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Neue Website „Terms of Service; Didn’t Read” verspricht Überblick im AGB-Dickicht

Wer Webdienste nutzt, kommt nicht umhin, seitenlangen Nutzungsbedingungen – also Verträgen – zuzustimmen, die auch bei iRights.info immer mal wieder Thema waren (Musikdienste, FotodiensteFilme und E-Books). Amerikanische Wissenschaftler haben einmal berechnet, dass der durchschnittliche (US-)Nutzer immerhin 76 Arbeitstage im Jahr damit verbringen müsste, um die Nutzungsbedingungen der von ihm genutzten Webdienste zu lesen.

Weil das niemand macht, gab es schon einige Versuche, solche Verträge nutzerfreundlicher zu gestalten, zum Beispiel mit Kurzversionen ähnlich denen von Creative-Commons-Lizenzen. Die Website „Terms of Service; Didn’t Read” der Initiative Unhosted sammelt solche Klauseln nun für verschiedene Dienste und informiert mit einem Farbsystem über den Umgang mit persönlichen Daten, eingeräumten Nutzungsrechten, Transparenz über Anfragen von Behörden und mehr.

Im Moment sind noch wenige Dienste insgesamt bewertet, schlecht kommt schon jetzt Twitpic weg, gut dagegen zum Beispiel Soundcloud. Das Projekt richtet sich vor allem an amerikanische Nutzer und lässt damit die Frage außen vor, ob die bewerteten Klauseln nach deutschem Recht überhaupt zulässig sind. Und natürlich hängt jede Bewertung auch von den zugrunde gelegten Kriterien (und den Bewertenden) ab. Für einen ersten Überblick ist das Projekt aber auch hierzulande hilfreich. Mitmachen kann man momentan über eine Mailingliste und einen Chat, später soll es geöffnet werden.

[via]

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Schweinderl