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Freitag, 18 Mai 2018 : Kommentar Hl. Johannes Paul II.

In der Stunde der Prüfung hat Petrus seinen Meister drei Mal verraten. Und seine Stimme hat gezittert, als er ihm antwortete: „Herr, du weißt, dass ich dich liebe.“ Doch er hat nicht etwa geantwortet: „Und doch, Herr, habe ich dich enttäuscht“, sondern „Herr, du weißt, dass ich dich liebe.“ Als er das sagte, wusste er schon, dass Christus der Eckstein ist (vgl. Apg 4,11), auf dem, aller menschlichen Schwachheit zum Trotz, durch ihn, Petrus, dieses Gebäude aufgebaut werden kann, dessen Grundgerüst die Liebe ist: durch alle Lebenssituationen und alle Prüfungen, bis zum Ende. Daher konnte er später schreiben [...]: „Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen, zu einer heiligen Priesterschaft, um durch Jesus Christus geistige Opfer darzubringen, die Gott gefallen!“ (1 Petr 2,5). Das alles will nichts anderes heißen, als immer und unaufhörlich mit Ausdauer und Konsequenz auf diese Frage zu antworten: „Liebst du? Liebst du mich? Liebst du mich immer mehr?“ Und es ist tatsächlich diese Antwort, das heißt diese Liebe, die macht, dass wir „ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm, ein Volk sind, das Gottes besonderes Eigentum ist“ (vgl. 1 Petr 2,9). Diese Antwort ist es, die uns die wunderbaren Taten dessen verkündigen lässt, der uns „aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat“ (1 Petr 2,9). Um dies alles wusste Petrus in der absoluten Sicherheit seines Glaubens. Und dies alles weiß er und er verkündigt es weiterhin durch seine Nachfolger.

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Schweinderl