schwerer Schlag für Teheran. Qatar verfolgt das Projekt zum Bau einer Pipeline mit dem Ziel des Anschlusses an das große Pipeline-Projekt Nabucco, das Gas vom Kaspischen Meer nach Europa transportieren soll. Vor allem aber unterstützen und finanzieren Saudi-Arabien und Qatar dhjihadistische Gruppen, die inzwischen – obwohl teilweise untereinander zerstritten – in Syrien einen entscheidenden Gewaltfaktor darstellen.[5] Dabei instrumentalisieren die Despotien am Golf die Gegensätze zwischen Schiiten (Assad, Iran) und Sunniten und versuchen so, religiösen Fanatismus zu fördern und für ihre Interessen einzusetzen.[6]

„Gut gegen Böse“

Das Schema aber, das uns als Erklärung angeboten wird, ist einfach und zudem immer aufs Neue recyclebar: Es gilt, einen „Bösen“ zu entfernen, dessen Vernichtung die Welt wieder zum Guten wenden würde. Zur Rechtfertigung hat man sogar Hitler immer wieder auferstehen lassen: Zuerst am Nil (Nasser), dann in Bagdad (Saddam Hussein) und schließlich in Belgrad (Milosevic). Diese Drohkulissen und Bedrohungsszenarien erklären nichts, sondern verschleiern vielmehr die Interessen, die hinter jedem Konflikt wirklich stehen, vor allem aber: Sie verharmlosen im Nachhinein den deutschen Faschismus – und dienen allzu oft als Totschlagargument, warum Krieg nun „doch“ wieder (und damit sind wir wieder bei Thomas von Aquin angekommen) als „gerecht“ anzusehen sein soll! Denn Gut und Böse, das sind moralische Kategorien, mit denen man Menschen mobilisieren und ihre Zustimmung erreichen kann. Sie haben allerdings nichts mit Recht zu tun. Solche moralischen Begründungen fordern „Bestrafung“, ja Rache: Beides Begriffe, die es im Völkerrecht nicht gibt. Die moralisierende Keule wird dazu benutzt, dass nicht mehr gefragt werden muss, wer in Konflikten wie in Syrien aus welchen Gründen agiert: Die Interessen der untergründigen Hauptakteure Saudi-Arabien, Qatar, Türkei werden nicht mehr hinterfragt, sondern hinter humanitärem Pathos trefflich versteckt.

Soziale Ursachen

So hat tatsächlich auch der Ausbruch des Konflikts in Syrien im Kern soziale Ursachen: Ab 2005 begann das dortige Regime auch unter dem Druck des IWF mit liberalen Reformen und Strukturanpassungen wie insbesondere der Streichung von Subventionen. Dies hatte eine rapide Verarmung vor allem der ohnehin bereits verarmten Landbevölkerung zur Folge und nutzte der kleinen – sunnitischen – Bourgeoisie, die noch immer fest hinter Assad steht. Dies zeigt, dass auch gängige Interpretation eines konfessionellen Konflikts: Sunniten gegen Schiiten (und Christen) nur bedingt zutrifft. Zugleich geht es den Despotien am Golf im Machtkampf im und um den Nahen Osten aber auch um den Sturz der säkularen Regime, also vor allem Tunesien, Ägypten, Irak, Syrien, Libanon, und Algerien, und die Ausbreitung der reaktionären Variante des auf der Arabischen Halbinsel herrschenden wahabitischen Islam. Seine Verbreitung von Tunesien über Libyen und Ägypten bis in den Nahen Osten erscheint den Saudis offenbar als Basis für die Sicherung ihres despotischen Systems. Gerade unter dem Menschenrechtsaspekt erscheint es daher grotesk, dass Saudi-Arabien und Qatar sich hier als Vorkämpfer der Befreiung von Diktaturen gerieren, während der Westen über die in diesen Ländern alltäglich stattfindenden Menschenrechtsverletzungen großzügig hinwegsieht. Nicht zufällig erklärt Verteidigungsminister de Maizière deshalb wohl auch: „Saudi-Arabien ist ein Anker der Stabilität.“[7]

Krieg für die Menschen(-rechte)?

Die bitteren geschichtlichen Erfahrungen mit „humanitären Interventionen“ in der letzten Dekade sollten uns allen eine Lehre sein: Afghanistan (nach Abzug der Kampftruppen), Irak und Libyen sind heute zerfallende Staaten, in denen anarchische Gewalt herrscht, sie sind zu Horten des angeblich bekämpften internationalen Terrorismus geworden. Es scheint so, als hätten unsere politisch Verantwortlichen noch nicht einmal den preußischen Kriegstheoretiker Clausewitz gelesen: Denn wenn Krieg die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln ist, dann ist heute mehr denn je zu fragen, welche politischen Ziele tatsächlich mit Kriegen verfolgt werden, die die Menschenrechte als Begründung bemühen.

(Russland hat Eigeninteressen, die USA haben sie nicht)
ZDF: “Obama geht es in Syrien ja nur um die Menschenrechte”

Denn: Gerade wenn es um Menschenrechte ginge, müsste Diplomatie zum Einsatz kommen, müssten alle außenpolitischen Mittel genutzt werden, dann müsste verhandelt werden – und zwar auch mit den indirekt Beteiligten wie Türkei und Iran. Vor allem müsste die aktive Unterstützung jener ausländischen Kämpfer durch Saudi-Arabien, Qatar und die Türkei beendet werden, die nichts anderes als eine schlecht verdeckte ausländische Intervention darstellt.

Festzuhalten ist: Die bisherigen Militärinterventionen, meist getarnt als „humanitäre Interventionen“, zeigen in aller Deutlichkeit, dass sie nicht nur ein Vielfaches an Menschenleben gekostet haben, sie haben für die dortige Bevölkerung auch in keiner Weise Lösungen, Freiheit, Frieden, Gerechtigkeit etc. gebracht, sondern Länder wie Afghanistan, Irak, Libyen in ein Chaos rivalisierender Milizen und radikaler Kämpfer gestürzt, das täglich hohe Opfer gerade auch unter der Zivilbevölkerung fordert.

Gründe und Bedingungen hinterfragen

Und: Wollte man das Menschenrechtsargument wirklich ernst nehmen, dann müsste man bei den strukturellen Gewaltverhältnissen beginnen, die unseren Planeten beherrschen: So benennt die Europäische Sicherheitsstrategie (ESS 2003) Hunger und Elend als Ursachen der Gewalt: Wenn jährlich 45 Mio. Menschen an Hunger sterben, wenn alle zehn Sekunden ein Kind an Hunger stirbt, dann leben wir in einer Welt, die Jean Ziegler zu Recht eine „kannibalische Ordnung“ nennt. So zieht dann die ESS aus ihrer zutreffenden Lageanalyse die Folgerung, dass Elend Instabilität verursacht, weshalb man „präventiv intervenieren“ (die UN-Charta lässt grüßen) müsse, um „Schlimmeres zu verhüten“. So gesehen müsste die humanitäre Intervention schon an den Getreidebörsen beginnen, wo, wenn beispielsweise in Somalia eine Hungersnot ausbricht, die Weizenpreise auf das Drei- oder Vierfache steigen.

Visualization of every protest on the planet since 1979

Die Instrumentalisierung von Elend und Gewalt, die Ursachen der arabischen Revolten waren und auch in Syrien die ersten Proteste auslösten, kann keine Lösung sein. Wer die Welt verbessern will, muss die Ursachen der Konflikte bekämpfen, nicht ihre Folgen erschießen – ganz gleich, wer gerade als „der Böse“ erkoren wird. Das aber hieße, den Kampf gegen die „kannibalische Ordnung“ des Neoliberalismus bei uns zu beginnen. Sonst bleibt die böse Vermutung, die Berufung auf die Menschenrechte diene nur der Aushöhlung des bestehenden Völkerrechts um – ganz in der Tradition der „gerechten Kriege“ – die Gewalt wieder zum Mittel der Politik zu machen und Kriege dann wieder führbar zu machen, wenn sie im Interesse der mächtigen Staaten und der dort herrschenden Interessen liegen. Das (selektive!) Beschwören der Menschenrechte entpuppt sich letztlich als durchsichtiges Manöver, das Krieg in der Öffentlichkeit wieder legitimieren soll.


[«*] Werner Ruf ist emeritierter Professor mit dem Arbeitsschwerpunkt Internationale und intergesellschaftliche Beziehungen und Außenpolitik.

[«**] Jens Wernicke ist Kultur- und Medienwissenschaftler sowie freier Journalist und hat über das Thema Kriegspropaganda und -rhetorik [PDF - 2.0 MB] gearbeitet.

[«1] Schmid, Bernhard: Frankreich in Afrika, Münster 2011, insbes. S. 95 – 135. S. auch Grund, Sabine: Ruanda: Der zweifache Völkermord. In: Blätter für deutsche und Internationale Politik Heft 5/2008, S. 22 – 24. Sehr informativ auch hier. [05-09-13].

[«2] So die in London erscheinende International Business Times [06-09-13].

[«3] Jay, Paul: Was ist los mit Al Jazeera? In: Inamo Nr. 70, Sommer 2012, S. 43 – 46.

[«4] The Daily Star – Brahimi tells Security Council: Syria situation hopeless [06-09-13].

[«5] International Crisis Group: Tentativ jihad: Syria_s Fundamentalist opposition. Middle East Report Nr. 131, 12. October 2012. [PDF - 3.1 MB] [06-09-13].

[«6] Ausführlicher dazu s. Ruf, Werner: Revolution und Konterrevolution in Nahost. In: Edlinger, Fritz/ Kraitt, Tyma (Hrsg.): Syrien. Hintergründe, Analysen, Berichte. Promedia Wien, 2013, S. 157 – 174.

[«7] FR-Online – Panzer-Deal – Regierung nennt Saudi-Arabien “Stabilitätsanker” [06-09-13].

flattr this!

Militärschlag gegen Syrien – Die hinterhältige Taktik der Kanzlerin

Militärschlag gegen Syrien – Die hinterhältige Taktik der Kanzlerin
Merkels Regierungskunst besteht darin, dass sie sich bei jeder politischen Aussagen ein Hintertürchen offenhält, durch das sie das Gegenteil des Gesagten rechtfertigen kann. Merkel hat sich bei all ihren nur auf die ablehnende Stimmung innerhalb der Bevölkerung abhebenden Absagen zu einem Militärschlag gegen Syrien immer hintenherum eine Ausflucht offen gelassen. Eine solche Taktik, dem Mehrheitswillen zu entsprechen und hintenherum das Gegenteil zu tun, nennt man üblicherweise hinterhältig. Von Wolfgang Lieb.

In meinem Betrag über das sog. „Kanzler Duell“ habe ich geschrieben: „Merkel gab vermeintlich klare Antworten, indem sie sich aber immer ein Hintertürchen offen hielt, aus dem sie im Zweifel entwischen kann.“ So auch bei der Frage eines Militäreinsatzes in Syrien.

Maybrit Illner fragte: „Wird sich Deutschland an einem Militärschlag gegen Syrien beteiligen, Ja oder Nein?“
Darauf Merkel: „Nein, Deutschland wird sich nicht beteiligen und Deutschland wird sich im Übrigen auch nur beteiligen, wenn es ein Nato-Mandat oder ein UN-Mandat oder ein europäisches Mandat“ gibt.

Ich habe über diese Äußerung gemutmaßt, dass wenn es ein Nato-Mandat oder ein „europäisches Mandat“ gäbe, die „Sache“ für Merkel anders aussähe.

Nachdem Merkel auf dem Gipfel in Petersburg, anders als Großbritannien, Frankreich, Italien und als ständiger Gast beim G 20 auch Spanien (sowie die Türkei und Japan als Nichteuropäer) eine von den USA vorgelegte Erklärung zu Syrien nicht unterschrieben hat, hätte man noch glauben können, dass Merkels „No“ gelte. Doch schon einen Tag später auf dem Treffen der 28 EU-Außenminister in Vilnius hat Deutschland die Petersburger Syrien-Erklärung von 11 G 20-Staaten aber unterzeichnet.

Es gibt also nun das von Merkel im „Duell“ angedeutete „europäische Mandat“. Die Bundesregierung hat der US-Erklärung zugestimmt, nicht etwa, weil Deutschland sich sonst möglicherweise von seinen europäischen Nachbarn isoliert hätte, nein – umgekehrt -, weil die Kanzlerin „alles“ dransetzte, „eine gemeinsame Position der 28 zu bekommen“.

Sie rühmte sich sogar noch für diesen taktischen Winkelzug, in Petersburg nein zu sagen und in Vilnius ein Ja der Europäer – die in dieser Frage keineswegs einheitlicher Meinung waren – herbeigeführt zu haben. Sie hat dafür ein neues Hintertürchen gefunden: „Ich finde es nicht in Ordnung, wenn fünf große Länder ohne die 23, die nicht dabei sein können, schon einmal eine gemeinsame Position verabschieden, wissend, dass 24 Stunden später diese 28 alle zusammensitzen“, sagte Merkel am Sonntag bei CDU-Wahlkampfveranstaltung in Düsseldorf.

In der „Bild am Sonntag“ wird Merkel nach wie vor zitiert: “Deutschland wird sich an einem militärischen Einsatz in Syrien nicht beteiligen. Wir setzen uns dafür ein, dass die Weltgemeinschaft im UN-Sicherheitsrat endlich eine einheitliche Haltung einnimmt“.

Das Eintreten für eine einheitliche Haltung im UN-Sicherheitsrat, muss vor dem Hintergrund der eindeutigen Gegnerschaft der ständigen Sicherheitsratsmitglieder Russland und China gegen einen Militärschlag in Syrien aber gleichfalls nur wieder als eine Ausflucht betrachtet werden, die politisch nichts kostet und auch nichts wert ist. Merkel hat auf dem G 20 in Petersburg weder mit dem russischen Präsidenten Putin noch mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping gesprochen oder sprechen können. Auch da waren ihre großspurigen vorherigen Ankündigungen nur Schall und Rauch.

Immerhin, so könnte manche sagen, lehnt Merkel eine Beteiligung an einem Militäreinsatz gegen Syrien ab. Aber haben die USA jemals Deutschland um eine militärische Beteiligung für ihre geplanten Raketenbombardements gebeten?

Das ist eine Absage, auf die (jedenfalls bisher) nie eine Zusage erwartet wurde. Die Frage, ob die seit langem im östlichen Mittelmeer kreuzenden deutschen Spionageschiffe, ob das Patriot-Flugabwehrsystem der Bundeswehr in der Türkei, ob die fliegenden deutschen Radarsysteme AWACS nicht schon längst an den amerikanischen Vorbereitungen für einen Militärschlag „beteiligt“ sind und beteiligt bleiben werden, bleibt außen vor. Ehrlich wäre, wenn Merkel antworten würde, dass auch diese Unterstützung nicht in Frage kommt. Aber auch dieses Hintertürchen lässt Merkel offen. Schließlich muss sie alles versuchen, sich bis zum Wahltag um eine Entscheidung herumzudrücken, die in der Bevölkerung auf mehrheitliche Ablehnung stieße.

Entscheidend ist aber etwas ganz anderes. Obama und Kerry ist klar, dass sie keine Zustimmung für einen Militärschlag im UN-Sicherheitsrat bekommen werden. Selbst die Zustimmung im Kongress ist ungewiss und die Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung ist (noch immer) dagegen. Wenn es schon keine politische und schon gar keine völkerrechtliche Basis oder kein UN-Mandat geben kann, so sucht die US-Regierung wenigstens um die politische Unterstützung von möglichst vielen Staaten und dabei vor allem der europäischen.

Und genau um diese Unterstützung der 28 Europäischen Länder zu erreichen, hat Merkel „alles drangesetzt“.

Merkel wird sich natürlich darauf berufen, dass in der von der US-Regierung formulierten Syrien-Erklärung ein Militärschlag nicht ausdrücklich erwähnt ist. Da ist nur von einer „starken internationalen Antwort“ („a strong international response“) die Rede. Aber mehr hat die US-Regierung auch schon in Petersburg nicht verlangt. Ihr reicht diese Formel zur Legitimation ihrer militärischen Einsatzpläne aus.

Da Obama fest entschlossen ist, einen Militärschlag zu führen, wäre es doch eine offenkundige Täuschung, wenn die USA eine solche Erklärung den G 20-Staaten und den Europäern vorlegten, damit sich diese in dem (frommen) Glauben wiegen könnten, es gäbe noch eine politische Alternative zu einem Militäreinsatz.

Der US-Außenminister kam doch erklärtermaßen nur deshalb nach Vilnius, um für eine Militärintervention zu „werben“ und er zeigte sich „ermutigt“ von der Forderung seiner EU-Kollegen nach einer „starken Antwort“ auf den Chemiewaffeneinsatz: „”Wir sind sehr dankbar für die starke Erklärung nach diesem Treffen“. Er betrachtet diese Erklärung ganz selbstverständlich als Zustimmung zu den amerikanischen Einsatzplänen: Die Zahl der Unterstützer liege mittlerweile im „zweistelligen Bereich“ verkündete Kerry voller Stolz.

Und auch Außenminister Westerwelle sagte ganz offen, dass Deutschland nun doch der Syrien-Strategie der USA folgen wolle.

Die Europäer haben mit der Unterzeichnung dieser Erklärung auch die amerikanische Version übernommen, dass es die syrische Regierung war, die für den Chemiewaffenangriff vom 21. August verantwortlich war. Obwohl von amerikanischer Seite dafür immer noch keine eindeutigen Beweise auf den Tisch gelegt worden sind und ohne dass bisher den Aussagen selbst amerikanischer Geheimdienstleute oder den Erkenntnissen deutscher Abhör-Spezialisten oder anderen ernst zu nehmenden Quellen nachgegangen worden wäre, die besagen, dass Assad nicht für den Einsatz chemischer Waffen verantwortlich war, sondern möglicherweise gegen dessen Regime kämpfende Gruppen oder welche Kräfte auch immer.

Merkel und Westerwelle spiegeln aber immer noch vor, als setzten sie auf einen „politischen Prozess“. Und sie erklären es darüber hinaus als ihren politischen Erfolg, dass den UN-Chemiewaffeninspekteuren die Gelegenheit geboten werden soll, „ihre Erkenntnisse wirklich vorzulegen“.

Doch erstens ist in der Erklärung nur davon die Rede, dass die „fact finding mission“ ihre Ergebnisse so bald wie möglich dem UN-Sicherheitsrat vorlegen möge, ohne dass allerdings ein Militärschlag davon abhängig gemacht würde. Und zweitens hatten die Inspekteure weder den Auftrag noch – nach aller Wahrscheinlichkeit – die Möglichkeit aufzuklären, wer – wenn (was wohl gar nicht mehr bestritten ist) Chemiewaffen eingesetzt wurden – verantwortlich für diese Gräueltat gewesen ist.

Auch hier ist erkennbar nur ein weiteres Hintertürchen eingesetzt worden, denn die amerikanische Regierung hat sich keineswegs verpflichtet, ihre schon getroffene Entscheidung von den Erkenntnissen der UN-Inspektoren abhängig zu machen oder zu revidieren.

In Wirklichkeit ist die Aussage von Merkel, Deutschland werde sich an einem Militärschlag gegen Syrien nicht beteiligen, reine Augenwischerei. Die Kanzlerin und ihr Außenminister haben im Gegenteil wesentlich dazu beigetragen, dass Europa eine amerikanische Militärintervention politisch unterstützt und sie haben sich damit in eine „Koalition der Kriegswilligen“ (Jan van Aken, außenpolitischer Sprecher der Linkspartei) eingereiht, die einen ohne UN-Mandat völkerrechtswidrigen Kriegseinsatz der Amerikaner (und vielleicht noch anderer Staaten) politisch legitimieren soll.

Wie hier nachgezeichnet wurde, haben sich Merkel und ihr Außenminister bei all ihren nur auf die ablehnende Stimmung innerhalb der Bevölkerung abhebenden beschönigenden Erklärungen immer hintenherum eine Ausflucht offen gelassen. Eine solche Taktik, mit Worten dem Mehrheitswillen zu entsprechen und hintenherum das Gegenteil zu tun, nennt man üblicherweise hinterhältig.

Wer nun aber darauf gehofft hätte, dass diese hinterhältige Taktik von SPD und Grünen aufgedeckt und öffentlich angeprangert würde, muss enttäuscht feststellen, dass das Gegenteil der Fall ist. Wie üblich kritisieren diese Oppositionsparteien nur das Vorgehen, also das Hin und Her der Kanzlerin als „Totalausfall der deutschen Außenpolitik“ (Gabriel). Beklagt wird nicht, dass die Erklärung der US-Regierung von der Bundesregierung unterschrieben worden ist, sondern dass zu spät unterzeichnet worden sei. „Die Bundesregierung hat aus wahltaktischen Überlegungen gezögert, das Papier zu unterschreiben und ist damit schon wieder einen Sonderweg gegangen“, kritisierte der SPD-Außenpolitiker Gernot Erler – gerade so als könne er sich an den „Sonderweg“ Schröders beim Überfall der Koalition der Willigen auf den Irak nicht mehr erinnern.

Auch die Grünen wollen offenbar das miese taktische Spiel Merkels nicht aufdecken. Ihrer Vorsitzenden, Claudia Roth, fiel nichts Besseres ein, als Merkel einen „abenteuerlichen Zickzackkurs“ vorzuwerfen. Distanziert von den Inhalten der US-Erklärung hat sich bis auf die Linke, keine der Oppositionsparteien.

Entgegen seinen relativ mutigen Äußerungen im Kanzlerduell ist auch der Herausforderer der Kanzlerin, Peer Steinbrück, wieder eingeknickt: „So tragisch es ist, (…) ich kann mir im Augenblick keine Aktion vorstellen, die das Leid in Syrien innerhalb kurzer Zeit abstellt“. “Ich kann nicht erkennen, dass eine zweitägige militärische Strafexpedition in Syrien irgendetwas zum Besseren für die Menschen bringt“, sagte er tränenrührend. Zur Unterzeichnung der Syrien Erklärung durch die Bundesregierung selbst hatte er offenbar nichts zu sagen.

flattr this!

Canut-infos du jeudi 5 septembre

Canut-infos du jeudi 5 septembre
http://blogs.radiocanut.org/canutinfos/2013/09/05/canut-infos-du-jeudi-5-septembre-2013

http://rezo.net/squelettes-dist/puce.gif

1h d’information indépendante sur l’international, la France et l’environnement : Israël & Palestine : mosquée Al Aqsa + destruction de maison à Jéricho Répression / Censure / Tunisie : En cavale face une nouvelle atteinte à la liberté d’expression – Russie : Encore des expos censurées Syrie + Egypte J’aime ma boite / Thaïlande : Travail forcé de pêcheurs / OIT Ça vous étonne ? Capitalisme : USA, les patrons les mieux payés sont parfois des escrocs Bonne nouvelle : la France recule au classement du (...)

Play fullscreen
The Countries Pulling the Strings in the Syrian Civil War
After a recent visit to Syria, Patrick Cockburn discusses the involvement of Saudi Arabia, Qatar, Turkey the US and Russia in the Syrian civil war.
Views: 36
1 ratings
Time: 07:10 More in News & Politics

September 08 2013

Sous la Syrie, le Hezbollah. – En point de Mire – Actualité et Flashback

Sous la Syrie, le Hezbollah. – En point de Mire – Actualité et Flashback
http://www.renenaba.com/sous-la-syrie-le-hezbollah

http://www.renenaba.com/wp-content/uploads/2013/09/manif.png

Sous la Syrie, le Hezbollah ; ou la lutte souterraine entre Bandar, le capo di capo de contre-révolution arabe, et Hassan Nasrallah, le « seigneur de la résistance ».
René Naba | 08.09.13 | Paris

« Il ne saurait y avoir de victoire politique possible sans une victoire culturelle préalable » (Antoine Gramsci).

Légende : « De Gaza, un salut au seigneur de la résistance libanaise, Sayyed Hassan Nasrallah » (Journal libanais Al Akhbar 04.O9.13/

Paris-Sous la Syrie, le Hezbollah. Tel est l’objectif sous-jacent de la stratégie saoudo américaine dans la nouvelle épreuve de force contre le pouvoir baasiste suscitée par la controverse sur l’usage des armes chimiques en Syrie. Cauchemar de l’Occident, bête noire des Saoudiens et des Israéliens, le Hezbollah fait l’objet d’une manœuvre d’étranglement visant à neutraliser la seule structure arabe à tenir tête tout à la fois aux Etats-Unis, à Israël et à la dynastie wahhabite.

Le seul à constituer une menace directe pour Israël en ce qu’il est seul acteur arabe disposant d’une base opérationnelle limitrophe d’Israël, à l’exception de la Syrie, hors service du fait d’une guerre intestine, et du Hamas, en phase d’égarement révolutionnaire dans la foulée de son ralliement aux pétromonarchies du Golfe et l’installation de son quartier général à Doha (Qatar), à 30 km de la base américaine du Centcom.
Des trois partenaires de l’axe de la contestation à l’hégémonie israélo-américaine (Iran, Syrie, Hezbollah), l’axe subliminale du mal dans la stratégie atlantiste, le 3me acteur présente le meilleur rendement en terme de rapport qualité prix, la meilleure rentabilité opérationnelle en terme d’efficacité en ce que l’Iran (80 millions d’habitants, puissance du seuil nucléaire et autonome géographiquement) constitue un aléa stratégique pour une attaque occidentale et la Syrie, un aléa politique, pour les multiples répercussions que l’effondrement du pouvoir d’état pourrait entrainer pour son environnement.

#Syrie

Il y a des preuves mais elles doivent rester scrètes... Chemical attacks in Syria. Where's the…

Il y a des preuves mais elles doivent rester scrètes...

Chemical attacks in Syria. Where’s the proof Assad was responsible? - CSMonitor.com
http://www.csmonitor.com/USA/Foreign-Policy/2013/0908/Chemical-attacks-in-Syria.-Where-s-the-proof-Assad-was-responsible

In his initial statement ten days ago about the use of chemical weapons in Syria, Secretary of State was adamant about who was to blame for an attack in the suburbs of Damascus that he said killed 1,429 people, including 426 children.

“We know where the rockets were launched from, and at what time,” Sec. Kerry said, citing but not detailing intelligence reports. “We know where they landed, and when. We know rockets came only from regime-controlled areas, and went only to opposition-controlled or contested neighborhoods.”
 
“We know that a senior regime official who knew about the attack confirmed that chemical weapons were used by the regime,” Kerry added.

In blasting what she called a “blatant violation of international law, a war crime and a crime against humanity,” European Union foreign policy chief Catherine Ashton also pointed a finger at Assad for the Aug. 21 chemical attack.
”[The Syrian government] is the only one that possesses chemical weapons agents and the means of their delivery in a sufficient quantity," she said Saturday.

Want your top political issues explained? Get customized DC Decoder updates.

Some members of Congress have received classified intelligence briefings, presumably including evidence the Obama administration knows it needs to provide if it’s to win congressional authorization for the use of US military force in Syria.

But publicly, at least, the White House has yet to make its case in any detail, and its latest comments haven’t clarified things.

On Sunday, White House chief of staff Denis McDonough said a “common-sense test” rather than “irrefutable, beyond-a-reasonable-doubt evidence” makes the Syrian government responsible.

“We’ve seen the video proof of the outcome of those attacks,” Mr. McDonough said on CNN’s “State of the Union.”

“All of that leads to a quite strong common-sense test irrespective of the intelligence that suggests that the regime carried this out,” he said. “Now do we have a picture or do we have irrefutable beyond-a-reasonable-doubt evidence? This is not a court of law and intelligence does not work that way. So what we do know and what we know the common-sense test says is [Assad] is responsible for this. He should be held to account.”

Part of the problem for Obama is that showing US evidence in greater detail could reveal sources and methods of intelligence gathering – a problem all administrations have faced over the years, whether it has to do with signals gathering and code breaking, satellite photos, or spies on the ground.

1 | 2
Next

L'étrange destin des alaouites syriens

Le régime de M. Bachar Al-Assad s'appuie sur une violence sans limites, mais aussi sur la crainte qu'inspire aux minorités, et en premier lieu aux alaouites, la montée d'un islamisme sunnite djihadiste et la terreur des représailles qu'implique leur appartenance au clan Assad. / Syrie, Histoire, (...) / Syrie, Histoire, Islam, Minorité nationale, Religion, Société, Répression - 2013/01

Syrie : les services de santé se mobilisent dans la perspective de frappes occidentales - Syrie -…

Syrie : les services de santé se mobilisent dans la perspective de frappes occidentales - Syrie - RFI
http://www.rfi.fr/moyen-orient/20130908-syrie-services-sante-mobilisent-perspective-frappes-occidentales
http://www.rfi.fr/aef_player_popup/rfi_player#

Oubaida al-Moufti
Médecin membre l’Union des organisations syriennes de secours médicaux

On se prépare dans tous les hôpitaux à une éventuelle frappe, parce qu’on sait bien qu’il y aura des civils qui seront touchés. On est en train de faire des stocks de matériel médical et de médicaments, et de s’organiser au niveau de la répartition médicale...

Quels sont les préparatifs dans les hôpitaux français pour l’accueil des blessés syriens mr le président de la R.F. ?

Syrie : la ville chrétienne de Maaloula aux mains des rebelles et des jihadistes d'al-Nosra | À La…

Syrie : la ville chrétienne de Maaloula aux mains des rebelles et des jihadistes d’al-Nosra | À La Une | L’Orient-Le Jour
http://www.lorientlejour.com/article/831990/syrie-la-ville-chretienne-de-maaloula-aux-mains-des-rebelles-et-des-j

Syrie : la ville chrétienne de Maaloula aux mains des rebelles et des jihadistes d’al-Nosra

Ville symbole pour les chrétiens d’Orient, Maaloula (50 kms au nord de Damas, assez près de l’autoroute Damas/Alep) fait déjà l’objet d’une bataille de communication. Les combats s’y déroulent depuis mercredi 4, avec des annonces de victoire tour à tour par les uns ou les autres. Al-Arabiyya, chaîne saoudienne très pro-rebelles, donne sa version des faits (http://www.alarabiya.net/ar/arab-and-world/syria/2013/09/08/%D8%A7%D9%84%D9%82%D8%B5%D8%A9-%D8%A7%D9%84%D9%83%D8%A7%D9%85%D9%84%D8%A9), expliquant en gros que les bombardements sont le fait de l’armée régulière, que les assaillants ont donné l’ordre de respecter les églises et de rassurer leurs « frères chrétiens ». Mieux, le régime a envoyer les fameux « chabbihas » déguisés en islamistes pour perpétrer des exactions qui seront ensuite mises sur le dos des combattants rebelles...

Pas impossible qu’on en reparle...

Syrie : continuer à réfléchir ?

#Syrie : continuer à réfléchir ?
http://reflets.info/syrie-continuer-a-reflechir

Des articles traitant de la propagande, dont un à propos de la Syrie et de Meyssan, mais aussi au sujet de l’influence de masse, ont été publiés sur Reflets. Ces sujets sont centraux si l’on veut continuer à comprendre le monde actuel. Et l’information qui nous parvient. Pour éviter de plonger dans une vaste bouillie intellectuelle […]

A Political Solution in Syria : The Readership's View | Qifa Nabki

A Political Solution in Syria : The Readership’s View | Qifa Nabki
http://qifanabki.com/2013/09/07/a-political-solution-in-syria-the-readerships-view

There’s no question that this debate has already been going for a long time in Washington and other capitals, but very few government officials have been willing to speak publicly or even anonymously about what kinds of scenarios are envisioned. This is interesting, given the insistence of the Obama administration, the EU, Russia, Iran, and China that the Syrian crisis cannot be solved militarily. Here are some informed speculations about the alternatives:

Prospectives intéressantes et de fait, on ne lit pas grand choise de ce type dans la presse française... Les scénarios de Nadim Shehadi et ses craintes ne sont pas les moins intéressante.

AIPAC to deploy hundreds of lobbyists to push for Syria action - Haaretz

AIPAC to deploy hundreds of lobbyists to push for Syria action - Haaretz

http://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/1.545661

The influential pro-Israel American Israel Public Affairs Committee will deploy hundreds of activists next week to win support in Congress for military action in Syria, amid an intense White House effort to convince wavering U.S. lawmakers to vote for limited strikes.

“We plan a major lobbying effort with about 250 activists in Washington to meet with their senators and representatives,” an AIPAC source said on Saturday.

Congressional aides said they expected the meetings and calls on Tuesday, as President Barack Obama and officials from his administration make their case for missile strikes over the apparent use of chemical weapons by Syrian President Bashar Assad’s government.

The vote on action in Syria is a significant political test for Obama and a major push by AIPAC, considered one of the most powerful lobbying groups in Washington, could provide a boost.

The U.S. Senate is due to vote on a resolution to authorize the use of military force as early as Wednesday. Leaders of the House of Representatives have not yet said when they would vote beyond saying consideration of an authorization is “possible” sometime this week.

Obama has asked Congress to approve strikes against Assad’s government in response to a chemical weapons attack on Aug. 21 that killed more than 1,400 Syrians.

But many Republicans and several of Obama’s fellow Democrats have not been enthused about the prospect, partly because war-weary Americans strongly oppose getting involved in another Middle Eastern conflict.

Pro-Israel groups had largely kept a low profile on Syria as the Obama administration sought to build its case for limited strikes after last month’s attack on rebel-held areas outside Damascus.

Supporters of the groups and government sources acknowledged they had made it known that they supported U.S. action, concerned about instability in neighboring Syria and what message inaction might send to Assad’s ally, Iran.

But they had generally wanted the debate to focus on U.S. national security rather than how a decision to attack Syria might help Israel, a reflection of their sensitivity to being seen as rooting for the United States to go to war.

EU to ensure settlement guidelines will not harm ties with Israel, says Ashton Haaretz

EU to ensure settlement guidelines will not harm ties with Israel, says Ashton
Haaretz
http://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/1.545659

The European Union’s foreign policy chief, Catherine Ashton said on Saturday that the EU will make sure the new settlement guidelines do not harm relations with Israel.

Speaking in Vilnius after a meeting with U.S. Secretary of State John Kerry, Ashton said that the guidelines - which state that any private Israeli entity that wants to receive funding from the EU must demonstrate that it has no links to the West Bank, East Jerusalem, or the Golan Heights – will be implemented “sensitively, and we of course want to continue to have a strong relationship with Israel.”  

Ashton’s comments came after Kerry met in Vilnius with the EU’s 28 foreign ministers, urging them to postpone the new guidelines.

A senior U.S. official said Kerry asked the foreign ministers to support ongoing Israeli-Palestinian talks and postpone the implementation of the guidelines so as not to hinder the negotiations. The official said that the foreign ministers showed “willingness and openness to consider Kerry’s request.”

Déclaration liminaire de John Kerry au sénat sur la crise en Syrie | IIP Digital

Déclaration liminaire de John Kerry au sénat sur la crise en Syrie | IIP Digital
http://iipdigital.usembassy.gov/st/french/texttrans/2013/09/20130904282196.html#ixzz2e1ENuFWE

(...) Assurément, d’aucuns poseront la question, à juste titre il me semble, des conséquences involontaires de l’action. D’aucuns craignent des représailles de nature à déboucher sur un conflit plus étendu. Je ne vais pas mâcher mes mots : si Bachar al-Assad est assez arrogant, je dirais même assez stupide, pour user de représailles contre les conséquences de son comportement criminel, les États-Unis et leurs alliés ont d’amples moyens pour lui faire regretter cette décision sans avoir à partir en guerre. Même les partisans de Bachar al-Assad, la Russie et l’Iran, disent publiquement que le recours aux armes chimiques est inacceptable. Par ailleurs, certaines personnes vont soulever la question de l’étendue de notre responsabilité. À celles-ci, je dis que, quand quelqu’un tue des centaines d’enfants avec une arme dont le monde a prohibé l’emploi, nous sommes tous responsables. C’est vrai en raison des traités comme la Convention de Genève ou la Convention sur les armes chimiques et, pour nous aux États-Unis, la loi sur les responsabilités de la Syrie. Mais c’est vrai aussi parce que nous avons une humanité commune et partageons la décence la plus élémentaire.

Ce n’est pas le moment d’être isolationnistes dans un fauteuil. Ce n’est pas le moment d’être spectateurs d’un massacre. Ni notre pays ni notre conscience ne peuvent se permettre le coût du silence. Nous avons dénoncé des horreurs indicibles bien des fois dans le passé. Nous devons maintenant passer à l’action et nous devons protéger notre sécurité, protéger nos valeurs, et guider le monde, forts de la conviction que nous comprenons parfaitement notre responsabilité. Merci.

Membre du public – Monsieur le secrétaire d’État Kerry, le peuple américain dit non à la guerre.

Le sénateur Menendez, président de la commission – Silence dans la salle. Silence dans la salle.

Membre du public – Le peuple a dit non à la guerre. (Inaudible) une autre guerre. Nous ne voulons pas une autre (inaudible).

Le sénateur Menendez – Je demande au – veuillez rétablir le calme.

Membre du public – (Inaudible) personne ne veut cette guerre. Les missiles de croisière – lancer des missiles de croisière, ça veut dire une autre guerre. Le peuple américain ne veut pas de ça. M. Kerry (inaudible).

Le sénateur Menendez – Monsieur le secrétaire Hagel.

Le secrétaire d’État John Kerry – Puis-je me permettre – la première fois que j’ai fait une déposition devant cette commission, quand j’avais 27 ans, mes sentiments étaient très similaires à ceux de la personne qui proteste. Et c’est exactement pour cela qu’il est si important que nous débattions de cette question, que nous parlions de ces sujets au vu et au su du pays, et le Congrès va agir en sa qualité de représentant du peuple américain. Je crois que nous pouvons tous respecter ceux qui ont un point de vue différent, et nous respectons ce principe.

http://www.info-palestine.eu/IMG/jpg/a0-468.jpg

Kerry portrait of Syria rebels at odds with intelligence reports

Kerry portrait of Syria rebels at odds with intelligence reports
http://www.reuters.com/article/2013/09/05/us-syria-crisis-usa-rebels-idUSBRE98405L20130905

Secretary of State John Kerry’s public assertions that moderate Syrian opposition groups are growing in influence appear to be at odds with estimates by U.S. and European intelligence sources and nongovernmental experts, who say Islamic extremists remain by far the fiercest and best-organized rebel elements.

September 07 2013

Direct link between Assad and gas attack elusive for U.S.

Direct link between Assad and gas attack elusive for U.S.
http://mobile.reuters.com/article/idUSBRE98603A20130907?irpc=932

WASHINGTON (Reuters) - With the United States threatening to attack Syria, U.S. and allied intelligence services are still trying to work out who ordered the poison gas attack on rebel-held neighborhoods near Damascus.

No direct link to President Bashar al-Assad or his inner circle has been publicly demonstrated, and some U.S. sources say intelligence experts are not sure whether the Syrian leader knew of the attack before it was launched or was only informed about it afterward.

While U.S. officials say Assad is responsible for the chemical weapons strike even if he did not directly order it, they have not been able to fully describe a chain of command for the August 21 attack in the Ghouta area east of the Syrian capital.

It is one of the biggest gaps in U.S. understanding of the incident, even as Congress debates whether to launch limited strikes on Assad’s forces in retaliation.

...

A declassified French intelligence report describes a unit of the SSRC, known by the code name “Branch 450”, which it says is in charge of filling rockets or shells with chemical munitions in general.

U.S. and European security sources say this unit was likely involved in mixing chemicals for the August 21 attack and also may have played a more extensive role in preparing for it and carrying it out.

“BEST EVIDENCE”

Bruce Riedel, a former senior U.S. intelligence expert on the region and sometime advisor to the Obama White House, said that intelligence about the SSRC’s alleged role is the most telling proof the United States has at hand.

“The best evidence linking the regime to the attack at a high level is the involvement of SSRC, the science center that created the (chemical weapons) program and manages it. SSRC works for the President’s office and reports to him,” Riedel said.

Syria intervention plans fuelled by oil interests, not chemical weapon concerns | Nafeez Ahmed |…

Syria intervention plans fuelled by oil interests, not chemical weapon concerns | Nafeez Ahmed | Environment | theguardian.com
http://www.theguardian.com/environment/earth-insight/2013/aug/30/syria-chemical-attack-war-intervention-oil-gas-energy-pipelines

In 2009 - the same year former French foreign minister Dumas alleges the British began planning operations in Syria - Assad refused to sign a proposed agreement with Qatar that would run a pipeline from the latter’s North field, contiguous with Iran’s South Pars field, through Saudi Arabia, Jordan, Syria and on to Turkey, with a view to supply European markets - albeit crucially bypassing Russia. Assad’s rationale was “to protect the interests of [his] Russian ally, which is Europe’s top supplier of natural gas.”

Instead, the following year, Assad pursued negotiations for an alternative $10 billion pipeline plan with Iran, across Iraq to Syria, that would also potentially allow Iran to supply gas to Europe from its South Pars field shared with Qatar. The Memorandum of Understanding (MoU) for the project was signed in July 2012 - just as Syria’s civil war was spreading to Damascus and Aleppo - and earlier this year Iraq signed a framework agreement for construction of the gas pipelines.

The Iran-Iraq-Syria pipeline plan was a “direct slap in the face” to Qatar’s plans. No wonder Saudi Prince Bandar bin Sultan, in a failed attempt to bribe Russia to switch sides, told President Vladmir Putin that “whatever regime comes after” Assad, it will be “completely” in Saudi Arabia’s hands and will “not sign any agreement allowing any Gulf country to transport its gas across Syria to Europe and compete with Russian gas exports”, according to diplomatic sources. When Putin refused, the Prince vowed military action.

It would seem that contradictory self-serving Saudi and Qatari oil interests are pulling the strings of an equally self-serving oil-focused US policy in Syria, if not the wider region. It is this - the problem of establishing a pliable opposition which the US and its oil allies feel confident will play ball, pipeline-style, in a post-Assad Syria - that will determine the nature of any prospective intervention: not concern for Syrian life.

#Syrie #Russie #Arabie_saoudite #Iran #Europe #Bandar #gazoducs #pipelines

Reposted byiranelection iranelection
Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl