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September 23 2010

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The Strategy of Refusal | libcom.org


Mario Tronti

This article develops a concept that has been fundamentals to autonomous politics in Italy - the concept of the working class refusal - The refusal of work, the refusal of capitalist development, the refusal to act as bargaining partner within the terms of the capital relation.

If we accept his description of the working class as developing within the structures of capitalist production, but outside of, free from, its political initiative, then we have a test-bed for a radical critique of current forms of Marxist orthodoxy regarding organisation.

The argument contained in this piece is developed still further - in the context of a new class composition - in Toni Negri1s concept of working class and proletarian "self-valorisation", contained in the article "Domination and Sabotage".

The Strategy of the Refusal was written in 1965 as part of the "Initial Theses11 in Tronti's Operai e Capitale ("Workers and Capital"), Einaudi, Turin, 1966, pp.234-252.

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181_1_Stellungnahme_1und1_JMStV_Anhoerung_RLP_230910.pdf

1und1-Stellungnahme zum Jugendmedienschutzvertrag für den einberufenen Ausschuss in Rheinland-Pfalz
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Netzaktivisten: Kritiker am Jugendschutz-Vertrag im Landtag unerwünscht | Regionales - Rhein-Zeitung 20100923

Mainz - Von den Ministerpräsidenten ist es schon abgesegnet, da müssen sich die Mainzer Parlamentarier auch nicht mehr mit grundsätzlicher Kritik an einem Gesetz befassen? Im Vorfeld der Anhörung zum Jugendmedienschutzstaatsvertrag am Donnerstag gibt es Kritik an der Auswahl der Experten.

(Im Anhang des Artikels befindet sich die ausführliche kritische 1und1-Stellungnahme als pdf)
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SWR2 ForumDie Meinungsmacher –

Wem nützt der rechte Populismus?

Es diskutieren:
Prof. Dr. Gerd Langguth, Politikwissenschaftler, Universität Bonn
Dr. Michael Naumann, Chefredakteur der Monatszeitschrift "Cicero", Berlin
Dr. Antje Vollmer, Publizistin, Berlin
Gesprächsleitung: Eggert Blum

Es scheint paradox. Deutschland meistert besser als andere Länder die Wirtschaftskrise, feiert Exporterfolge und hat weniger Probleme mit Migranten als etwa Frankreich oder England. Dennoch wird ein Buch zum Bestseller, das schwierige, aber lösbare Probleme der Integration zur Überlebensfrage des deutschen Volkes stilisiert. Seit Wochen beherrscht das Thema die Medien. Inzwischen wird sogar über die Chancen einer rechten Protestpartei spekuliert. Woher rührt die neue deutsche Lust an öffentlicher Enthemmung und Erregung?

Audio: 45 Min.

SWR2 Forum: Die Meinungsmacher – - SWR2 :: Programm :: Sendungen A-Z :: Forum :: Rückschau | SWR.de 20100922
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Die taktische Ausrichtung der Urheberrechtslobby geht m.E. von dem Kalkül aus, dass aufgrund einer  unablässigen legislativen Beanspruchung der Entscheidungsträger auf nationaler und internationaler Ebene (Zensursula, Elena, Galloreport, Swift, ACTA, Combating Online Infringement and Counterfeits Act, etc. ICANN), sich die Rechtslage auf den diversen legislativen Rechtsfindungsprozessen höchst unübersichtlich und für die öffentliche Meinung kaum nachvollziehbar gestaltet. Das Ergebnis sind in der Öffentlichkeit als auch in den Gremien und Parlamenten unübersehbare Kompetenzlücken, die  der Möglichkeit zu wie auch immer gearteter Manipulation in der Gesetzgebung Tür und Tor öffnet.

Was sich hierbei schlussendlich erwarten lässt,  ist  ein löchriges Urheberrechtssytem sowie ein x-beliebig definierbares Recht auf Meinungs- und Informationsfreiheit, das sich je nach Land und Mehrheitsverhältnissen beliebig formen und verformen lässt und somit mehr denn je ökonomisch den Intentionen der Film-, Musik- und Softwarebranche, aber eben nicht nur dort, sondern nicht minder den langen Wunschlisten auf zensierende Einflussnahme durch die jeweiligen politischen Mehrheits- und Machtverhältnisse (siehe u.a. Rundfunkänderungsvertrags-Regelung und die hier thematisierte us-amerikanische Initiative) entgegenkommt.

oanth - muc - 2010923
Reposted bykrekk krekk
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September 22 2010

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Für die Zukunft nicht gewappnet: Wie ist es um die soziale Mobilität in Deutschland heute bestellt?

22. September 2010

Ergebnisse der empirischen Studie «Kaum Bewegung, viel Ungleichheit», erstellt im Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) im Auftrag der Heinrich-Böll Stiftung

Seit langem gibt es in Deutschland weniger soziale Mobilität als in anderen industrialisierten Ländern, weniger soziale Aufstiege und weniger Abstiege. Betrachten wir die langfristige Entwicklung genauer.
Die im Krieg oder unmittelbar danach in Deutschland Ost und West geborenen Generationen waren vergleichsweise mobil. Von den 1940 – 49 geborenen Männern konnten in Westdeutschland ca. 40 Prozent eine höhere Klassenposition erreichen als ihre Väter, während etwas weniger als 15 Prozent im Vergleich zu ihren Vätern abstiegen. In Ostdeutschland stiegen ebenfalls gut 40 Prozent auf, etwa 16 Prozent stiegen ab. Deutlich anders war die Situation von Frauen. In den alten Bundesländern konnten weniger als 30 Prozent der Frauen aufsteigen, fast genauso viele verschlechterten sich. Im Osten gelang ca. 40 Prozent der Frauen des Jahrgangs 1940 – 49 ein Aufstieg, ungefähr 25 Prozent stiegen ab.

Schauen wir uns nun die Situation 20 bis 30 Jahre später an, stellen wir fest, dass es im Westen eine deutliche Annäherung zwischen Männern und Frauen gegeben hat. Beide Geschlechter verzeichnen zu etwa 35 Prozent Statusgewinne im Vergleich zu ihren Eltern, die Abstiege liegen für Männer wie Frauen um jeweils 20 Prozent. Anders in den neuen Bundesländern: Hier finden sich mehr Aufstiege für Frauen als für Männer. So stiegen 28 Prozent der zwischen 1970 und 1978 geborenen Frauen in den neuen Bundesländern auf, bei den Männern sind es knapp 18 Prozent. Gleichzeitig stieg etwas weniger als ein Drittel der ostdeutschen Männer und Frauen sozial ab. All das zeigt, dass sich die soziale Mobilität für Männer und Frauen in Ost- und Westdeutschland unterschiedlich entwickelt hat.

[...]

Warum bestimmt die Herkunft der Eltern so stark die Lebensperspektive der Kinder?

Die wesentliche Ursache ist die Bildung. Kinder aus bildungsnahen Schichten haben wesentlich bessere Möglichkeiten, selbst eine hohe Bildung zu erreichen als Kinder aus bildungsfernen Schichten. Dies gilt für Noten, Bildungsabschlüsse (Zertifikate) und kognitive Kompetenzen. Auch die Übertragung des sozialen Habitus von Eltern auf Kinder darf nicht unterschätzt werden. Die Gründe dafür sind vielfältig. Wir setzen im internationalen Vergleich viel zu spät an, Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern an Bildung heranzuführen. Nur 15 Prozent der Kinder zwischen drei und fünf Jahren können in Westdeutschland Kindertagesstätten besuchen. Unsere Halbtagsschulen trennen Kinder meist im Alter von 10 Jahren. Wir verzichten auf sozialpädagogisch geschultes Personal und lehren noch immer im Klassenkontext, ohne die individuellen Bedürfnisse der Kinder ernst zu nehmen.

Die meisten anderen Länder zeigen uns, dass es auch anders geht. Die Bildungsarmut liegt dort deutlich niedriger, und die Vererbung von Bildung ist weitaus weniger ausgeprägt.

[...]


Was ist dran an den Ängsten der Mittelschichten vor dem gesellschaftlichen Abstieg?

Alle Indikatoren weisen in die gleiche Richtung: Der Abstand zwischen oben und unten ist größer geworden, der Armutssockel wird breiter. Noch lässt sich Deutschland insgesamt als eine «nivellierte Mittelstandsgesellschaft» beschreiben. Karl-Martin Bolte fasste dies in den 1970ern in das Bild einer Zwiebel: ganz unten und ganz oben wenige Menschen, in der Mitte sehr viele. Diese Zwiebel ist vor allem das Ergebnis von Einkommensdaten der amtlichen Statistik. Um den Zustand einer Gesellschaft besser zu beschreiben, bedarf es aber zusätzlicher Anhaltspunkte: Wie sehen die Deutschen die Verteilung von Arm und Reich insgesamt? [...] Die Mehrheit der Befragten positioniert sich nämlich selbst im mittleren Feld, fühlt sich also der Mittelschicht zugehörig. So ergibt sich insgesamt wieder das Bild der Mittelstandszwiebel – inmitten der Pyramide. Wie aber ist der Unterschied zwischen der Gesamtsicht und der Einordnung der eigenen Person zu erklären? Es kommt entscheidend darauf an, mit wem sich der Einzelne vergleicht.

Die Sozialpsychologen Leon Festinger (1954) sowie Henri Tajfel und John C. Turner (1979) formulierten, dass der Mensch versuche, bei sozialen Vergleichen immer positive soziale Identitäten oder eine «positive Distinktheit» herzustellen, nach dem Überlebensmotto: Es geht mir schlecht, aber vielen anderen geht es noch schlechter. Der Schutzmechanismus mittlerer Selbsteinordnung könnte ein Faktor sein, der die Unzufriedenheit dämpft. Ein anderer Selbstschutz deutet sich an, wenn man prüft, wo die Befragten eine Linie ziehen, unterhalb derer aus ihrer Sicht Armut beginnt. 70 Prozent der Hartz-IV-Bezieher zeichnen ihre subjektive Armutslinie oberhalb der eigenen Position. Sie betrachten also wesentlich mehr Menschen als arm, als es die Erwerbstätigen und die, die noch nicht lange arbeitslos sind, tun. Diese zuletzt genannten Gruppen ziehen die Linie tiefer, für sie gibt es in der Gesellschaft weniger Arme. Entscheidend ist dabei, dass es gruppenspezifische Armutslinien gibt. Das heißt nicht nur, dass diese Wahrnehmungen der sozialen Realität an den sozialstatistisch festgelegten Armutsdefinitionen vorbeigehen, sie lassen auch ahnen, wie uneinheitlich die soziale Wirklichkeit gesehen wird.

Die «tiefgreifenden soziologischen Differenzen», wie sie Georg Simmel in seiner Soziologie der Armut 1908 umriss, können auch als Schutzmechanismus gesehen werden: Jeder fügt sich sein eigenes Bild von Gesellschaft zusammen, und so entstehen keine einheitlich empfundenen Abgrenzungen, kein Ziel für alle, kein Gegner, von dem sich die große Mehrheit absetzen oder den sie entmachten will. So formt sich keine revolutionäre Masse. [....]  Umso wichtiger ist es, die Menschen zu befähigen, Armut auch subjektiv zu überwinden, ihnen Fähigkeiten (capabilities) zu übertragen, wie es die Rechtsphilosophin Martha Nussbaum und der Ökonom Amartya Sen ausdrücken. Hier sprechen wir dann insbesondere von Bildung, Ausbildung und Weiterbildung, den klassischen Antriebskräften sozialer Mobilität. Das formt das Protestpotenzial in ein Innovationspotenzial und dann in Innovation um, es macht aus einer eher starren und ruhigen Gesellschaft, eine beweglichere, für die Zukunft offenere – und besser gewappnete.

Hinweis: Die Studie «Kaum Bewegung, viel Ungleichheit. Eine Studie zum sozialen Auf- und Abstieg in Deutschland», verfasst von Reinhard Pollak (DIW), erscheint im Herbst 2010 in der Schriftenreihe der Heinrich-Böll-Stiftung.

Für die Zukunft nicht gewappnet: Wie ist es um die soziale Mobilität in Deutschland heute bestellt? - Soziales - Heinrich Böll Stiftung
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DRIFTWORK - 22/09/10

silicon assemblages


“An assemblage is carried along by its abstract lines, when it is able to have or trace abstract lines. You know, it’s curious, today we are witnessing the revenge of silicon. Biologists have often asked themselves why life was “channeled” through carbon rather than silicon. But the life of modern machines, a genuine non-organic life, totally distinct from the organic life of carbon, is channeled through silicon. This is the sense in which we speak of a silicon-assemblage. In the most diverse fields, one has to consider the component parts of assemblages, the nature of the lines, the mode of life, the mode of utterance…” -Gilles Deleuze

This led to a discussion which identified both that ‘that carbon is not the only line to be taken into account’ (organic and non-organic life) but also to an early and incoherent consideration of the way in which a technology might be considered. So perhaps one way of looking at this is Simondon saying ‘It could be said that the technical object evolves by engendering a family; the primitive object is the forefather of this family…’

How could and should silicon chips be considered in the technological lineage of a technological evolution ? Is this useful within the context of the thinking of assemblages or is it marked by a leaning towards the increased specialization of the technological object of the computer chip, achieved not ‘…function by function but synergy by synergy’ so that as Simondon says ‘what constitutes the real system in a technical object is not the individual function but the synergetic group of functions…’ For the group of functions is not related to silicon but to the computing functions. And whilst the underlying concept of non-organic life is interesting and fascinating it cannot be right to identify it with mere silicon, because the technological function is more than this, instead with the evolving technological object. The assemblage appears small whilst at the same time hinting at a larger and more complex concept. So perhaps when Simondon says ‘a natural technical evolution…’ It’s not arguing against the silicon-assemblage but instead identifying the actual component parts.

Driftwork - silicon assemblages - by sdv duras | 20100922

September 19 2010

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The development of the internet as a global, free and open resource is a constant challenge. The dynamic and decentralized nature of the internet offers new opportunities for communication and free expression as well as new threats. Today we have reached a critical moment in time when governments that wish to control the spread of information and individuals using digital technologies to promote change are becoming increasingly sophisticated and strategic as they confront each other around the world. The conference aims to begin a long-term discussion of these issues and to form international working groups to promote practical change. 

Internet at liberty - logo

  

Monday, September 20: Pre-conference workshops
Online tools and tactics for advocacy and protection

Afternoon workshops, aimed at activists, bloggers, NGOs and companies, will bring together the world's leading practitioners of internet activism to discuss how to harness various technologies for social change initiatives, protect oneself online, and advocate for policy.

Tuesday, September 21: Day One
The Internet as a force for change: history and challenges

Conference opening day, with sessions focused on setting the historical stage, debating the internet’s role as a democratizing force, and laying out challenges for governments and the private sector. Participants will also be asked to attend one of a series of dinners that will focus on specific topics.

Wednesday, September 22: Day Two
Moving forward: breaking barriers, transparency and innovation

Sessions focusing on national case studies and efforts to advance transparency and accountability. Break-out sessions addressing the relationship between promoting free expression and critical Internet conflicts.

The conference is designed for maximum interaction, with a minimal number of brief presentations. Moderators will be given generous powers to interrupt and involve the audience. Outside of workshops and conference sessions, participants will have the chance to exhibit online tools, publications and videos highlighting their efforts to promote online expression, and cases of dissidents and activists who have been imprisoned or attacked. Breaks will be scheduled so there will be sufficient time for informal meetings, tweeting and blogging.

Due to limited venue capacity, Internet at Liberty 2010 is by invitation only and spaces are limited. If you know of someone who might be interested in attending, please ask them to request an invitation by emailing us at liberty2010@google.com with some information about what they do and why they would like to attend.

For more information, see the Internet at Liberty 2010 website.

Conference: Internet at Liberty 2010, 20-22 September | CMCS

September 18 2010

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Medienradio.org Ein Podcast über das Internet und andere Medien
by Philip on 18. September 2010 in Podcast

Tom Schimmeck hat die taz mitgegründet, arbeitete Jahre beim Spiegel und kann noch heute lebhaft schildern, warum er das Magazin verlassen hat. Aktuell spricht er viel über sein Buch “Am Besten nichts Neues”. Es geht um den Stand des Journalismus und warum alles so rund läuft. Tom berichtet über seine Recherchen bei Lobbyisten in den USA und bei Grenzwert-Journalisten in Ostberlin. Viel Spaß, freuen uns auf Euer Feedback.


MR031 Tom Schimmeck | Medienradio.org 20100918
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Jugend im Jahr 2010

Generation Biedermeier

 

Ausgrenzend und anpassungswillig: Eine neue Studie zeichnet ein beunruhigendes Bild der Jugend. Die Resultate erinnern an die Sarrazin-Debatte. Damit ist die Zwei-Klassen-Gesellschaft angekommen im Denken der Heranwachsenden.

Panische Absturzangst, massiver Anpassungswille sowie Verachtung für alle, die abgerutscht sind: Das Bild, das das Marktforschungsinstitut Rheingold von der Jugend im Jahr 2010 zeichnet, ist nicht gerade beruhigend. Alle acht Jahre befragen die Kölner Forscher in psychologischen Interviews junge Menschen zwischen 18 und 24 Jahren zu ihren Lebenseinstellungen, und in diesem Jahr haben sie signifikante Zuspitzungen ermittelt.

Irgendwie erinnern einen die Resultate an die Sarrazin-Kontroverse, auch Rheingold-Chef Stephan Grünewald geht es so. Sarrazin „greift offenbar ein vorhandenes Lebensgefühl auf“, sagte Grünewald der FR. Sarrazin macht Migranten, vor allem die muslimischen, selbst für ihre Integrationsprobleme verantwortlich und wirft ihnen vor, der Gesellschaft mehr Kosten als Nutzen zu bringen. So populistisch und sozialdarwinistisch diese Schuldzuweisung sein mag – dafür, dass sie so viel Zustimmung erhält, bietet die Studie Erklärungshilfen.

Denn sie zeigt eine Jugend, die alles als brüchig empfindet. Durch instabile Familiensysteme, vor allem auch die Wirtschafts- und Finanzkrise habe sich bei den jungen Erwachsenen die Überzeugung eingegraben: „Ich kann mich auf nichts mehr verlassen.“ Folge: eine „angstvolle und ungeheuer anpassungswillige“ Jugend, eine „Generation Biedermeier“. Mit Selbstdisziplin und einer „fast manischen Suche nach festen Ordnungen und Regeln“ versuchten die jungen Menschen, der von Krisen erschütterten Lebenswirklichkeit beizukommen. Pünktlichkeit, Höflichkeit, Treue in der Partnerschaft haben ebenso Konjunktur wie eine hohe Leistungsbereitschaft: Viel Zeit wird in die Ausbildung investiert, emsig Praktika gesammelt.

Grünewald nennt das „Kompetenz-Hamstern“. Aber er mahnt zugleich, die Qualifikationen würden „häufig wahllos und schematisch angehäuft, nicht aus Liebe zur Sache oder Interesse“. Bedenklich wird der Selbstschutz aber vor allem, wo er zur Ausgrenzung anderer führt. „Erschreckend“ nennt Grünewald denn auch den Befund, in welchem Ausmaß Jugendliche ihre Absturzängste kompensieren, indem sie gesellschaftliche Verlierer schmähen. „Loser“, „Opfer“ und „Hartz IV“ seien längst zu gern gebrauchten Schimpfwörtern avanciert, konstatiert die Studie.

Selbst Menschen, die sich als eher links und solidarisch einstufen, schauten mit Verachtung auf schwächere Gruppen. Damit ist die Zwei-Klassen-Gesellschaft angekommen im Denken der Heranwachsenden: „Die Welt“, so die Studie, „ist klar geteilt in Winner und Loser, in Superstar und Hartz IV, in gut und böse.“

Jugend im Jahr 2010: Generation Biedermeier | Politik - Frankfurter Rundschau 20100912
Reposted bysera sera
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September 16 2010

The Distribution of Income in OECD Countries

Richard Green:

While Arrow showed the impossibility of a well defined ordering of social preferences... ...we tend to act as if there is one anyway. That is, we place a lot of focus on GDP per capita when evaluating economic success. By this measure, the US is, of course, successful. By a slightly different measure from the OECD (go to page 37), average disposable income per household, the US ranks second after Luxembourg among the nations measured. Luxembourg has about the same population of Long Beach, so it is hard to worry too much about it.

But a social welfare function that looks at the lowest decile of income is just as legitimate (or perhaps I should say, illegitimate). By this measure, the US ranks 20th among countries measured, which places it toward the bottom of the OECD pack, with levels similar to Greece and Italy.

On the other hand, the top 40 percent of American household are better off than their counterparts in all other countries (with the exception of Luxembourg), reflecting a great deal of affluence across a large number of people. So where to pick? As Arrow would say, that is really impossible.

Here is the chart that he mentions:

Ineq-cross-country-by-income

Here's a bit more detail on the distribution of disposable income (the bars start at the average income of the upper 10% and end at the average income of the bottom 10%, with the average income for each of the other eight deciles marked by horizontal lines):

Ineq-cross-country

As you can see, the US has the widest distribution.

It would be nice to move the bottom of the US distribution up since it's a bit of an outlier for countries with average income in the vicinity of ours. But that might require raising taxes on the wealthy and redistributing income, or at least using the money to try and improve the conditions that lead to this outcome. That would then cause the people at the upper end of the distribution to quit working hard and taking risks, people would stop innovating, and our entire society would devolve into socialism ending our way of life as we know it. So, sorry, nothing we can do.

Reposted from02myEcon-01 02myEcon-01

September 15 2010

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open-education - The University of Utopia

Opening Education Beyond the Property Relation: From Commons to Communism.

Paper accepted for the Open Education Conference 2010

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Abstract

Open Education, and specifically the OER movement, seeks to provide universal access to knowledge, undermining the historical enclosure and the increasing privatisation of the public education system. In this paper we examine this aspiration by submitting the implicit theoretical assumptions of Open Education to the test of critical political economy. We acknowledge the Open Education movement's revolutionary potential but outline the inherent limitations of its current focus on the commons (property relations) rather than the social relations of capitalist production (wage work, the company) and because of this, argue that it will only achieve limited, rather than revolutionary, impact.

Introduction

The opening of education beyond the property relation is distinguished by two terms that are often used interchangeably, yet retain subtle differences: Open Education and Open Educational Resources.

Open Education refers to recent efforts by individuals and organisations across the world to use the Internet to share knowledge, ideas, teaching practices, infrastructure, tools and resources, inside and outside formal educational settings. Through collaboration and experimentation, new pedagogies and curricula are emerging. Although the term Open Education has been used since the 1960s, the current dominant use of the term refers to co-ordinated efforts during the past decade to exploit the growing availability of personal computers and increasingly ubiquitous high speed networks.

Open Educational Resources (OER) refers to both the worldwide community effort to create an educational commons and the actual “educational materials and resources offered freely and openly for anyone to use and under some licenses to re-mix, improve and redistribute” (Wikipedia). Typically, those resources are made available under a Creative Commons license and include both learning resources and tools by which those resources are created, managed and disseminated. As both a means of protecting and liberating research, teaching and learning materials, OER relies heavily on the use of open licenses, all of which are in one way or another derived from the General Public License (GPL) and Berkeley Software Distribution (BSD) licenses first created in 1989. Since the 1990s, software has been created and distributed using such licenses and it is widely acknowledged that Creative Commons was inspired by, and drew experience from, the use of open licenses in the world of software.

[...]


Die Tea Party übernimmt gerade die Republikanische ...

Die Tea Party übernimmt gerade die Republikanische Partei in den USA.

Ich glaube ja, in Deutschland steht das auch kurz bevor, dass sich die CDU aufspaltet. Und das wird kein erfreuliches Bild für die Union, weil die extremistischen Hassprediger in Umfragen gerade so auf die 20% kommen, die CDU insgesamt aber nur auf 30%, d.h. wenn die sich abspalten, dann bleiben nur 10% in der anderen Hälfte, der mit den korrupten, inkompetenten Opportunisten. Das ist zwar noch nicht so wenig wie bei der FDP, aber doch knapp unterhalb der Werte Linkspartei.

Die Befürchtung ist natürlich, dass wir als großes Land einfach mit so vielen radikalen Hasspredigern leben müssen und auch können. 20% ist bezeichnenderweise mehr als Le Pen in Frankreich und mehr als Wilders in Holland. Je nach dem, wie man Berlusconi einschätzt, wäre Deutschland dann mal wieder ganz vorne im Rechtsaußen-Politikschema mit dabei. Die Achse Deutschland-Italien hat ja auch Tradition.

Reposted fromfefe fefe
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