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July 26 2011

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Judging from Breivik’s writings, his hysterical hatred of the Labor Party’s immigration policies and tolerance of Muslim immigrants likely led him target the government-operated summer camp at Utoya. For years, the far-right has singled Norway out as a special hotbed of pro-Islam, pro-Palestinian sentiment, thanks largely to its ruling Labor Party. In 2010, for instance, the English Defense League called Norway a future site of “Islamohell,” “where unadulterated political correctness has ruled the roost, with sharp talons, for decades.” Yesterday, when the Wall Street Journal editorial page rushed to blame Muslim terrorists for what turned out to be Breivik’s killing spree, it slammed the Norwegian government for pulling troops from Afghanistan and demanding that Israel end its siege of Gaza. For his part, Breivik branded the Labor Party as “traitors.”

There is no clear evidence that Breivik’s support for the Israeli right played any part in his killing spree. Nor does he appear to have any connection with the Israeli government. However, it is worth noting that in November 2010, the Israeli government joined the right-wing pile on, accusing the Norwegian government of “anti-Israel incitement” for funding a trip for students to New York to see the “Gaza Monologues” play. Then, the day before Breivik’s terror attack, which he planned long in advance, Norway’s Foreign Minister Jonas Gahr Stor visited the Labor Youth camp at Utoya. There, he was met with demands to support the global BDS movement and to support the Palestinian Authority’s unilateral statehood bid. “The Palestinians must have their own state, the occupation must end, the wall must be demolished and it must happen now,” the Foreign Minister declared, earning cheers from the audience.

Breivik’s writings offer much more than a window into the motives that led him to commit terror. They can also be read as an embodiment of the mentality of a new and internationalized far-right movement that not only mobilizes hatred against Muslims, but is also able to produce figures who will kill innocent non-Muslims to save the Western way of life.

[END]

Anders Behring Breivik, a perfect product of the Axis of Islamophobia | maxblumenthal.com 2011-07-23
Reposted bykrekk krekk
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Breivik sieht die Endzeit, also die endgültige Revolution der konservativen Westeuropäer, die dann alle Muslime deportieren und alle Verräter aus den Reihen des Kulturmarxismus und Multikulturalismus exekutiert und abgeurteilt haben , im Jahre 2083 kulminieren. Das Jahr ist auch in deutschen Kreisen interessant, hier gibt es bei den antiislamischen Kulturkämpfern eine Gruppe, die sich Initiative 1683. Die sehen sich in der Tradition des Kampfes zwischen Islam und Christentum und nehmen Bezug auf die türkische Belagerung Wiens im Jahr 1683. In letzter Sekunde hätte man die Strategie entdeckt und konnte so eine Einnahme Wiens verhindern, was nun als Vorbild für heute dienen soll:

Wir sehen heute eine stetige Unterwanderung der Menschenrechte und der Demokratie durch den Islam in Europa und in Deutschland. Ein krankhafter Relativismus und eine heuchlerische Toleranz entpuppen sich als Beschützer des Bösen. Vielen Menschen ist nicht bewußt, was es bedeutet, unsere Freiheit, unser Werte und unsere christlichen Wurzeln, auf welchen die Errungenschaften des Abendlandes und der heutigen modernen westlichen Welt gegründet sind, zu verlieren.

Das ist derselbe Wahn, den auch Breivik teilt. Und weil der Islam Weltherrschaft anstrebt, ist alles erlaubt. Die "Initiative" ruft alle Christen auf, "unser Volk" nicht untergehen zu lassen und "aufzustehen". Was das bedeutet, wird nicht näher ausgeführt. Zu den "Sprechern" der Initiative gehört Michael Mannheimer, der in den entsprechenden Kreisen gerne vor "Eurarabia" warnen darf. Der hat im April öffentlich im Internet klar gemacht, um was es geht. Breivik war vielleicht nur ein Pionier, der die Hoffnung der Kulturkämpfer radikal ausgeführt hat. Mannheimer, der gerne etwa auf der extremistischen Website Politically Incorrect, wo Sarrazin, Wilders, Broder (der derzeit sichtlich angeschlagen ist) und Co. gefeiert werden, als "Islamkenner" beworben wird, hat einen Aufruf zum allgemeinen Widerstand des deutschen Volkes veröffentlicht (auf PI als Forumsbeitrag), in dem er ungeniert zum bewaffneten Kampf aufruft, was offenbar vom Innenministerium und dem Verfassungsschutz geduldet wird. Für Mannheimer umarmt nun auch die Kirche "den schlimmstmöglichen Feind", nämlich den Islam. Deswegen sei jetzt "die letzte Bastion im Widerstand gegen den menschenfeindlichen Faschismus Islam gefallen":

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Bundesregierung: "Tat und Täter weisen keine Bezüge nach Deutschland auf" -  Das ist falsch ... | Telepolis - 2011-07-26
Reposted bykrekk krekk
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Im taktischen Dispositiv übertrifft der Autor die Manifeste aus den sechziger und siebziger Jahren, auch die neuen französischen Aufstandsautoren bei weitem. Die Schreckensherrschaft ist auf seiner Seite. So will er den Feind überraschen, seine bessere Geländekenntnis nutzen, situative Vorsprünge und Entschlossenheit nutzen. Der Rest ist operatives Handbuch, Tagebuch, Logistik, Autobiographie, Sozialreform in reaktionärer Replik auf Ideen der Frühsozialisten. Das Manifest bezeugt einen umsichtigen Planer, als hätte er in einer Elitehochschule den MBA mit Bravour gemacht. Einkauf, Cash Flow, Lager, Assessment, Controlling, alles hat er auf dem Schirm. Sein Produkt aber, darauf läuft es hinaus, ist nicht der Schrecken. Der ist eine Beigabe.

Sein Produkt ist der auf 1516 Seiten niedergelegte innere Monolog aus der gesellschaftlichen Mitte, ein Echo der endlosen Tiraden gegen die Welt, wie sie ist, ein Echo aus den Foren in den Weiten des Netzes. Aus seinem Text spricht der Chor der Erniedrigten und Beleidigten, die im Ausdruck ihres Hasses auf alle und alles zu grandioser Form finden. Er ist ein gut erzogenes Kind aus der Mitte der Gesellschaft, der den Stolz der arabischen Straßenkämpfer bewundert, ihn sich zu eigen macht, um sie zu schlagen. Der Kämpfer, der aus ihm spricht, ist nicht zu schlagen – nicht wegen seiner Waffen, seiner Umsicht, seiner Klugheit, sondern weil er bloß ein Kopf unter vielen dieser Hydra ist, die sich aus dem Manifest erheben.

Die Idee der schärferen Überwachung, die gleich wieder erklang, noch ehe die Auswertung begonnen hat, verkennt den Befund am Ende der Lektüre. Breivik ist ein Kind der Mitte. Die Überwachung wäre der Versuch, dieser Selbsterkenntnis mit vergeblichem Aufwand aus dem Weg zu gehen.

[END]

Die Normalität des Attentäters: Ein Kind unserer Welt || Hintergründe - Feuilleton - FAZ.NET - 2011-07-26

July 25 2011

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Jean-François (2009) on Vimeo

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