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November 07 2010

02mydafsoup-01

Pierre Bourdieu

Algerische Skizzen

Suhrkamp Verlag, Berlin 2010

ISBN-10 3518585525
ISBN-13 9783518585528
Gebunden, 523 Seiten, 32,90 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Bernd Schwibs, Achim Russer und Andreas Pfeuffer. Pierre Bourdieu kam Mitte der 1950er Jahre zum ersten Mal nach Algerien, und zwar als Soldat im Algerienkrieg. Nach Abschluß seines Militärdienstes führte er hier erste Feldforschungen zur Kultur der Berber in der Kabylei durch, die seine späteren großen soziologischen und wissenschaftstheoretischen Arbeiten nachhaltig geprägt haben. Erschüttert von der systematischen Zerstörung einer ganzen Kultur durch das französische Kolonialregime hatte Bourdieu in Algerien gewissermaßen sein Erweckungserlebnis als ethnologisch geschulter Soziologe. Insbesondere sein Entwurf einer Theorie der Praxis ist direkt durch die Algerienerfahrung beeinflußt worden.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 06.11.2010

Mit großem Interesse hat Robin Celikates diese Texte Pierre Bourdieus über Algerien gelesen, die aus seiner Sicht recht nachvollziehbar die Wandlung des jungen Ethnologen zum Soziologen und damit einen entscheidenden Entwicklungsschritt in der Bildungsgeschichte dieses bedeutenden Soziologen des 20. Jahrhunderts nachvollziehbar machen. Entstanden sind die Arbeiten zum Strukturwandel der algerischen Gesellschaft zwischen 1959 und 2003 und entscheidend durch Bourdieus Zeit erst beim Militär und ab 1957 als Dozent für Philosophie in Algier geprägt. Beeindruckend findet der Kritiker besonders, wie Bourdieu in seinen "empirisch und zugleich narrativ dichten Schilderungen" den französischen Kolonialismus als eine "das gesamte Leben durchdringende Herrschaftspraxis greifbar" werden lässt. Mit Bedauern registriert der Kritiker auch, dass in frühen Texten noch eine "dichterische Dimension" spürbar ist, die später dann im "fester gefügten Kategoriennetz seiner Theoriesprache" verloren gegangen sei.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.09.2010

Als neuerliche Chance dem großen Soziologen Pierre Bourdieu beim Verfertigen seiner Theorie zuzusehen, sieht Joseph Hanimann diesen Band. Der Rezensent folgt dem Autor zu den kabylischen Bauern ins Algerien der 50er Jahre und stellt fest, wie sehr Bourdieus Blick von gängigen Sichtweisen und Kategorien, moralischer oder politischer Natur, abweicht, indem er Feldforschung betreibt, mit Begriffen experimentiert und die algerische Landbevölkerung nicht sozialromantisch als rückständig begreift, sondern als "explosive Kraft". Für Hanimann sind das Zeitzeugnisse mit Aktualität. Zusammen ergeben sie allerdings kein Geschlossenes: Weil dies nicht Bourdieus Arbeitsweise entspricht, aber auch weil Auswahl und Anordnung der Aufsätze nicht überzeugen, wie Hanimann kritisch anmerkt.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.09.2010

Andreas Eckert hat die nun erschienene deutsche Ausgabe von Pierre Bourdieus in und über Algerien verfassten Texte gelesen und findet sie aus zwei Gründen sehr erhellend. Zum einen bekomme man hier einen Eindruck von der Basis von Bourdieus "Sozialtheorie". Zum anderen aber bietet das Buch "faszinierende Einblicke in die spätkoloniale Gesellschaft" des Landes. Bourdieu war 1955 als Soldat nach Algerien gekommen und begann hier nach seiner Zeit beim Militär mit seinen soziologischen und ethnologischen Forschungen, erfahren wir. So hat er sich beispielsweise besonders mit den Berber-Gesellschaften oder mit den durch die französische Kolonialmacht in "Umsiedlungslager" aus ihren dörflichen Gemeinschaften gerissenen Bauern befasst, erklärt der Rezensent. Er hätte es begrüßt, wenn auch einige von Bourdieu selbst geschossene Fotos von diesen Lagern abgedruckt worden wären, ansonsten aber dessen in diesem Band versammelten Algerieneindrücke mit großem Interesse gelesen.

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November 06 2010

02mydafsoup-01

Das Dogma der Unantastbarkeit

Eine Auseinandersetzung mit dem Absolutheitsanspruch der Würde

Mohr Siebeck Verlag, Tübingen 2010

ISBN-10 3161500199
ISBN-13 9783161500190
Kartoniert, 200 Seiten, 49,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Oliver Lembcke und Rolf Gröschner. Der vorliegende Band dokumentiert die Vorträge, die auf einer Jenaer Tagung zum "Dogma der Unantastbarkeit" gehalten wurden. Im einführenden Aufsatz der beiden Herausgeber wird die Auseinandersetzung um den Anspruch einer dignitas absoluta, die den gesamten Band durchzieht, aufgegriffen und kritisch kommentiert. Unter den Autoren sind der Berichterstatter im Verfassungsbeschwerdeverfahren gegen das Luftsicherheitsgesetz, ein ehemaliger Vorsitzender Richter des Bundesverwaltungsgerichts und vier namhafte Kommentatoren des Grundgesetzes. Weitere Beiträge beleuchten internationale, europarechtliche, sozialrechtliche, politikwissenschaftliche und philosophische Aspekte des Themas.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.11.2010

Als großes systematisches Problem betrachten die Herausgeber und Autoren dieses Bandes den Absolutheitsanspruch, mit dem die Grundgesetz-Verfasser einen einzigen, nämlich den ersten, den Menschenwürde-Artikel versehen haben. Im Alltag des Rechts ist, darin scheinen sich alle Autoren des Sammelbands (sowie der Rezensent Manfred Pawlik) einig, schwer damit umgehen. Mögliche Lösungen werden gesucht, zwei stellt der Rezensent vor. Matthias Herdegen versucht es mit der Entrückung des Menschenwürde-Paragrafen in einen Normenhimmel, der Alltagsfragen kaum mehr tangiert. Für Christoph Enders bleibt wenig mehr als ein letzter Rückhalt gegen "apokalyptische Verrohungen”. Beides kann Pawlik nicht vollends überzeugen. Als schlimme Konsequenz des für ihn fragwüdigen Absolutheitsanspruchs nennt er das umstrittene Lufthoheitsurteil: Nur in Deutschland könnten Terroristen, spitzt er die Sachlage zu, Anschläge per Passagierflugzeug ungehindert ausführen, weil das Bundesverfassungsgericht den Abschuss verbietet.

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02mydafsoup-01

Obama's Broken Promises on IP and Meds

President Obama travels today to India for the first time since his election, arriving on November 6. His trip will feature high-level meetings organized by powerful U.S. and European corporate interests, including an address to the U.S.-India Business Council, a corporate interest group hosted by the U.S. Chamber of Commerce that includes all major multinational pharmaceutical companies among its members. U.S. Assistant Secretary of Commerce Suresh Kumar confirmed last week on the sidelines of a business conference that securing more restrictive intellectual property rights for U.S. companies was a key U.S. demand. He said, ?[the US is] lobbying to do here, to protect international property rights, to protect our patents.?
02mydafsoup-01
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