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November 23 2010

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Unterschiede

Das zentrale Kapitel in Die Form der Unruhe ist für mich das Kapitel mit der «Liste der gelöschten Unterschiede». Darin schlagen Piazzi und Seydel vor, vor dem Hintergrund der eben beschriebenen Epochenzäsur traditionelle Unterschiede, die wir mit dem Gebrauch bestimmter Wortpaare machen, zu löschen. Dazu gehören die Unterschiede zwischen: «objektiv» und «subjektiv», zwischen «mündlich» und «schriftlich», zwischen «privat» und «öffentlich», zwischen «mein» und «dein», zwischen «virtuell» und «real» sowie zwischen «entweder» und «oder». Ganz zufällig ist diese Liste nicht und die Diskussion dieser Wortpaare zeigt, dass sich die Bedeutung der fraglichen Unterschiede auch tatsächlich verändert. Doch möchte ich – ganz im Sinne der Dialektik – nicht von einer Löschung, sondern von einer Aufhebung dieser Unterschiede sprechen. Denn der Begriff der «Aufhebung» hat zwei Bedeutungen, einerseits eben die Löschung eines bestehenden Unterschieds und andererseits die gleichzeitige Etablierung eines neuen Unterschieds auf einer höheren Bedeutungsebene (AufHEBEN!). Ich vermute, das haben Piazzi und Seydel eigentlich auch im Sinn, wenn sie mit ihrer Löschung der aktuellen Unterschiede darauf aufmerksam machen wollen, «welches Potential in einer Anpassung einer nicht mehr passenden Unterscheidung liegen könnte».

Die Wahrheit eines jeden Unterschieds – darin stimme ich mit den Autoren überein –, liegt in den praktischen Folgen. Das nennt man die pragmatische Methode. William James hat sie wie folgt formuliert: «Die pragmatische Methode besteht in […] dem Versuch, jedes dieser Urteile dadurch zu interpretieren, dass man seine praktischen Konsequenzen untersucht. Was für ein Unterschied würde sich praktisch für irgend jemand ergeben, wenn das eine und nicht das andere Urteil wahr wäre? Wenn kein, wie immer gearteter, praktischer Unterschied sich nachweisen lässt, dann bedeutet die beiden entgegengesetzten Urteile praktisch dasselbe und jeder Streit ist müssig. Soll ein Streit wirklich von ernster Bedeutung sein, so müssen wir imstande sein, irgend einen praktischen Unterschied aufzuzeigen, der sich ergibt, je nachdem die eine oder die andere Partei recht hat.» Die Wahrheit der Unterschiede erschliesst sich uns also nicht allein aus dem blossen Nachdenken über das richtige und gute Zusammenleben, sondern vorab aus unserer Lebenspraxis («Workflow») mit all ihren Gegensätzen und Widersprüchlichkeiten.

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Computer und namentlich das Internet hätten aber das Potential, Kontexte in Form «relationaler Ordnungen» («Verbindungen, Position & Blickwinkel, Passungen») zu schaffen.
Die Form der Unruhe
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National Geographic's Photography Contest 2010
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Conditional cash transfer programmes are now a central part of the debate on social protection policies. So far the emphasis has been on “conditional”. This column focuses on the “cash” and suggests that it might benefit financial development – and that this possibility should be explored at the very least.

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Among social protection policies, conditional cash transfer programmes are undoubtedly one of the most important innovations. These programmes are designed to achieve broad development objectives. The number of countries implementing conditional cash transfer programmes is rapidly growing, from about 3 in 1997 to more than 30 a decade later. Their most innovtive aspects are that:

  • these transfers are often paid in cash (as opposed to “in kind”),
  • they are targeted (usually to the poor and, especially, to women in households with children),
  • they have an explicit poverty reduction objective (they aim at alleviating poverty in the short-run through the transfers themselves, and to alleviate long-run poverty by linking the receipt of such transfers to investments in human capital),
  • they have an explicit conditionality component (the receipt of further transfers is often conditional on, for instance, school attendance and visits to health centres), and
  • they contain in their design a very strong ex-post evaluation component.
One particularly innovative component of these programmes that has received scant attention in the literature is their potential to foster financial inclusion.

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— Nauro F Campos Fabrizio Coricelli voxeu.org 20101122 | How financial development can maximise the impact of social protection policies in low-income countries 
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