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December 07 2011

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August 21 2011

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Eines Tages komme der "Aufstand des Gewissens", Jean Ziegler!

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// "Banken erpressen - Regierungen knicken ein". Die Ansichten des Soziologen Jean Ziegler zur Eurokrise sind eindeutig: Die Bürger müssten bezahlen - aber für die Banken gebe es keine Auflagen. Das sei skandalös, sagt er im Interview mit dem Nachtmagazin.
Quelle: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/interviewziegler100.html //
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Bürgerliche Werte

„Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat“


Im bürgerlichen Lager werden die Zweifel immer größer, ob man richtig gelegen hat, ein ganzes Leben lang. Gerade zeigt sich in Echtzeit, dass die Annahmen der größten Gegner zuzutreffen scheinen.

Von Frank Schirrmacher

Ein Jahrzehnt enthemmter Finanzmarktökonomie entpuppt sich als das erfolgreichste Resozialisierungsprogramm linker Gesellschaftskritik. So abgewirtschaftet sie schien, sie ist nicht nur wieder da, sie wird auch gebraucht. Die Krise der sogenannten bürgerlichen Politik, einer Politik, die das Wort Bürgertum so gekidnappt hat wie einst der Kommunismus den Proletarier, entwickelt sich zur Selbstbewusstseinskrise des politischen Konservatismus.

Realpolitik und Pragmatismus verdecken die gähnende Leere, und die Entschuldigung, Fehler machten ja auch die anderen, ist das Pfeifen im Walde. Aber es geht heute nicht allein um falsches oder richtiges politisches Handeln. Es geht darum, dass die Praxis dieser Politik wie in einem Echtzeitexperiment nicht nur belegt, dass die gegenwärtige „bürgerliche“ Politik falsch ist, sondern, viel erstaunlicher, dass die Annahmen ihrer größten Gegner richtig sind.

„Die Stärke der Analyse der Linken“, so schreibt der erzkonservative Charles Moore im „Daily Telegraph“, „liegt darin, dass sie verstanden haben, wie die Mächtigen sich liberal-konservativer Sprache als Tarnumhang bedient haben, um sich ihre Vorteile zu sichern. ,Globalisierung‘ zum Beispiel sollte ursprünglich nichts anderes bedeuten als weltweiter freier Handel. Jetzt heißt es, dass Banken die Gewinne internationalen Erfolgs an sich reißen und die Verluste auf jeden Steuerzahler in jeder Nation verteilen. Die Banken kommen nur noch ,nach Hause‘, wenn sie kein Geld mehr haben. Dann geben unsere Regierungen ihnen neues.“

Das politische System dient nur den Reichen?



Es gibt Sätze, die sind falsch. Und es gibt Sätze, die sind richtig. Schlimm ist, wenn Sätze, die falsch waren, plötzlich richtig werden. Dann beginnt der Zweifel an der Rationalität des Ganzen. Dann beginnen die Zweifel, ob man richtig gelegen hat, ein ganzes Leben lang. Es ist historisch der Moment, wo alte Fahrensleute sich noch einmal zu Wort melden, um zu retten, was zu retten ist. Der liberale Katholik Erwin Teufel hat das mit einer hochdramatischen, aus zusammenbrechenden Glaubenssystemen überlieferten rhetorischen Figur getan: Er rede, weil er nicht mehr länger schweigen könne Erwin Teufel: „Ich schweige nicht länger“. Es ist der erste Akt.

Das komplette Drama der Selbstdesillusionierung des bürgerlichen Denkens spielt sich gerade in England ab. In einem der meistdiskutierten Kommentare der letzten Wochen schrieb dort Charles Moore: „Es hat mehr als dreißig Jahre gedauert, bis ich mir als Journalist diese Frage stelle, aber in dieser Woche spüre ich, dass ich sie stellen muss: Hat die Linke nicht am Ende recht?“ Moore hatte das vor den Unruhen geschrieben und ohne jede Vorahnung. Ehrlich gestanden: Wer könnte ihm widersprechen?

Das politische System dient nur den Reichen? Das ist so ein linker Satz, der immer falsch schien, in England vielleicht etwas weniger falsch als im Deutschland Ludwig Erhards. Ein falscher Satz, so Moore, der nun plötzlich ein richtiger ist. „Denn wenn die Banken, die sich um unser Geld kümmern sollen, uns das Geld wegnehmen, es verlieren und aufgrund staatlicher Garantien dafür nicht bestraft werden, passiert etwas Schlimmes. Es zeigt sich – wie die Linke immer behauptet hat –, dass ein System, das angetreten ist, das Vorankommen von vielen zu ermöglichen, sich zu einem System pervertiert hat, das die wenigen bereichert.“ So Moore. Er geht es alles durch: Murdoch, von dem er sagt, dass ihn die Linke schon durchschaute, als die Rechte Populismus noch für Demokratie hielt, die Kredit- und Finanzkrise, den Rechtsbruch europäischer Regierungschefs, den Primat des ökonomischen Diskurses und schließlich die Krise der Eurozone selbst. Ein linker Propagandist, so Moore, hätte eine Satire, wie Geld die Welt regiert, nicht besser erfinden können.

Eine Welt des Doppel-Standards

An dieser Stelle muss man sagen, wer Charles Moore ist. Nicht nur ein brillanter konservativer Publizist, sondern auch der offizielle Biograph Margaret Thatchers, eine Biographie übrigens, die erst nach ihrem Tode erscheinen darf. „Die Resonanz auf meinen Artikel ist gewaltig“, sagt er im Gespräch, „aber es gibt ein paar Missverständnisse. Manche Leute glauben, ich meinte, Labour habe recht. Davon rede ich nicht. Ich rede von linken Ideen und bürgerlichen Ideen.“

Es mag sein und wird auch sofort gesagt werden, dass die Lage in England eine andere ist. Und dennoch sind die Übereinstimmungen unübersehbar, die Erwin-Teufel-Debatte ist nur ein Indiz. Es war ja nicht so, dass der Neoliberalismus wie eine Gehirnwäsche über die Gesellschaft kam. Er bediente sich im imaginativen Depot des bürgerlichen Denkens: Freiheit, Autonomie, Selbstbestimmung bei gleichzeitiger Achtung von individuellen Werten, die Chance, zu werden, wer man werden will, bei gleichzeitiger Zähmung des Staates und seiner Allmacht. Und gleichzeitig lieferte ihm die CDU ihren größten Wert aus: die Legitimation durch die Erben Ludwig Erhards, das Versprechen, dass Globalisierung ein Evolutionsprodukt der sozialen Marktwirtschaft wird. Ludwig Erhard plus AIG plus Lehman plus bürgerliche Werte – das ist wahrhaft eine Killerapplikation gewesen.

Man muss hier nicht mehr aufzählen, was dann geschah, wer alles im Aufsichtsrat der Hypo Real Estate saß und was schließlich in der flehentlichen Bitte von Bankern um Verstaatlichung nicht endete. Entscheidend ist etwas anderes: Die CDU hat ihre an die Finanzmärkte ausgeliehenen immateriellen Werte, ihre Vorstellung vom Individuum und vom Glück des Einzelnen, niemals zurückgefordert. Sie hat nicht nur keine Verantwortung für pleitegehende Banken verlangt, sie hat sich noch nicht einmal über die Verhunzung und Zertrümmerung ihrer Ideale beklagt. Entstanden ist so eine Welt des Doppel-Standards, in der aus ökonomischen Problemen unweigerlich moralische Probleme werden. Darin liegt die Explosivität der gegenwärtigen Lage, und das unterscheidet sie von den Krisen der alten Republik. Die Atomisierung der FDP, die für den Irrweg bestraft wurde, ist rein funktionell. Niemand würde der existierenden liberalen Partei besondere moralische Kompetenz zusprechen, und sie hat es, ehrlicherweise, auch nie von sich behauptet. Der Preis der CDU ist weit mehr als ein Wahlergebnis. Es ist die Frage, ob sie ein bürgerlicher Agendasetter ist oder ob sie das Bürgertum als seinen Wirt nur noch parasitär besetzt, aussaugt und entkräftet.

Kein Wort, nichts, niemand

Das große Versprechen an individuellen Lebensmöglichkeiten hat sich in sein Gegenteil verkehrt. Es ist Moore, der hier spricht und der einst im Thatcherismus alter Prägung die größtmögliche Erfahrung gesellschaftlicher Perfektion erblickte: „Ihre Chancen für einen Job, für ein eigenes Haus, eine anständige Pension, einen guten Start für Ihre Kinder, werden immer kleiner. Es ist, als ob man in einem Raum lebt, der immer mehr schrumpft. Für Menschen, die nach 1940 geboren wurden, ist dies eine völlig neue Erfahrung. Wenn es noch länger so weiter geht, wird sie ziemlich schrecklich werden.“

Die CDU aber, belehnt mit einem autodidaktischen Ludwig-Erhard-Studium, sieht nicht, wer in diesen schrumpfenden Räumen sitzt: Lehrer und Hochschullehrer und Studenten, Polizisten, Ärzte, Krankenschwestern, gesellschaftliche Gruppen, die in ihrem Leben nicht auf Reichtum spekulierten, sondern in einer Gesellschaft leben wollen, wo eindeutige Standards für alle gelten, für Einzelne, für Unternehmen und für Staaten, Standards von Zuverlässigkeit, Loyalität, Kontrolle.

Angela Merkel war bisher nicht in der Lage, die moralischen Folgen der Krise in der Eurozone zu thematisieren. Das ist schlimm genug. Undenkbar, dass zu Zeiten Erhards nicht ein Selbstverständigungsprozess eingesetzt hätte. Dafür fehlt der Partei augenscheinlich das Personal. Denn die Macht dazu fehlt ihr keinesfalls. Über das Wort „Monster“ ist die politische Positionierung der Konservativen bis heute nicht hinausgekommen – und das las man früher und besser auf den „Nachdenkseiten“ des unverzichtbaren Albrecht Müller, einst Vordenker von Willy Brandt.

Ein Bundespräsident aus dem bürgerlichen Lager, von dem man sich ständig fragt, warum er unbedingt Bundespräsident werden wollte, schweigt zur größten Krise Europas, als glaube er selbst schon nicht mehr an die Rede, die er dann halten muss. Eine Ära bürgerlicher Politik sah die Deklassierung geistiger Arbeit, die schleichende Zerstörung der deutschen Universität, die ökonomische Unterhöhlung der Lehrberufe. Frau Schavan ist inexistent. Dass Gesundheit in einer alternden Gesellschaft nicht mehr das letzte Gut sein kann, weil sie nicht mehr finanzierbar sein wird – eine der großen Wertedebatten der Zukunft, die jede einzelne Familie betreffen wird, zu der man eine sich christlich nennende Partei gerne hören würde, ja hören muss –: kein Wort, nichts, niemand.

Schließlich: Der geradezu verantwortungslose Umgang mit dem demographischen Wandel – der endgültige Abschied von Ludwig Erhards aufstiegswilligen Mehrheiten - macht in seiner gespenstischen Abgebrühtheit einfach nur noch sprachlos. Ein Bürgertum, das seine Werte und Lebensvorstellungen von den „gierigen Wenigen“ (Moore) missbraucht sieht, muss in sich selbst die Fähigkeit zu bürgerlicher Gesellschaftskritik wiederfinden. Charles Moores Intervention zeigt, wie sie aussehen könnte.

Bürgerliche Werte: „Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat“ - Hintergründe - Feuilleton - FAZ.NET
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Soziologe: Armee der "dauerhaft Überflüssigen" nimmt zu

Oskar Negt über Hintergründe und Motivation jugendlicher Demonstranten und Randalierer

Oskar Negt im Gespräch mit Michael Köhler

Nicht nur die eigene Perspektivlosigkeit treibe viele Jugendliche auf die Straßen, sagt der Soziologe und Sozialphilosophen Oskar Negt. Auch, dass in Finanz- und Wirtschaftskrise mit Geld umgegangen werden, als ob Milliarden keine Rolle spielten, bereite den Boden für Proteste.

Michael Köhler: Wir kommen zum Aufstand der Abgehängten oder Krawall ohne Programm. Aufstand der Empörten. So nannten das Tageszeitungen, was in London, in Birmingham, in Madrid oder an anderen Orten passiert. Wie auf englischen Einkaufsstraßen werden Supermärkte und Läden in Brand gesteckt, Unterhaltungselektronikläden geplündert, in Madrid wird protestiert, in Israel zelten junge Menschen gegen Immobilien- und Lebenserhaltungspreise, in Berlin werden seit einer Woche Autos in Brand gesteckt, Hamburg kommt inzwischen dazu. Die Frage ging deshalb an den Soziologen und Sozialphilosophen Oskar Negt: Haben diese Proteste eigentlich irgendwelche Gemeinsamkeiten oder sind sie eine Art Flash-Mob, eine Aktionsform unter anderem, nur teils eben gewaltsam?

Oskar Negt: Ja sehen Sie, ich meine gemessen an der Verrücktheit, die sich auf den Finanz- und Devisenmärkten abspielt, ist das doch eine natürliche Reaktion. Ich glaube nicht, dass das im Einzelnen ursächlich so zurückzuführen ist, auf die völlige Orientierungslosigkeit unserer Gesellschaften, unserer entwickelten Gesellschaften, vielleicht ist das etwas schwierig. Aber das Klima, in dem hier mit Milliarden und Billionen umgegangen wird, so als ob Geld keine Rolle mehr spielte, ist ja ein Boden, auf dem diese, gerade in den entwickelten Ländern auch, diese Proteste wachsen. Ich glaube, das ist nicht voneinander zu trennen.

Köhler: Aber muss man nicht doch, Oskar Negt, unterscheiden zwischen marodierenden Banden, die wahllos in Berlin irgendwelche Autos in Brand stecken und, sagen wir einmal, kulturkritischen Zeltlageraktivisten in Tel Aviv?

Negt: Natürlich! Aber die gibt es doch überall. Ich meine, dass es so Trittbrettfahrer in solchen Gewaltaktionen gibt, die die Gunst der Stunde nutzen, das bestimmt. Ich will nur nicht den Fehler begehen, hier die Jugendlichen aus dem gesellschaftlichen Zusammenhang, in dem es Absurditäten gibt. Zum Beispiel in England die Kürzungen, also von Zuwendungen, die Erhöhung des Schulgeldes um das doppelte oder dreifache. Verstehen Sie, das sind ja gesellschaftliche Klimaveränderungen, gerade der entwickelten Ländern, die so gravierend sind, dass man sagen kann: Wer gehört hier zu denjenigen, die verrückt sind? Ist es die normale Gesellschaft oder sind es die Jugendlichen, die da randalieren?

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Natural World: A Farm for the Future | Watch Free Documentary Online

Natural world - a farm for the futureWildlife film maker Rebecca Hosking investigates how to transform her family’s farm in Devon into a low energy farm for the future, and discovers that nature holds the key.

With her father close to retirement, Rebecca returns to her family’s wildlife-friendly farm in Devon, to become the next generation to farm the land. But last year’s high fuel prices were a wake-up call for Rebecca. Realising that all food production in the UK is completely dependent on abundant cheap fossil fuel, particularly oil, she sets out to discover just how secure this oil supply is.

Alarmed by the answers, she explores ways of farming without using fossil fuel. With the help of pioneering farmers and growers, Rebecca learns that it is actually nature that holds the key to farming in a low-energy future. (Excerpt from bbc.co.uk)


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German Village Produces 321% More Energy Than It Needs! | zeitnews.org Energy


Ok, those Germans are just showing off now. Not only has the nation announced plans to shut down all of its nuclear power plants and started the construction of 2,800 miles of transmission lines for its new renewable energy initiative, but now the village of Wildpoldsried is producing 321% more energy than it needs! The small agricultural village in the state of Bavaria is generating an impressive $5.7 million in annual revenue from renewable energy.

via What's going on in the Sigalon Valley | Scoop.it

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