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March 30 2011

02mydafsoup-01

Presse1211.pdf


pdf - iw-Köln 2011-03-30

Studie zur Einkommensverteilung

Haushalte gleichen weniger aus 


vgl. Nachdenkseiten - Hinweise des Tages 2011-03-30
bzw auf Soup.io
02mydafsoup-01

Verbraucherschutz in Zeiten des atomaren Ausnahmezustands

Wie passt es eigentlich zusammen, wenn das Bundesministerium für Verbraucherschutz der Bevölkerung versichert, dass es alle nur denkbaren Maßnahmen ergreift, um den deutschen Verbraucher vor den Folgen des GAUs in Fukushima zu schützen und gleichzeitig eine EU-Richtlinie durchsetzt, in der die Strahlenschutzgrenzwerte für Lebensmittelimporte aus Japan dramatisch erhöht wurden? Einmal mehr zeigt sich, dass die Interessen der Wirtschaft die EU-Politik bestimmen und der Verbraucherschutz gar keinen Stellenwert hat, wenn er Wirtschaftsinteressen im Wege steht. Von Jens Berger

Will ein Pfälzer Jäger ein Stück Wildschweingulasch in den Handel bringen, so gilt für dieses Fleisch ein Cäsium-Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilo. Dies ist ein strahlendes Beispiel für die Spätfolgen von Tschernobyl, die sich immer noch auf unsere Nahrungskette auswirken. Bis zu diesem Wochenende galt dieser Grenzwert auch für das bei wohlhabenden Feinschmeckern sehr beliebte Fleisch vom Kobe-Rind oder Fischprodukte aus Japan. Seit Inkrafttreten der EU-Verordnung 297/2011 [PDF - 760 KB] vom 25. März 2011 hat sich dieser Grenzwert für japanische Fleisch- und Fischprodukte wie von magischer Hand mehr als verdoppelt – auf 1.250 Becquerel pro Kilo. Überflüssig zu erwähnen, dass der Verbraucher von dieser eigenwilligen Fukushima-Verordnung nichts mitbekommen hat und sich durch die vollmundigen Versprechen aus dem Hause Aigner weiterhin in absoluter Sicherheit wägt.

Die EU-Verordnung 297/2011 betrifft Lebensmittelimporte aus zwölf japanischen Präfekturen und gilt erst einmal bis zum 30. Juni dieses Jahres, lässt sich aber bei Bedarf formlos verlängern. Mit der Verordnung wurden nicht nur bei Cäsium, sondern bei allen radioaktiven Substanzen die vorliegenden Grenzwerte für Lebensmittel massiv erhöht. So darf das erwähnte Steak vom Kobe-Rind seit Beginn dieser Woche auch 750 Bq/kg Strontiumisotope, 2000 Bq/kg Jodisotope und 80 Bq/kg Plutoniumisotope enthalten. Für Säuglingsnahrung und Milchprodukte (beides spielt bei den EU-Importen aus Japan jedoch keine Rolle) gelten niedrigere, für bestimmte Lebensmittel wie Gewürze, Tee und Fischöle indes die zehnfachen Grenzwerte – so darf beispielsweise der auch in Deutschland beliebte Wasabi nun bis zu 12.500 Bq/kg Cäsium-Isotope enthalten, um in der EU vertrieben werden zu können.

Die Begründung für diese Nacht-und-Nebel-Aktion fällt skurril aus. In Brüssel und Berlin beruft man sich auf die 1987 erlassene Euratom-Notverordnung 3954/87, mit der in der Folge des Tschernobyl-Unglücks seinerzeit die geltenden Grenzwerte heraufgesetzt wurden, um europäischen Bauern die Vermarktung ihrer moderat verstrahlten Agrarprodukte zu erlauben. Damals hatte sich die EU auf einen außergewöhnlichen Notfall berufen, der die Sicherheit der Lebensmittelversorgung Europas berührte. Man kann vortrefflich darüber streiten, ob die Versorgungssicherheit nach Tschernobyl wirklich derart gefährdet war, dass dieser massive Eingriff in den Verbraucherschutz gerechtfertigt war; zu behaupten, das Unglück von Fukushima hätte nennenswerte Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit deutscher Verbraucher ist jedoch an Dreistigkeit kaum zu überbieten.

Rund ein Promille aller deutschen Lebensmittelimporte stammt aus Japan. Dies sind meist sehr kostspielige Feinschmeckerprodukte. Für den normalen Verbraucher kommen hier allenfalls der bereits erwähnte Wasabi, bestimmte Würzsaucen, grüner Tee und Algenprodukte in Frage. Der allergrößte Teil der deutschen Bevölkerung dürfte in seinem ganzen Leben noch kein japanisches Produkt verzehrt haben. Vor diesem Hintergrund von einer Störung der Versorgungssicherheit auszugehen, ist in keiner Weise zu rechtfertigen. Es ist jedoch im höchsten Maße verstörend zu beobachten, wie die EU bereits bei kleinsten Interessenkonflikten vor dem Handel einknickt und den Verbraucherschutz ohne Not über Bord wirft. Was spräche eigentlich gegen ein vorübergehendes Import-Verbot japanischer Lebensmittel? Wem nützen eigentlich Grenzwerte für radioaktive Strahlung in Lebensmitteln, die immer dann, wenn sie eine Bedeutung bekommen, in Windeseile außer Kraft gesetzt werden?

Pikanterweise liegen die neuen Strahlengrenzwerte der EU noch über den ebenfalls in Windeseile heraufgesetzten Grenzwerten in Japan. So gilt beispielsweise für verstrahltes Fleisch in Japan ein Grenzwert von 500 Bq/kg, während in der EU der Grenzwert bei 1.250 Bq/kg liegt. Man muss wahrlich kein Schwarzmaler sein, um aus dieser Differenz die Gefahr herzuleiten, dass künftig Produkte, die in Japan aufgrund der dort geltenden Grenzwerte nicht mehr vertrieben werden dürfen, auch in der EU landen. Somit haben Brüssel und Berlin mit ihrer Notverordnung erst ein Problem geschaffen, das zuvor überhaupt nicht existiert hat. Das ist Verbraucherschutz ad absurdum.

Reposted bykrekkreturn13

Fukushima Is Definitely Worse than Three Mile island

Ian Sample:

Japan may have lost race to save nuclear reactor | World news | The Guardian: The radioactive core in a reactor at the crippled Fukushima nuclear power plant appears to have melted through the bottom of its containment vessel and on to a concrete floor, experts say, raising fears of a major release of radiation at the site.... Richard Lahey, who was head of safety research for boiling-water reactors at General Electric when the company installed the units at Fukushima, told the Guardian workers at the site appeared to have "lost the race" to save the reactor, but said there was no danger of a Chernobyl-style catastrophe.... At least part of the molten core, which includes melted fuel rods and zirconium alloy cladding, seemed to have sunk through the steel "lower head" of the pressure vessel around reactor two, Lahey said.

"The indications we have, from the reactor to radiation readings and the materials they are seeing, suggest that the core has melted through the bottom of the pressure vessel in unit two, and at least some of it is down on the floor of the drywell," Lahey said. "I hope I am wrong, but that is certainly what the evidence is pointing towards."... Lahey said: "It won't come out as one big glob; it'll come out like lava, and that is good because it's easier to cool." The drywell is surrounded by a secondary steel-and-concrete structure designed to keep radioactive material from escaping into the environment. But an earlier hydrogen explosion at the reactor may have damaged this.

"The reason we are concerned is that they are detecting water outside the containment area that is highly radioactive and it can only have come from the reactor core," Lahey added. "It's not going to be anything like Chernobyl, where it went up with a big fire and steam explosion, but it's not going to be good news for the environment." The radiation level at a pool of water in the turbine room of reactor two was measured recently at 1,000 millisieverts per hour. At that level, workers could remain in the area for just 15 minutes, under current exposure guidelines...

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// oanth: Realsatire pur!- vgl. hierzu: Nachdenkseiten 2011-03-30: Hinweise des Tages - bzw. via soup.io
Reposted fromsbsm sbsm
02mydafsoup-01

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  • Von wegen Wutbürger
    Das politische Engagement erlebt einen bemerkenswerten Frühling. Erst reizte Stuttgart 21, dann mobilisierte die Affäre Guttenberg, jetzt bewegt die Katastrophe von Fukushima. Die Bürger gehen wieder auf die Straße, die Wähler gehen wieder wählen – und im Netz wird via Facebook jeden zweiten Tag eine Volksabstimmung organisiert – per Like-Button. Am vergangenen Samstag demonstrierten über 200.000 Menschen, die relativ hohe Wahlbeteiligung in Sachsen-Anhalt (51,2 Prozent vs. 44,4 Prozent 2006), Rheinland-Pfalz (61,8 vs. 58,2 Prozent) und Baden-Württemberg (66,2 vs. 53,4 Prozent) wärmte jedem Demokraten das Herz. Selbst der Bundestag erlebt eine Hochphase. Wer sich jüngst die spritzigen und erhellenden Debatten zur Guttenberg-Affäre, zur Abstimmung im Uno-Sicherheitsrat, aber auch zur Atomdebatte ansah, konnte sich jede Talkshow am Abend schenken.
    Das sind spannende Phänomene. Sie deuten darauf hin, dass sich etwas verschiebt in der politischen Landschaft. Die Bürger, die Betroffenen, mischen sich stärker ein, mischen stärker mit. Der Citoyen, der politisch engagierte, aufgeklärte Bürger marschiert wieder in den öffentlichen Raum und verdrängt jenen eher defensiven Bürger, der vor allem in Frieden gelassen werden will. Mit dem Zerrbild des “Wutbürgers”, des ausgetickten Besitzstandwahrers und Innovationsverhinderers, das etwa Dirk Kurbjuweit im vergangenen Oktober im “Spiegel” zeichnete, ist es da nicht getan. Wer etwa gegen die Atomkraft ist, muss sich schon etwas einfallen lassen, woher der Strom kommen soll – und hinsichtlich Erneuerbarer Energien haben viele Bürger recht konkrete Vorstellungen.
    Quelle: Stern


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    Hinweise des Tages | NachDenkSeiten – Die kritische Website - 20110330 2011Mar
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    Urban Priol auf der Anti-Atomkraft-Demo – Der Provokateur
    Alles muss auf der Bühne irgendwie raus, findet der Kabarettist Urban Priol. Doch darf Satire wirklich alles? Bei der Anti-Atomkraft-Demo in München eckte der Unterfranke mit seinen Äußerungen über Rainer Brüderle an. [...]
    Zumindest diese eine Passage, in der Priol mit einem Zitat von Wolfgang Bosbach, dem Innenexperten der CDU im Deutschen Bundestag ansetzte. Bosbach hat vor einem “Rückfall in die Terrorspirale der 70er Jahre” gewarnt, und Priol machte sich am Samstag lustig über diese Warnung vor einer möglichen neuen RAF.
    Er höre schon den Stammtisch, wie es dort wummere: “Die hätten heute wieder gut zu tun in Deutschland.” Andererseits, sagte Priol, würde für “die Nasen” von heute doch “keiner mehr Lösegeld zahlen”, das sei eher schon “was für die Vergnügungssteuer”. Einer wie der Brüderle, der “textet die doch so zu, bis die den Kofferraum aufsperren und sagen: Bitte geh’, bitte, bitte geh.” Es gab Zuhörer auf dem Odeonsplatz, denen der Atem gestockt hat bei diesen Sätzen. [...]
    Priol hat die Passage schon seit Monaten im Programm. Größere Proteste, sagt sein Sprecher, habe es nie gegeben.
    Quelle: Süddeutsche Zeitung

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    Hinweise des Tages | NachDenkSeiten – Die kritische Website - 2011-03-30

    Hochschulräte: Viel Macht, wenig Rat

    Die neueste Studie des bertelsmannschen CHE über das „strategische Management“ an den Hochschulen [PDF - 1.7 MB] kommt hinsichtlich der Hochschulräte zum Ergebnis, dass diese zwar kaum „fachlichen Impulse“ geben, aber dafür die Macht hätten, Strategien einzufordern. Die fehlende Kompetenz vor allem der externen Hochschulratsmitglieder über hochschulinterne Fragen ein fachliches Urteil zu fällen, ist für jeden einigermaßen Kundigen eigentlich nichts Neues.
    Man fragt sich deshalb, warum die Landesgesetzgeber ihre Hochschulgesetze nicht längst novelliert haben, die den Hochschulräten immer noch die Kompetenz einräumen, über die strategische Ausrichtung einer Hochschule zu entscheiden und eine „Fachaufsicht“ wahrzunehmen, obwohl sie fachlich damit völlig überfordert sind. Wolfgang Lieb

    Das informelle Bundesbildungsministerium Bertelsmann hat mal wieder eine Studie vorgelegt. Das bertelsmannsche Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) hat den Wert und die Notwendigkeit von „Strategien“ bei der Hochschulsteuerung untersucht. Dazu haben die Autor(inn)en der Studie 12 (auch ehemalige) Mitglieder von Hochschulleitungen, 2 Hochschulratsmitglieder und 2 Kanzler als Experten gehört. Hochschullehrer/innen, Mitarbeiter/innen, Studierende oder auch nur die Fachbereichsdekane, die Betroffenen also, wurden nicht interviewt. Wieder einmal ein Beispiel für das Denken in Top-Down-Management-Kategorien der Bertelsmänner.

    Immerhin muss man den Autor(inn)en wissenschaftliche Bescheidenheit zugestehen. Sie kommen nämlich zu dem Ergebnis, dass zwar „ohne Strategie auf der Darstellungsebene (!) nichts mehr (gehe)…aber de facto Strategie genauso offensichtlich gar nicht so einfach“ sei: „Ganz im Gegenteil könnte man provokativ behaupten, dass das Scheitern von Strategien weit eher der Normalfall ist als ihr Erfolg.“

    Ich will hier nicht die gesamte Studie kritisch durchleuchten, sondern mich ausschließlich auf die Ausführungen über die strategische Relevanz von Hochschulräten beschränken. Immerhin sind inzwischen in den meisten Hochschulgesetzen die Hochschulräte als Aufsichtsorgane an die Stelle des Staates und des demokratischen Gesetzgebers gesetzt worden und sie sollen ja maßgeblich gerade über die strategische Ausrichtung der Hochschule entscheiden und die „Fachaufsicht“ wahrnehmen. So jedenfalls lautet der Auftrag im sog. Hochschul“freiheits“gesetz von Nordrhein-Westfalen, das das „New Public Management“-Modell des Gütersloher Think-Tanks am konsequentesten umgesetzt hat.

    Die Autor(inn)en interessierte die Erfahrung ihrer Gesprächspartner(innen) vor allem in zweierlei Hinsichten, nämlich inwieweit die Hochschulräte die Strategie mit fachlichen Impulsen anreichern können und wieweit sie bei der internen Durchsetzung der Strategie machtpolitisch eine Rolle spielen.

    Im Blick auf die fachlichen Impulse ergab sich „ein klares negatives Urteil“ (S.90):

    „Die große Mehrheit der Interviewten berichtete, dass die Hochschulräte (hier vor allem die externen Mitglieder) fachlich wenig zur Strategie der Hochschule beitragen (teils wollen, teils) können…Gleichzeitig herrschte weitgehende Einigkeit dahingehend, dass es gar nicht wünschenswert sei, dass die Hochschulräte sich inhaltlich in die Strategieentwicklung einschalten würden. Bei den Vertreter(inne)n aus anderen gesellschaftlichen Feldern bestehe ohnehin nur die Gefahr, dass sie Erfahrungen aus ihrem eigenen Umfeld oder ihrer eigenen Branche überbewerteten… Die hochschulinternen Mitglieder des Hochschulrats wiederum verfügen über den fachlichen Hintergrund, repräsentieren aber ebenfalls nur eine kleine Auswahl von Disziplinen und Bereichen. Daher sollte man auch von ihnen eher erwarten, dass sie sich mit inhaltlichen Beiträgen zur Strategie eher zurückhalten.“

    Anders sehe es jedoch bei der machtpolitischen Dimension aus:

    „Hier gaben die meisten Gesprächspartner(innen), die über einschlägige Erfahrungen mit einem Hochschulrat verfügen, an, dass der Hochschulrat eine wichtige Rolle spielen könne. Dabei geht es darum, dass er die Bedeutung der Strategie für die Hochschule überhaupt unterstreichen kann, indem er eine Strategie einfordert und indem er regelmäßig die Berichte der Hochschulleitung an der Strategie misst und so die Hochschule insgesamt stärker auf die Notwendigkeit eines strategischen Hochschulmanagements einstimmt. Daneben könne der Hochschulrat mitunter auch bei der Durchsetzung der Strategie gegenüber dem Ministerium hilfreich mitwirken.“

    Im Übrigen hätten die Hochschulräte in allen Interviews der befragten „Experten“ eine recht untergeordnete Rolle gespielt. Man habe den Eindruck gewinnen können, dass viele Hochschulräte ihre Rolle noch nicht gefunden hätten.

    Diese Befunde kann ich nur bestätigen:
    Ich bin selbst Mitglied in einem Hochschulrat einer Hochschule und habe so seit über 6 Jahren Erfahrungen mit einem solchen „Aufsichtsrat“ sammeln können:
    Dabei bin ich zur festen Überzeugung gelangt: Ein ehrenamtlicher Hochschulrat ist mit den ihm per Gesetz übertragenen Kompetenzen in aller Regel schlicht überfordert.
    Die jeweiligen Entscheidungen leiten sich allenfalls aus dem jeweils persönlichen Vorurteil oder der „Erfahrung aus ihrem eigenen Umfeld“ ab oder: man folgt lieber gleich dem Vorschlag des Präsidiums der Hochschule.

    In der ganz überwiegenden Zahl der zu treffenden Entscheidungen hat das hauptamtliche Präsidium einen nicht einholbaren Informationsvorsprung und kennt die möglichen Handlungsoptionen erheblich besser als zumindest jedes externe Mitglied des Hochschulrates.
    Viele Präsidenten entwickeln sich dadurch zu Alleinherrschern bzw. zu patriarchalischen Unternehmerpersönlichkeiten.

    Im wirklichen Leben sieht das nämlich so aus, dass vor entscheidenden Sitzungen des Hochschulrats der Präsident versucht, dessen externen Vorsitzenden in Vorgesprächen auf seine Seite zu ziehen und der Vorschlag des Präsidenten wird dann in der Hochschulratssitzung selbst meistens ohne große Diskussion „durchgewinkt“. Zur Erarbeitung eigener Vorschläge fehlt in aller Regel schon der notwendige Unterbau an Mitarbeitern, vor allem aber auch die konkrete Anschauung vor Ort. So kann der Präsident jeden Widerstand oder jeden seiner Position entgegenstehenden Beschluss der hochschulinternen Gremien aushebeln.

    Letzteres ist auch der Grund, warum die Hochschulleitungen zur Absicherung ihrer ohnehin per Gesetz massiv gestärkten Durchgriffsmacht gegenüber den Hochschulangehörigen ganz gut mit den Hochschulräten leben können und sich nur allzu gerne an diese Aufsichtsrats-Struktur klammern. Deshalb ist es auch nur logisch, dass sich die befragten Hochschulleiter/innen von den Hochschulräten auch keineswegs „gegängelt oder unverhältnismäßig kontrolliert“ fühlen. (S.91)

    Wenn man also nur die Hochschulleiter/innen befragt, wird man kaum ein negatives Echo auf die Hochschulräte hören.

    Aber wenn selbst der „Erfinder“ der Hochschulräte“, das CHE, zu dem Befund kommt, dass die Hochschulräte zwar viel Macht haben, aber fachlich wenig zu einer Hochschulstrategie beitragen (können), dann stellt sich um so mehr die Frage, warum ihnen in den Hochschulgesetzen nach wie vor die Kompetenz eingeräumt bleibt, über die strategische Ausrichtung einer Hochschule zu entscheiden und die „Fachaufsicht“ wahrzunehmen.

    Reposted bykellerabteil kellerabteil
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    For Deleuze, the distinction between problematics and axiomatics is reflected in the distinction between two different conceptions of the multiple: differential of continuous multiplicities (problematics) and extensional or discrete sets (axiomatics). As we have seen, royal or ‘major’ mathematics is defined by the perpetual translation or conversion of the latter into the former. But it would be erroneous to characterize differential multiplicities as ‘merely’ intuitive and operative, and extensional sets as conceptual and formalizable. ‘The fact is’ writes Deleuze, ’ that the two kinds of science have different modes of formalization […]. What we have are two formally different conceptions of science, and ontologically, a single field of interaction in which royal science [axiomatics] continually appropriates the contents of vague or nomad science [problematics], while nomad science continually cuts the contents of royal science loose.’ One of Badiou’s most insistent claims is that Deleuze’s theory of multiplicities is drawn from a ‘vitalist’ paradigm, and not a mathematical one. But in fact, Deleuze’s theory of multiplicity is drawn exclusively from mathematics - but from its problematic pole. Badiou implicitly admits this when he complains that Deleuze’s ‘experimental construction of multiplicities is anachronistic because it is pre-Cantorian. More accurately, however, one should say that Deleuze’s theory of multiplicities is non-Cantorian.’ Cantor’s set theory represents the crowning moment of the tendency toward ‘discretization’ in mathematics; Deleuze’s project, by contrast, is to formalize the conception of ‘continuous’ multiplicities that corresponds to the problematic pole of mathematics. Problematics, no less than axiomatics, is the object of pure mathematics; just as Weierstrass, Dedekind and Cantor are the great names in the discretization programme, and Hilbert, Zermelo, Frankel, Godel and Cohen the great names in the movement toward formalization and axiomatization, it is Abel, Galois, Riemann and Poincaré who appear among the great names in the history of problematics. ”
    — Blog: concrete rules and abstract machines 2011-03-29 | For Deleuze, the distinction between problematics... from -  Peter Hallward: Think Again. Alain Badiou and the Future of Philosophy.
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    yt-account: ernststolz

    - Two Chorales a) from the St. Matthew and b) St. John Passion by J.S.Bach in a setting for viol consort - Ernst Stolz plays the viol (viola da gamba) - in playback?



    -------------------------------------------------------------------


    The melody of the 1st chorale "O Welt, ich muss dich lassen" is a loan from Heinrich Isaac's  "Innsbruck ich muss dich lassen".


    [...]

    This famous melody was most likely composed by Heinrich Isaac from whose pen we have two 4-pt settings, the earliest with the melody in the tenor, the latest with the melody in the soprano part (it has not been definitely established, however, which version came first.) In any case, the earliest appearance of this melody as used by Isaac dates roughly from about 1490. The text used by Isaac is secular in nature and reflects the poet’s/singers’ sadness and reluctance in departing from the city where he will leave behind him his beloved as he sets forth to go elsewhere in the world. Without being able to provide clear evidence for their suppositions, musicologists have surmised that Isaac may have derived/taken the melody from a 15th-century folksong or frottola, but the majority of musicologists believe that it might be Isaac’s own melody. Certainly the excellence of his settings aided in the quick dissemination of this melody so that was already being used for sacred songs as early as 1505. In 1550 it was used as the basis of the CM for the CT Du Friedefürst, Herr Jesu Christ (see: CM Du Friedefürst, Herr Jesu Christ)

    [...]

    cf.: bach-cantatas.com/  --  Chorale Melodies used in Bach's Vocal Works
    O Welt, ich muß dich lassen / Nun ruhen alle Wälder

    March 29 2011

    Syria: Complexity behind the Protests

    Written by Antoun Issa

    Unrest in Syria enters its second week, as anti-government protests continue in their bid to oust President Bashar al-Assad.

    Death toll figures vary between 100 to 300, with hundreds more detained, after two weeks of clashes between protesters and security forces in Deraa, Latakia and other towns.

    Syrian protesters have posted a large number of video clips on YouTube of the violent repression by Syrian security forces. Warning: Video contains graphic footage showing protesters shot in the head Here's one, uploaded by Islam1tv, showing protesters shot in the head.

    More videos and information (Arabic) can be viewed on the Facebook page “Youth Syria for Freedom“.

    The Damascus Bureau has created a list of those detained during the protests to ensure their plight is not forgotten.

    Internal dynamics

    Whilst it may seem that the unrest in Syria is a natural progression of the Arab revolution spreading throughout the region, there are unique dynamics in Syria that distinguish it from other Arab states.

    Syria is a multi-confessional and ethnic state on similar lines as its troubled neighbours Iraq and Lebanon, with a history of sectarian violence.

    The Assad regime belongs to the minority Alawite sect - an offshoot of Shi'ite Islam - who number roughly 15 per cent of the population. Christians and Kurds also form sizeable minorities, each constituting approximately 10%. The remaining majority are Sunni Arab.

    Consequently, a sectarian undertone exists to the current crisis in Syria.

    Late Syrian President Hafez al-Assad, father of Bashar, infamously slaughtered thousands in the city of Hama in 1982 to crush a rebellion by the Muslim Brotherhood.

    With the exception of the Kurds, Syria's minorities generally favour Assad due to his secular political stance, and fear a potential Islamist emergence to power.

    Syria expert and blogger at Syria Comment, Joshua Landis, has been covering the events and offers the following background:

    The Dara’a protests prompted Alawites in the coastal city of Latakia to gather in large numbers in a central square, Dawwar az-Ziraa, to show support for their embattled President. Many have changed their Facebook profile images to a picture of Bashar. Syrian Christians and other religious minorities that together make up a further 13% of the Syrian population have also shown broad support for Assad, who has defended secularism. Many have worked themselves into a panic about the possibility that political upheaval will empower Islamists, as happened in Iraq. Almost 1 million Iraqi refugees live in Syria, their presence a cautionary tale of regime change that has gone wrong.

    Key to a successful revolution is splitting Syria’s elites, which comprise the Alawite officer class of the security forces and the great Sunni merchant and industrial families, who preside over the economy as well as Syria’s moral and cultural universe. If those elites stick together, it is difficult to envisage widespread but scattered popular revolts overturning the regime. But an Alawite-Sunni split within the elites would doom the regime. The cohesion of those elites, though, is a question of social class as much as of confession.

    The centrality of Dara’a in the uprising may have limited its appeal to the urban elites. The dusty border city marked by tribal loyalties, poverty and Islamic conservatism may inspire Syria’s rural masses who suffer from poverty, a prolonged drought and joblessness, but mass demonstrations there have frightened Syria’s urban elites. Even those who share anger at repressions and hope for liberation with their rural counterparts still fear the poor and the threat of disorder.

    Counter demonstrations in support of Assad have been held in a number of Syrian cities, highlighting the anxiety of some minorities. Below is a YouTube clip of a pro-government rally in north east Syria, uploaded by ELIEELIAS187. It shows protesters chanting: “With our soul, with our blood, we sacrifice ourselves for Bashar”:

    Landis received this eye-witness account from a German friend who attended the pro-Assad rally in Aleppo, disputing claims that anti-government protests were held in the city:

    There was and still is a big demonstration in progress in Aleppo today (Friday 25th), pro-regime of course. There was apparently a small one of some 200-250 people early this morning, basically in support of the wage hikes announced yesterday, and around 12h30 a bigger one started brewing around Sa’d Allah al-Jabiri place, which just kept growing throughout the afternoon. Now (21h00 local) it’s spread out into the residential areas; Mogambo place is absolutely packed with people dancing and a band standing by. I’d send you pictures except that internet is so terribly slow that I can’t upload anything at home.

    Obviously it’s orchestrated to some extent, the usual slogans, the usual underclass youths, the usual black leather clad security guys watching from a distance. But everyone we’ve talked to in the last weeks seems genuinely pro-regime, and now doubly so in light of the reform announcements. Guys I was watching Al Jazeera coverage of violence in Sanamayn today were only muttering “kazzab, kazzab” [lies, lies] under their breath.

    The Kurds are of course a different matter; the Ashrafiyya and Shaykh Maqsud suburbs were completely sealed off last Monday (21st, Nawruz)–but that’s true every year and nothing special happened this year to my knowledge. Otherwise every one here that I’ve been able more or less to gauge is delighted over Egypt, Libya, you name it, but sees no parallel to Syria, invokes arguments you already know (Dera’a is being led by families with older antipathies to the Asads and allies of Khaddam), and wouldn’t remotely think of calling for Bashar’s removal.

    On your blog today you mention reports of demonstrations in Aleppo, by which I understand are meant anti-regime demonstrations. Do you have more information on this, like where exactly they were? Certainly didn’t see anything and have trouble imagining it.

    Another Syrian friend in Aleppo wrote to Landis stressing that President Assad enjoys significant support:

    As an addendum to yesterday, I can certainly understand why a lot of Syrians are upset with foreign coverage of the crisis (going so far as to besiege the Al Jazeera studios in Damascus). The events in Deraa, Latakia and elsewhere are indeed critical and deserve wide attention.

    But for maybe 90% of the Syrian population, the reality they are living is the sort of pro-regime support that was witnessed yesterday in Damascus, Aleppo and other cities. The festivities in Aleppo, Syria’s second largest city, lasted a good 12 hours and involved I would guess in the low tens of thousands of people–but this was not covered or even mentioned by a single news outlet that I have seen. This isn’t to say that all those people are diehard Bashar fans; it was a beautiful day Friday and there were many families out just to see what was going on. That these demonstrations are “organised by the regime” is kind of a cliché, however, seeing that any thinkable civil group involved (unions, youth clubs, etc.) is tied to the regime on some level; but “fabricated,” as a recent comment posted to your blog suggests, they most certainly are not.

    Landis himself writes a detailed piece revealing a Syria dividing between pro and anti-government camps, with a silent majority yet to make its decision:

    Syria is dividing into sides – those that will fight the state and those that support the president or fear revolution. The silent majority is still sitting on the side lines, but they will not be able to do so for long if order collapses. The army is sticking by the President, a main difference with Egypt or Tunisia. So long as the army remains united and obeys the President, it will be hard for the opposition to take over parts of the country or bring down the regime.

    There were pro-Bashar demonstrations in many cities yesterday, such as Hassake, Homs, Latakia, Damascus in several places, and Aleppo, but there were equally anti-government demonstrations in a number of places, which are now increasingly calling for an end to the Baath Party and the fall of the regime – isqat al-nizaam. I have spoken or corresponded with people in Latakia, Aleppo and Damascus today. Aleppo and Damascus are calm. Latakia is not. The Republican Guard and the army have entered the city to end violence. The people were cheering them on from the balconies in the Sunni neighborhood, I am told.

    My wife’s family in Latakia is divided over what is going on. Her mother claimed that although they had not been able to go down town, she insisted that she was very confident in the wisdom of the Syrians. She said they would never be dragged into civil war. She said that in most parts of the city yesterday, people had been out and about.

    My brother-in-law, Firas, who lives in American, a Christian quarter near Shaykh Dahr, the downtown area where the demonstrations and shooting took place yesterday, has left the city with his Christian wife and children. He was very anxious when we spoke to him in Latakia this morning at his work place. He said that all the Sunnis who work in his company were saying that there were foreign Sunni elements in town that no one recognized. He believed that they were involved in the fighting yesterday in center city. A number of Syrian military and police were taken to the hospital, having been shot. Firas said that they did not have arms because they were not supposed to shoot at the demonstrators due to the President’s orders. The opposition had arms.

    Pro-government people believe that there is an organized and armed opposition that came into town to start a fight and spread false rumors about Alawites from the Mountains coming into town to attack Sunnis, etc.

    See the Facebook site:   بلدي حبيبي … ممنوع الفتنة …ويلو اللي يعادينا ؟ In order to see how people are talking about the “Mukharabiin,” the foreign intruders who no one recognizes in Latakia. They say that the unknown intruders entered both Sunni and Alawi neighborhoods and yelled about how the opposite sect was coming to destroy them and “burn them down.” They claim that there was an organized effort to stir up sectarian distrust and violence.

    In Jableh, a mixed city just south of Latakia on the coast, there was a big demonstration made up of the entire city (`an bikrati abiiha) on Saturday night. They chanted: “wahid, wahid, wahid, Sunni wa Alawi wahid.” “One, one, one – Sunnis and Alawis are one. ”

    Another Christian friend from Latakia – no relation – said that there was a much more organized opposition in town and a lot of sniper shots going on still. There is a fire at the prison, he said. He pooh-pooed the notion that a foreign element was in town, but said that the organized opposition was home grown.

    The comments section of Landis' blog is indicative of the split and cynicism among Syrians. Whilst it may appear to the West that the protests in Syria are largely driven by pro-democratic ambitions, for Syria's minorities it is an anxious fear of an Islamist undercurrent.

    SOURI said:

    I read repeatedly on revolutionist websites calls from Wahhabis to the revolutionists to attack ammunition depots and steal them. Those Wahhabis are not peaceful demonstrators, they are attacking security, military, and government buildings. They have been burning Assad’s portrays. This is not peaceful demonstration, it is an organized Wahhabi-led rebellion.

    The war time has not come yet since that the demonstrators remain too few. However, should the Islamists pour in large numbers into the streets, the war plan must be implemented without hesitation. No surrender. Surrender means the end of Syria, and the end of Alawis before anybody else.

    This is not a “democracy revolution,” it is a sectarian insurgency launched by Wahhabis. This is what we have been saying all along and I am glad that some American diplomats have the courage to say things as they are.I just don’t agree with some of the details they mentioned, especially those related to the Kurds and their potential state.

    Shami said:

    Let them here leo ,Souri’s comments sound the same than to those of the regime.(and similar in one way or other to Dr Landis’s last comments)
    The “’salafi,ekhwani,israeli,cia ,kurdish ,wahhabi’” plots of the regime do not work anymore .
    They even used this trick when they killed their enemies like Sheykh al Khaznawi.

    One commenter questioned the motives of detained Egyptian-American tweep @Battuta:

    Solitarius said:

    I’m surprised by those who go out of their way to claim that this Egyptian man is innocent (twitter acount: Battutta)

    Being neutral and objective means just that.. it doesn’t mean that you should automatically side against the government just because it has a bad history. Really as Jad asked, what is an Egyptian American who passed by Israel doing in Syria taking pictures in times like these? I personally wouldn’t dare take pictures and go anywhere.. Hell even in normal circumstances i wouldn’t take any pictures if i’m close to any government, police or Baath building

    clearly there are people who are over doing it in terms of their humanism to the point of being ridiculously naive. People wake up.. It’s that governments lie.. but governments also recruit people and send spies all the time.

    Another lashed out at anti-government protesters for undermining the social fabric:

    Jad said:

    The anonymous rebels are now all defencive and talking about how good, intelligence, patriots and not sectarian they are and that everybody should trust them!
    How about telling us and those young Syrians who paid their lives for their call of ‘who the hell are you’, what are you planning to do after destroying the social fabric of Syria and how and what are the ’saving’ plans you propose for poverty, corruption, unemployment, economy, policies (domestic and international) and how are you going to free Jolan?!
    They also sound a bit desperate and begging everybody to send Aljazeera millions and billions and zillions of messages.
    I guess if they stop spreading sectarian language, be honest and have welcoming national and rational language and have names, ‘maybe’ they will convince more people otherwise what they are doing is using the blood of Syrians for keeping the violence circle running full speed.

    An Israeli commenter argued that Israel also fears the emergence of an Islamist state should anti-government protests succeed, oddly placing Tel Aviv in support of its old foe Assad:

    Shai said:

    It really does amaze me how dependent some people are on Israel. How even now, when the Arab World is experiencing an awakening never before seen in the history of the region, Israel has some “role” to play in all this. Every development in the region, according to some, is a function of Israel.

    While Israel does indeed more closely resemble KSA and Iran than Syria, I can assure you that neither are deemed “friends”. Those same Wahhabis in KSA preach far worse against Jews (not Israelis) than any Syrian ever could. They are far more dangerous to us Jews in the region and worldwide, than any Mufti in the secular-Arab world.

    Syria is at a crossroads, with high stakes for regional stability. Anti-government protests appear to be polarising the country, with many - including regional powers - fearing the lingering presence of the Muslim Brotherhood. All the more reason why US Secretary of State Hillary Clinton has opted to stay out of this potential revolution, labeling Assad a “reformer”.

    Reposted bysbsm sbsm
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