Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.
02mydafsoup-01
„Waren sie tatsächlich so unaufgeklärt über ihre eigene Tätigkeit…? Das bleibt unklar.“ Ja, aber das kommt wiederum durch den blinden Fleck, dessen Möglichkeit durch seine Ignorierung notwendig diesen Konservativismus erzeugt. Einfach deshalb, weil es nicht anders geht, weil Kontingenz innerhalb dieses Dispositivs vielleicht schon ermittelt, aber noch nicht vermittelt (oder nur sehr schwer, also allenfalls latent) werden kann. Man muss ja dabei sehen, dass jede Betriebswirtschaft, was ja auch für die Betriebswirtschaft von Verlagen gilt, nicht nach den Regeln funktionieren kann, nach welchen ihre Funktionsweise von der BWL beschrieben wird. Der Selbstbeschreibung nach handelt es sich um Marktsubjekte, die einen freien Willen haben um dessenthalben sie sich auf ein Wechselspiel von Angebot und Nachfrage einlassen. Die Unterstellung eines „freien Willens“ unterbricht damit einen selbstreferenziellen Verweisungsprozess von Angebot der Nachfrage und Nachfrage des Angebots durch einen „Urheber“, der angeblich freiwillig einen kausalen Prozess in Gang setzt, weil man anders keine Erklärung dafür hätte, wie ein Markt zustande käme, wird doch ganz offensichtlich keiner zur Partizipation gezwungen. Dies Behauptung kann innerhalb einer Form der Erfahrung vermittelt werden, die für das Zustandekommen eines Marktes niemals ein akausal-selbstdeterminierendes Kommunikationssystem annehmen kann, weil man dann nicht wüsste, die man den kausalen Distributionsprozess erklären (und rechtfertigen) könnte. Das Zauberding „Ware“ (K. Marx) lässt nicht zu, dass man an Zauberei glauben könnte, weshalb alles einen „natürlichen“ Ursprung haben müsse, der aber tatsächlich außerhalb eines sozialen Zusammenhangs der Verweisung von Kommunikation auf Kommunikation (also Nichtunterbrechbarkeit der Selbstreferenz) keine beobachtbare Realität hätte; heißt andersherum: Zauberei, sprich: Kommunikation funktioniert wirklich. Aber das ist kein Geschäftsmodell und darum Quatsch. Darum die Hilflosigkeit ob des Internets. Es erzwingt die Beschäftigung mit der Frage nach Kommunikationsmethoden, mit deren Beantwortung man nach gegenwärtigem Erfahrungsstand kein Geld verdienen kann. Darum also: schützen, retten, löschen, sperren,abmahnen, bestrafen – denn damit kann man gerade noch Geld verdienen; und wenn kein Geld, so wenigstens Aufmerksamkeit, die eine wichtige Voraussetzung ist, um an der Warenproduktion teilnehmen zu können.

 
Kommentar von kusanowsky zu Paradigmenwechsel, Strukturwandel und Warenfetischismus #leistungsschutzrecht | 20110530

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl